Artikel vom Samstag, 23. April 2016

Demo von Geflüchteten

Gegen Abschiebungen und die „Festung Europa“

Geflüchtete standen bei der Demo in der ersten Reihe. Foto: René Loch

Etwa 400 Menschen, darunter zahlreiche Geflüchtete, demonstrierten am Samstagnachmittag in Leipzig gegen die deutsche und europäische Asylpolitik. Die Themen Abschiebung und Grenzen standen dabei im Mittelpunkt. Während des zweieinhalbstündigen Aufzugs vom Augustusplatz zur Stadtbibliothek sprachen sowohl geflüchtete Menschen als auch Vertreter von asylpolitisch engagierten Gruppen. Anmelden und weiterlesen.

Eine satirische Kolumne

Das Bildungsalphabet – Heute: C wie Cleverness

Foto: L-IZ.de

„Was haben Sie eigentlich gegen das ‚Clever sein’?“ fragt Konrad mich zu Beginn einer Deutschstunde. „Ja, genau!“ pflichtet ihm Maria bei, unterbricht kurz das Nägelkauen. Ich weiß gar nicht, was ich im ersten Moment sagen soll, so absurd scheint mir das Theater morgens um 8. In einer Schule irgendwo in Leipzig. Cleverness. Im Sport beispielsweise sei das doch eine Super-Haltung. Bevor der gegnerische Stürmer, durchgebrochen, frei zum Schuss kommt, foult man ihn möglichst weit vor der eigenen Strafraumgrenze. Ein taktisches Foul. Clever. Keinem, keinem meiner Jungs und Mädels fällt aber auch das Oxymoron auf. Anmelden und weiterlesen.

Weiterer Sensationssieg bestätigt Klassenerhalt

SC DHfK dreht Partie gegen Füchse Berlin

Foto: Jan Kaefer

Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit gegen den Favoriten Füchse Berlin lagen die SC DHfK Handballer noch 10:14 zurück. Eine grandiose Team-Leistung sorgte dafür, dass am Ende ein 25:23-Sieg zu Buche stand, den Trainer Christian Prokop als „sensationell“ bezeichnete. Er warnte auch davor, in der Euphorie nun schon die Erwartungen für die nächste Saison allzu hoch zu schrauben. Schlüssel waren etwas mehr Varianten im Angriff, die die Lücken in der zuvor starken Berliner Deckung in der zweiten Hälfte öffneten. Anmelden und weiterlesen.

Am 28. April im Grassi Museum für Völkerkunde: Podiumsdiskussion Ethnologische Museen neu gedacht

Foto: Lisl Ponger

Unsere wachsende multikulturelle Gesellschaft erfordert ein grundsätzliches Umdenken in ihren kulturellen Einrichtungen. Die sich wandelnde Gesellschaft konfrontiert uns mit neuen Zielgruppen, Aktivitäten und Aufgaben. Zu wem soll dieses neue Museum sprechen? Welche Bedeutung hat ein sogenanntes ethnologisches Museum im Europa des 21. Jahrhunderts? Seit mehreren Dekaden ist die ethnologische Museumslandschaft in Europa stark in Bewegung. Manche sprechen sogar von einer grundsätzlichen Krise des Völkerkundemuseums: Namenswechsel, Neukonzeptionen der Dauerausstellung, interdisziplinäre Kooperationen, Zusammenarbeit mit source communities, künstlerische Interventionen und andere Experimente zeigen diese Veränderungen deutlich. Weiterlesen.

Freital/Spiegel-Bericht

Grüne: Hätten sächsische Ermittler Anschläge auf alternatives Wohnprojekt und Flüchtlingsunterkunft verhindern können?

Zum aktuellen Bericht des Wochenmagazins Der Spiegel (vom 23.04.2016), wonach die sächsischen Ermittler frühzeitig Kenntnis von den geplanten Anschlägen der „Gruppe Freital“ hatten und mutmaßlich sogar ein verdeckter Ermittler daran beteiligt war, erklärt Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: „Sollten die Recherchen des Spiegels stimmen, offenbart sich bei den Ermittlungen gegen die Freitaler Neonazis ein erneutes Fanal des Versagens sächsischer Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Rechtsterrorismus. Wären die durch die Telekommunikationsüberwachung gewonnenen Erkenntnisse rechtzeitig ausgewertet worden, hätte sowohl der Anschlag auf das alternative Wohnprojekt am 18. Oktober 2015 als auch auf die Wohnung von Weiterlesen.

Muss Sachsen das Irland-Portfolio der Sachsen LB wieder zurücknehmen?

LBBW will Sealink-Zweckgesellschaft 2019 an Sachsen zurückgeben, Finanzminister weiß davon noch nichts

Foto: Ralf Julke

Bestimmt sehnt nicht nur Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) das Ende der ewigen Zahlungen für das gescheiterten Sachsen-LB-Abenteuer herbei. Knapp 1,5 Milliarden Euro hat es die sächsischen Steuerzahler schon gekostet. Da klang natürlich eine Botschaft aus der Bilanzpressekonferenz der LBBW vom 12. April ganz so, als könnte die Mühsal 2019 vorbei sein. Aber davon weiß man in Sachsen noch gar nichts. Anmelden und weiterlesen.

„Leipzig nimmt Platz“ bedankt sich für die Ehrung mit dem Gustav-Heinemann-Preis

Am Vormittag des heutigen Sonnabends erfuhr das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“, dass die Abstimmung für den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis positiv für Leipzig ausgegangen ist. Der auf den ersten sozialdemokratischen Bundespräsidenten zurückgehende Preis wird jährlich durch ein Kuratorium der SPD auf Bundesebene für besonderes zivilgesellschaftliches Engagement vergeben. Das Aktionsnetzwerk bedankt sich für das damit ausgesprochene Vertrauen und die Anerkennung durch viele Menschen auch außerhalb der SPD, die sich an der Abstimmung beteiligen konnten. Ein besonderer Dank geht an die Unterzeichnerin der Leipziger Erklärung 2015, Daniela Kolbe (MdB), die „Leipzig nimmt Platz“ für den Preis nominiert hatte. Weiterlesen.

Angriff auf die Kunst- und Meinungsfreiheit

Europäische Kommission muss gegenüber der Intervention der Türkei gegen ein Projekt der Dresdner Sinfoniker standhaft bleiben

Wie die Dresdner Neuesten Nachrichten am heutgen Samstag auf Seite 1 berichten, verlangt die Ständige Vertretung der Türkei bei der Europäischen Union von der EU-Kommission, die Unterstützung des Konzertprojekts „aghet - ağıt“ der Dresdner Sinfoniker einzustellen. Dieses von der EU geförderte Konzertprojekt thematisiert den Genozid an den Armeniern. Die EU-Kommission und die zuständige Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) kamen der Forderung nicht nach. Weiterlesen.

Leipzigs Energieversorger soll fit gemacht werden für die dezentrale und digitale Zukunft

Leipzigs Stadtwerke sollen bis 2020 umgebaut werden zum komplexen Dienstleister der Energiewende

Foto: Ralf Julke

Noch stehen die Leipziger Stadtwerke ganz am Anfang eines Weges, der möglicherweise sehr lang und sehr komplex wird. Aber sie kommen nicht umhin: Nur Stadtwerke, die jetzt schaffen, sich an die künftigen Bedingungen des Energiemarktes anzupassen, werden künftig auch noch erfolgreich wirtschaften. Das ist zwar nicht ganz neu, auch bei den SWL nicht. Aber jetzt gibt es so eine Art Vision. Ein Arbeitsprogramm. Anmelden und weiterlesen.

Unterrichtsversorgung in Leipzig

Personaldecke voller Löcher, an jeder sechsten Leipziger Schule ist der lehrplanmäßige Unterricht nicht vollständig abgesichert

Foto: Marko Hofmann

100 Prozent Personalabdeckung im Grundbereich der sächsischen Schulen - das heißt nichts anderes als: Hier wird haarscharf auf Kante geplant. Nicht mehr. An etlichen Schulen sogar weniger, wie jetzt eine Landtagsanfrage der bildungspolitischen Sprecherin der Grünen-Fraktion, Petra Zais, ergab. Und gerade Schulen in Leipziger Problemvierteln sind betroffen. Anmelden und weiterlesen.

Hat er es geschrieben? Und wenn ja: Auf wen?

Ein heiß umstrittenes Sonett aus Shakespeares Feder, das einfach nicht in den Zyklus passt

Foto: Leo Leu

Er gehört zu den Giganten der Weltliteratur. Er hat ein Werk hinterlassen, hinter dem sich andere bis heute verstecken können. Und heute ist sein 400. Todestag: Shakespeare-Day. Eigentlich die beste Gelegenheit, das berühmte Sonett 127 / II endlich zu veröffentlichen, auch wenn die Engländer noch immer streiten: Gehört es dazu? War es ein Ausrutscher? Und welchen Sultan könnte Will eigentlich gemeint haben? Anmelden und weiterlesen.

Wunderschön und wunderbar einfach

Topf & Quirl: Sommerliche Biskuitrolle mit Maracuja und Beerensauce

Foto: Maike Klose

Optisch ansprechendes Gebäck hat sehr häufig einen großen Nachteil – es ist kompliziert herzustellen und braucht eine Weile, bis man es verspeisen kann. Das kann ein wenig auf die Laune drücken und von neuen ähnlich langwierigen Projekten abhalten, auch wenn es eine ganz besondere Freude ist, einen adretten Kuchen auf dem Tisch stehen zu haben. Wer also nicht den ganzen Nachmittag mit Mehl und Eiern hantieren will, der ist mit einer schicken Rolle aus Biskuit sehr gut beraten. Anmelden und weiterlesen.

Verliebt wie William

Ein Shakespeare-Büchlein für Verliebte und solche, die es nicht vermeiden können

Foto: Ralf Julke

2016, das ist Shakespeare-Jahr. Am 23. April 1616 ist der berühmte Dichter und Dramenautor in Statford-upon-Avon gestorben. Und bis heute werden seine Dramen um Könige, Verschwörer, Verliebte und Betörte auf den Bühnen gespielt. „Romeo und Julia“ kennt jeder, „Hamlet“, „Macbeth“ und „König Lear“ sowieso. Aber war er eigentlich ein Liebes-Dichter? Anmelden und weiterlesen.

Gedenkspiel für Eric Eiselt

Sensibler Abschied von einer Koryphäe des 1. FC Lok + Video Heimspiel TV

Foto: Bernd Scharfe

Zwölf Tore und viele Emotionen beim Abschied von Eric Eiselt am Freitagabend im Bruno-Plache-Stadion. Über 1.600 Zuschauer schufen beim Gedenkspiel für den ehemaligen Spieler und Trainer des FCL eine würdige Atmosphäre und bewiesen einmal mehr, dass Lok-Fans auch sensibel sein können. Der ehemalige, verdienstvolle Spieler und Trainer der Blau-Gelben war am 3. April bei einem Autounfall in Costa Rica ums Leben gekommen. Anmelden und weiterlesen.