Artikel vom Samstag, 31. Dezember 2016

Es soll doch ein heiteres Kind werden, oder ...?

Gastmanns Kolumne zum Jahresende: Geburtswehen einer neuen Zeit

Foto: L-IZ.de

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38„Wir stehen dabei und sehen und hören das Getrampel, und es geht gerade über unser Herz. Das Volk Deutschlands ist in zwei feindliche Lager zerspalten: die Nationalsozialisten und die Nicht-Nazis. Der Nationalsozialismus ist eine zufällige Zusammenrottung, die Verschwommenheit seiner Grenzen und Ziele macht seinen Erfolg, das Widernatürlichste, vom Prinzen bis zum Kommunisten, ist in ihm vereint, Harmlosigkeit und Gefährlichkeit, ehrliche Dummheit und verlogene Klugheit, Reaktion und Revolution – zu diesem Tohuwabohu führt für den reinlich und frei denkenden Menschen keine Brücke. Der Nicht-Nazi kann mit mehr Vertrauen in ein Menschenfresser-Dorf auf Sumatra gehen, ohne Anmelden und weiterlesen.

Wahlkampfbus der Linken in Borna angezündet

In der Nacht zum Freitag brannte ein Wahlkampfbus der Linken im Landkreis Leipzig aus. Wie die Polizei mitteilte, fing das Fahrzeug auf einem Parkplatz in der Abstdorfer Straße in Borna gegen 3:00 Uhr nachts Feuer. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist von Brandstiftung auszugehen. Das Fahrzeug wurde zur weiteren kriminaltechnischen Untersuchung sichergestellt. Da das Fahrzeug durch die Beklebung eindeutig als Wahlkampfbus der Partei Die Linke zu erkennen war, liegt die Vermutung einer politischen Motivation dieses Brandanschlags nahe. Weiterlesen.

Fünf Verletzte: Mitglieder der linksjugend am Bautzener Kornmarkt angegriffen

Am Abend des 30. Dezembers 2016 sind Mitglieder der linksjugend [‘solid] in Bautzen von Nazis angegriffen worden. Dabei erlitten vier junge GenossInnen teils schwere Verletzungen. Soweit bisher bekannt hatten sich die Mitglieder der linksjugend am Freitagabend auf dem Kornmarkt getroffen. Als ein Mitglied sich aus der Gruppe verabschiedet hatte, beobachteten die anderen, dass er von zwei Nazis mit einigem Abstand verfolgt wurde. Als zwei Mitglieder deshalb hinterher gingen, um zu sehen, ob alles in Ordnung war, wurden sie im Bereich Töpferstraße von rund zehn Nazis überrascht, die vollvermummt auf sie zu rannten. Anmelden und weiterlesen.

Nachdenken über ... Überraschungen

Höchste Zeit für mediale Innovationen

Foto: Ralf Julke

Sie haben es im Jahr 2016 bestimmt auch beobachtet. Kaum schaut die L-IZ sich ein Thema mal ein bisschen anders an, taucht es in leichten Abwandlungen auch in anderen Zeitungen und Magazinen auf. Was daran liegt: Viele Kollegen lesen mit. Denn soviel Original aus Leipzig bekommen sie ja woanders nicht. Manchmal stutzen wir auch nur selbst, schreiben über das Mittelmaß der Quote. Und dann springt einem bei „Spiegel“ ein Quotenkuchen entgegen. Anmelden und weiterlesen.

Nachdenken über ... Sorgen

Die schärfste Form des besorgten Bürgers ist der lamentierende Politiker

Foto: Ralf Julke

Worüber haben wir in diesem Jahr nachgedacht? Über Sorgen natürlich. Über „Besorgte Bürger“ und die Frage, ob sie vielleicht Recht haben. Denn man kann zwar vergrämt sein über all die Leute, die da müffelnd und murrend durch die Straßen gezogen sind, sich in Internetforen austoben und dann auch noch Frustwählen. Was ja in Sachsen keine neue Übung ist. Das haben die Sachsen schon seit 2004 gemacht. Anmelden und weiterlesen.

Nachdenken über ... Narzissten

Der schöne Schein als Ersatz für die ganze ärgerliche Komplexität der Wirklichkeit

Foto: Ralf Julke

Worüber haben wir in diesem Jahr nachgedacht? Natürlich über Narzissmus. Ja, sogar ziemlich oft. Es drängte sich geradezu auf. Denn 2016 war das Jahr der Narzissten. Nur dass sie alle nicht aussahen wie der berühmte Narziss aus der griechischen Mythologie. Es braucht keine Spiegel und hübschen glatten Teiche mehr, damit Narzissten all die Aufmerksamkeit bekommen, die sie sich wünschen. Anmelden und weiterlesen.

2017 – was kommt?

Vielleicht endlich ein Hoffnungsschimmer für Verkehrsminister Martin Dulig bei den sächsischen Schienenprojekten

Foto: Ralf Julke

Den 29. Dezember nutzte Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD), um noch einmal seinen ganzen Frust rauszulassen über ein Bundesverkehrsministerium und ein Bundeskabinett, die wichtige sächsische Schienenprojekte auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertrösten. Der verabschiedete Bundesverkehrswegeplan war für Dulig eine herbe Enttäuschung. Anmelden und weiterlesen.

Sprudelndes Getränk für den Jahreswechsel

Topf & Quirl: Cranberry-Zitronen-Spritz

Foto: Maike Klose

Zehn - neun - acht - sieben - sechs... der Jahreswechsel steht vor der Tür; es verabschiedet sich nun schon wieder ein Kalenderjahr und das neue wird gebührend begrüßt. Und ob man nun gemütlich mit den Kindern Fondue köchelt und dabei beinahe die Geisterstunde verpasst oder den ganzen Abend unter Tausenden das Tanzbein schwingt – ein leckeres Getränk macht sich in jedem Falle gut und ist fast schon ein Muss, um auf 2017 anzustoßen. Anmelden und weiterlesen.

Das mathematische Kapitel in der Geschichte des Teubner Verlages

Das Leben und die Tragik des Verlegers Alfred Ackermann-Teubner

Foto: Ralf Julke

Es ist noch keine große Biografie, eher eine kleine. Gerhard Ackermann und Jürgen Weiß ging es eher um das Jubiläum, das eigentlich keines ist. Eher einer der tragischen Momente in der Geschichte des Teubner Verlags in Leipzig, als Alfred Ackermann-Teubner vor genau 100 Jahren aus dem Verlag ausschied. Womit der Teubner Verlag seine Spitzenposition als Mathematik-Verlag einbüßte. Anmelden und weiterlesen.