City-Tunnel Leipzig 2009: Ein Monatskalender mit faszinierenden Fotos von Frank Eritt
Redaktion
04.10.2008
Häng dir den Tunnel an die Wand. Der Verlag Pro Leipzig, Diplom-Ingenieur Frank Eritt und Horst Kögler machen's möglich. Der erste lässt drucken, der zweite hat die Fotos gemacht, der dritte hatte die Idee. Und von jedem Kalender "City-Tunnel Leipzig 2009" gehen auch noch 1,50 Euro an den Straßenkinder e.v.
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| Gestalter im Handwerk |
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Zweijähriger berufsbe-
gleitender Studiengang
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Frank Eritt ist den LIZ-Lesern schon bestens bekannt. Von Beginn an verfolgt er das Leipziger Tunnelprojekt nicht nur mit der Kamera. Als studierender Fachmann schuf er parallel dazu eine Website, auf der auch der neugierige Laie jeden Schritt, jedes Detail beim Bau des Infrastrukturprojektes nachvollziehen konnte und vor allem Details aus der Tunnelbaustelle zu sehen bekam, die den Leipzigern für gewöhnlich nicht sichtbar wurden.
Die Homepage wird am Ende die gründlichste Dokumentation, die je über ein Leipziger Verkehrsprojekt gemacht wurde. Dass der Markt noch nicht mit Tunnel-Kalendern überschwemmt ist, überrascht ein wenig. Immerhin kamen jedesmal Zehntausende, wenn ein neues Stück Tunnelröhre zum Durchwandern geöffnet wurde.
Das wird es freilich nie wieder geben. Ende des Monats soll die Tunnelbohrmaschine "Leonie" wieder den Markt erreichen, im November den Hauptbahnhof. Dann geht es an den Ausbau aller Anschlussstellen und die Installationen. Selbst das ein Mammutpaket, das bis 2011 bewältigt werden soll.
Wer sich erinnert: Ursprünglich stand das Jahr 2009 fürs Finale. So ist der Kalender mit seinen zwölf Monatsblättern zumindest ein Einblick in die Komplexität dessen, was da im Leipziger Untergrund geschieht. Die meisten Fotos sind großformatig und zeigen eine Baulandschaft, die ihre eigene Faszination hat - wassergefüllte Baugruben etwa oder - wie im Juli - den Blick auf den Betonkopf in der Baugrube unterm Markt, der zur Führung der Bohrmaschine auf ihren ersten Metern Richtung Bahnhof diente. Ein Mordstrumm, dessen Demontage den Anwohnern des Marktes später sämtliche Nerven raubte.
Die Erklärungen sind allesamt sehr kurz gehalten. Der Betrachter soll genießen. Und vielleicht lässt der Verlag Pro Leipzig irgendwann auch das Buch folgen mit den Geschichten, Märchen und Anekdoten um das Jahrhundertbauwerk. Vielleicht, wenn's denn mal fertig ist und alle fünf Minuten Züge durchfahren. Dezember 2011.
Bis dahin darf mit Frank Eritt in das beeindruckende technische Gewusel geschaut werden.
Der Kalender ist in allen Buchhandlungen oder bei PRO LEIPZIG, Waldstraße 19 (Mo - Fr 9:00 - 17:00 Uhr) erhältlich.Der Kalender kann auch online unter
www.citytunnelleipzig.info bestellt werden.
"City-Tunnel Leipzig 2009", Verlag Pro Leipzig, Leipzig 2008, 14 Euro, von denen 1,50 Euro an den Straßenkinder e.V. gehen.
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