Das Aufklärungsbuch über Monsanto: Wie ein Skandalkonzern unsere Nahrung manipuliert
Redaktion
10.01.2009

Mit Gift und Genen.
Buchcover: DVA
„Wir werden bei jedem Korn, das wir aussäen, und bei jedem Feld, das wir bebauen, von Monsanto abhängig sein. Der Konzern weiß, wenn er das Saatgut kontrolliert, kontrolliert er die Ernährung; das ist seine Strategie", sagt die indische Bürgerrechtlerin Vandana Shiva.
Anzeige / Verlosung:
„Diese Strategie ist wirksamer als Bomben, wirksamer als Waffen – sie ist das beste Mittel, um die Völker der Welt zu kontrollieren."
Der Biotech-Konzern Monsanto ist seit 2005 der größte Saatguthersteller der Welt. 90 Prozent aller weltweit angebauten gentechnisch veränderter Organismen (GVOs) gehören dem Unternehmen. Vor allem mit seinen transgenen Pflanzen möchte Monsanto einen Beitrag zur Verringerung des Hungers in der Welt beitragen, doch dass Unternehmen hat eine zweifelhafte Geschichte, wie Marie-Monique in ihrem Buch “Mit Gift und Genen. Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert“ eindrucksvoll belegt.

Marie-Monique Robin: Mit Gift und Genen.
Buchcover: DVA
Als erfolgreicher Chemiekonzern war Monsanto maßgeblich an der Herstellung von Agent Orange, dem Entlaubungsmittel im Vietnamkrieg, beteiligt. Später machte er Schlagzeilen durch in seinen Produkten enthaltene krebsauslösende PCB Abfälle in Aniston, das Unkrautvernichtungsmittel Round-Up, sowie die Verunreinigung von Milch durch das Rinderwachstumshormon Posilac. Weltweit musste das Unternehmen sich deshalb vielfältigen Prozessen stellen.
Seit den 1990er Jahren verlagerte Monsanto seinen Forschungs-Schwerpunkt auf Biotechnologie und die Entwicklung neuer Saatgut-Patente. Um resistent gegen Schädlinge und Unkrautvernichtungsmittel zu sein, wird das Genmaterial der Pflanzen gentechnisch verändert, d. h. mit Gift angereichert, das stückweise an die Umwelt abgegeben wird, um so die Schädlinge zu vernichten.
Die Journalistin Marie-Monique Robin enthüllt in ihrem Buch die fragwürdigen Aktivitäten, mit denen Monsanto zum größten Saatguthersteller weltweit avanciert ist, und schildert, welche Gefahren von den Produkten und der Macht des Konzerns für uns alle ausgehen. Vor dem Hintergrund der weltweiten Nahrungsmittelkrise gewinnen ihre Erkenntnisse enorm an Brisanz.
Das Buch erschien im im französischen Verlag Éditions la Découverte unter dem Titel "Le monde selon Monsanto: de la dioxine aux OGM, une multinationale qui vous veut du bien". Auf deutscher erscheint es in der Deutschen Verlags Anstalt in den nächsten Tagen.
Marie-Monique Robin "Mit Gift und Genen Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert", Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), 19,95 Euro.
Monsanto - Mit Gift und Genen (Video auf google.de)
Interview mit Marie-Monique Robin auf extremnews.com
Interview mit der Regisseurin auf arte.tv.de
www.dva.de
Am 11. März jährte er sich zum ersten Mal: der Amoklauf von Winnenden. Eigentlich sollte in diesem Frühjahr der Prozess gegen Jörg K., den Vater des Amokläufers Tim K., beginnen. Doch der Vater des damals 17-Jährigen will nicht vor Gericht. Immerhin geht es auch um seine Schuld an dem, was sein Sohn mit seiner Beretta anrichtete.
mehr…
Ein „Worttreffen“ soll es nach Auskunft von Ralph Grüneberger, dem Initiator der erstmals veranstalteten „Tage der Poesie in Sachsen“ am 25. und 26. Juni in Leipzig, werden – eine Begegnung von Dichterinnen und Dichtern, von Poesie und Positionen, vor allem aber eine Begegnung von Sprache.
mehr…
Am Mittwoch, 17. März, findet um 18:30 Uhr ein Bürgerforum zum neuen Netz 2010 der Leipziger Verkehrsbetriebe statt. In dieser Veranstaltung wird das neue Busnetz der Leipziger Verkehrsbetriebe vorgestellt, welches am 10. Oktober eingeführt werden soll.
mehr…
Eine neue Stimme der deutschen Literaturszene präsentiert sein Erstlingswerk als kleine Aufwärmübung zur Buchmesse in einer außergewöhnlichen Lokalität: Axel Hadulla liest sein Buch „03 = schwarz“ am Mittwoch, 17. März, um 17:00 und 18:30 Uhr im Leipziger Eros Center „Die Lounge“ am Wasserturm (Torgauer Straße 246).
mehr…
Vor 20 Jahren zogen auf Anregung der Bürgerinitiative "Stop Cospuden 90" 10.000 Menschen los, um den Tagebau Cospuden mit seinen Auswirkungen auf Mensch und Natur zu stoppen, damit sich dieser nicht noch weiter durch den Leipziger Auwald frisst.
mehr…