Die Flegeljahre: 20 Jahre Schweinevogel jetzt in einem 616-Seiten-Paket
Redaktion
27.08.2010
Schweinevogel Total-o-rama.
Foto: Agentur Glücklicher Montag
Von so etwas träumen natürlich die Liebhaber guter Comics: Irgendwann gibt es den Lieblingscomic mit allen Serien in einem dicken Sammelband. Zum Selbstbehalten oder Weiterverschenken. 616 Seiten für Freunde von "Schweinevogel" gibt es im September: Am 2. September erscheint „Schweinevogel Total-O-Rama".
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Ein Wälzer mit allen Comics aus den ersten 20 Jahren von Schwarwels Schweinevogel. Drin ist alles von 1987 bis 2007. Zum Beispiel die komplette EEE-Heftserie, Zeitungsstrip-Klassiker aus wilden Wendetagen, Halb- und Ganzseiter für Magazine wie Kreuzer, Sax oder Partysan und natürlich eine horrende Menge Krimskrams für Fans, wie eine bisher unveröffentlichte Story, Skizzen, Firmenbulletins, Webgrafiken, Schweinevogels seltsamer Zeugungsakt(!) und so weiter. Hauptsache Schweinevogel.
Für alle, die ihn noch nicht kennen oder denen der Bursche in der L-IZ zum ersten Mal begegnete: Schweinevogel entstand 1987 und erschien erstmals 1989 als wöchentlicher Comicstrip in der Leipziger Volkszeitung, bevor mit „Liebe, Tod und Teufel" 1990 ein erstes eigenes Comic-Heft veröffentlicht wurde. Nach diversen weiteren Auftritten in Magazinen wie Messitsch, Persona Non Grata, Fischmarkt, Orgasm Death Gimmick, Kreuzer und anderen, erschien von 1996 bis 1998 im eigens dazu gegründeten Verlag EEE die (eigentlich) zwölfteilige Heftserie „Die Schweinevogel Show". Ergänzt wurde sie bis 2003 durch vier eigenständige Hefte der Reihe „Schweinevogel, Vol. 2".
Schweinevogel und seine Freunde Iron Doof und Ferkel Sid.
Zeichnung: Schwarwel
Seit 2009 erscheint die neue Schweinevogel-Heftserie quartalsweise bei Glücklicher Montag, neue Schweinevogel-Strips erscheinen jede Woche auf l-iz.de, tagesspiegel.de, halleforum.de und fanclubalex.de. Auf schweinevogel.de gibt es regelmäßig den „Witz der Woche".
Der Künstler ist längst einer der Umtriebigen in Leipzig, ohne die diese Stadt nicht mehr denkbar ist. Schwarwel wurde am 23. August 1968 in Leipzig als Thomas Meitsch geboren, erlernte den Beruf des Dachdeckers, war Praktikant an den Leipziger Theaterwerkstätten und fuhr Essen bei der Volkssolidarität aus. Heute ist Schwarwel Comiczeichner, Illustrator, Grafiker, Animator, Regisseur, Art Director, Veranstalter für Special Events, Produzent sowie der Schöpfer des Comic-Kosmos rund um die Figur Schweinevogel.
Schwarwel "Schweinevogel Total-o-rama".
Foto: Agentur Glücklicher Montag
Seine ersten Comic-Strips veröffentlichte Schwarwel 1988 in der Leipziger Underground-Zeitschrift Messitsch und ab 1989 in der Leipziger Volkszeitung. Seitdem zeichnet er Comics, Karikaturen und Illustrationen für verschiedene Magazine, Verlage und andere Auftraggeber. Seit 1993 ist er Art Director der besten Band der Welt: die ärzte.
Von 1996 bis 2006 war er neben Verleger Bela B der Mitherausgeber und verantwortliche Chefredakteur des Comicverlages EEE - Extrem Erfolgreich Enterprises, der wegen seiner Serie „Schweinevogel" gegründet wurde. Als Art Director von Glücklicher Montag, dem Leipziger Studio für Animation, Grafik und Multimedia, hat Schwarwel in den letzten Jahren eine schier unübersehbare Menge an Projekten betreut. Unter anderem zeichnet er für die Regie bzw. Animationssequenzen von Musikvideoclips (u. a. die ärzte, Rosenstolz) sowie bei diversen Spielfilmen (bspw. „Max & Moritz Reloaded") und TV-Episoden („GZSZ", „SOKO Leipzig u. a.) verantwortlich, führte Regie bei der Rockumentary „Wo wir sind, ist unten - Over The Edge" (2009) und ist der Regisseur und kreative Macher des Trickfilms „Schweinevogel - Es lebe der Fortschritt!" (2009).
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"Schweinevogel Total-O-Rama. Die ersten 20 Comicjahre 1987 - 2007 (und ein Bisschen mehr)" hat seinen ersten Auftritt zur Vernissage der Ausstellung. Diese wird am Donnerstag, 2. September, um 20:30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers in der Moritzbastei eröffnet.
Die Moritzbastei Leipzig zeigt eine Retrospektive aus dem Oeuvre unseres knuddeligen Federviehs, dessen Schöpfer Schwarwel bereits 1996 anlässlich der Nr. 1 der "Schweinevogel Show" im EEE-Verlag seine erste Einzelausstellung in der Moritzbastei absolvierte. Und danach noch öfter, allein und mit anderen.
Neben den Originalen und Druckversionen des Buches werden die neuesten Sachen aus der Financial Times Deutschland, dem Tagesspiegel Online, der Leipziger Internet Zeitung, der neuen Schweinevogel-Heftserie von Glücklicher Montag, und, und, und an den Wänden der Moritzbastei hängen ...
RB Leipzig bleibt diese Saison weiter ungeschlagen. Der Regionalliga-Meister schlug am Sonntag den Tabellenzweiten Carl Zeiss Jena mit 5:4 (3:2). Für die Bullen trafen Kammlott (5., 35.), Schulz (24.), Rockenbach (74.) und Morys (81.). In der Relegation fordern die Leipziger die Sportfreunde Lotte heraus, die ebenfalls am Sonntag mit einem Sieg die West-Meisterschaft klar machten. mehr…
Am Freitag, 17. Mai, war Weltfernmeldetag. Das Statistische Landesamt Sachsens fühlte sich deshalb bemüßigt, mal ein paar Zahlen zu den DSL-Anschlüssen in Sachsen zu veröffentlichen. Ist ja immerhin Streitthema, seit die Telekom beschlossen hat, das Datenbudget der Breitband-Kunden zu drosseln und für Mehrbedarf zur Kasse zu bitten. Aber in Sachsen ist das Thema auch deshalb brisant, weil weder alle Haushalte mit DSL - noch überhaupt mit einem Internetzugang - ausgerüstet sind. mehr…
Die Gretchenfrage der gesamten City-Tunnel-Inszenierung lautet: "Wie hältst Du es mit dem Fernzug?" Der Wunsch nach erhellender Auskunft geht an die Deutsche Bahn, und er wird - je nach Geschäftsbereich und Stimmungslage - mehr oder weniger verschämt beschieden. Meistens mit einem faszinierend eindeutigen "Vielleicht." mehr…
So kurz vor der Neuwahl des Umweltbürgermeisters in der Stadtratssitzung am 10. Juli gibt es noch einmal richtig Ärger für Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke). Ein kleiner Vogel ist nicht schuld daran, auch wenn er Eisvogel heißt. Er wurde im Frühjahr 2013 endlich wieder im Floßgraben gesichtet, nachdem er von Ausbauarbeiten und erstem Bootsverkehr massiv gestört wurde. Nun ist er wieder da. Der Bootsverkehr wurde gedrosselt. mehr…
Man will mit der dem Leipziger Stadtrat präsentierten Variante des Elster-Saale-Kanals mit aller Macht ein touristisches Projekt aus dem Boden stampfen, für das es nicht mal einen Nutzungsdruck gibt. Die Autoren der "Touristischen Potenzialanalyse" versuchen einfach hochzurechnen, wieviele Männer in der Region nach dem Bau des Kanals vielleicht geneigt wären, sich ein Motorboot zuzulegen. mehr…
Am Tag des Eurovision Song Contest bekamen die Lok-Frauen für ihre Darbietung beim 1.FC Lübars null Punkte. Zwar saßen Haar und Kostüm perfekt, doch verdarb eine kurzzeitige Disharmonie schon in der ersten Strophe die gesamte Performance. Nur 9 (neun!) Minuten reichten aus, um sich durch 4 (vier!) Gegentore bereits zur Halbzeitpause den Tag nachhaltig verderben zu lassen. mehr…
Mancher Teilnehmer der Diskussion um das Projekt "Elster-Saale-Kanal" verfolgt schon mit Verwunderung den Vorgang, dass dem Stadtrat von Leipzig am 15. Mai lediglich eine einzige, und zwar die teuerste Variante zum Abnicken vorgelegt werden sollte. Das haben die Grünen erst mal verhindert und eine Verschiebung der Abstimmung auf die Ratsversammlung am 19. Juni beantragt. mehr…
Allein über das Bildungs- und Teilhabepaket werden in Leipzig aktuell an 16 Schulen Schulsozialarbeit finanziert. Die erfolgreiche Förderung zusätzlicher Schulsozialarbeit aus den Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets droht am 31. Dezember 2013 auszulaufen. Auch das Förderprogramm "Chancengerechte Bildung des Freistaates Sachsen", worüber 1,6 Schulsozialarbeiterstellen an der Nachbarschaftsschule finanziert werden, läuft voraussichtlich Anfang 2014 aus. mehr…
Die neue Rundgangreihe zu „Sanierungs- und Fördergebiete“ in der zwischen April und Mai 2013 mehrere Rundgänge zu verschiedenen Themen angeboten werden, geht weiter. Der nächste Rundgang findet am Dienstag, 21. Mai, um 17:30 Uhr vor der Marienkirche, Oberdorfstraße Ecke Lochmannstraße, statt. Es handelt sich um einen Rundgang durch das Sanierungsgebiet Stötteritz, mit Standpunkten an der Marienkirche, dem Gutshof und Herrenhaus. mehr…
Das Familiencafé Yellow möchte unbekannte Lebensmittel vorstellen. Im Kochkurs werden deshalb Rezepte aus der ganzen Welt ausprobiert. Gerichte aus Mexiko, Italien, Indien, Österreich und dem Orient standen bereits auf Speisezettel im Kochkurs. Bei der Zubereitung tragen wir unserem einheimischen Gaumen Rechnung. Das bedeutet, die Speisen werden nicht zu scharf und auch nicht mit zu viel Knoblauch zubereitet. mehr…
Das Ensemble Fimmadur, eine junge Vokal-Formation aus aktiven und ehemaligen Thomanern, lädt am Freitag, 7. Juni zu einem Konzert in die Villa Thomana, Sebastian-Bach-Straße 3. Beginn ist 19:30 Uhr. Karten sind an der Abendkasse erhältlich (10,00 Euro; 8,00/5,00 Euro ermäßigt). Unter dem Titel „Porträt“ veröffentlichten die fünf aktiven und ehemaligen Thomaner im Dezember 2012 ihre erste CD. mehr…
Am Pfingstmontag, 20. Mai, veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. zusammen mit ihren Landes- und Regionalvereinen den diesjährigen Deutschen Mühlentag. Die zentrale und offizielle Auftaktveranstaltung des diesjährigen Deutschen Mühlentages findet an der Windmühle Johanna im Hamburg Wilhelmsburg statt. Schirmherr der Veranstaltung ist der dortige Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz. mehr…
Die Bildungsmesse Leipzig Südost denkt weiter: Eingebettet in die Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der Sozialdemokratie im Mai 2013 in Leipzig findet am Samstag, 25. Mai, in deren Gründungsstadt eine Bildungsmesse statt. - Wie entwickelt sich Bildung nach dem 150. Jahrestag der Sozialdemokratie in Stadtteilen und ihren Strukturen weiter? mehr…
"Leipzig liest" war die Devise der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr. Wir Leipziger lesen nicht nur zur Buchmesse. Wir lesen immer, meint die Autorengruppe by Chance. Wo: auf dem Sofa. Im Grünen. Im Bett. In der Badewanne. In Gaststätten. Überall. Und wir lesen im Leipziger Osten. Wir, das sind Leute, die sich zufällig getroffen haben. Deshalb nennen wir uns „by Chance“. mehr…
Briefromane sind selten geworden. Sie waren mal richtig Mode. Der berühmteste hat das 18. Jahrhundert in helle Aufregung versetzt: Goethes "Leiden des jungen Werther". Mittlerweile sind die Nachrufe auf den geschriebenen Brief ja Legion. Man schreibt keine Briefe mehr. Man mailt und simst und twittert. Liebe im 140-Zeichen-Modus. Oder man ruft an. Aber so ein echter Briefroman ist das, was Ines Groß hier vorlegt, auch nicht. mehr…