Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche



Rockerkrieg: Ein Buch über Höllenengel und Banditen

Martin Schöler
Ein Buch über Höllenengel und Banditen: "Rockerkrieg" von drei Spiegel TV-Journalisten (Cover Ausschnitt)
Ein Buch über Höllenengel und Banditen: "Rockerkrieg" von drei Spiegel TV-Journalisten (Cover Ausschnitt)
Cover: DVA Sachbuch
Sie agieren im Verborgenen und sind doch öffentlich präsent. Hells Angels und Bandidos haben sich im vergangenen Jahrzehnt in Deutschland explosionsartig ausgebreitet. Ihre Konflikte verlaufen oft äußerst brutal. Sie drohen, erpressen und morden, kämpfen um Macht, gegeneinander und gegen den Staat. So zumindest zeichnen drei Spiegel-Journalisten in ihrem Reportage-Band "Rockerkrieg" ein in dieser Form bisher einmaliges Gesamtbild einer gefährlichen Subkultur.


Überall in der Bundesrepublik ringen Rocker um Einfluss - von Flensburg bis nach Konstanz. Die Deutschland-Karte haben Hells Angels und Bandidos längst unter sich aufgeteilt. In Leipzig haben die "Höllenengel" das Sagen. Wer in der Messestadt ein Bordell eröffnen möchte, braucht nicht nur die Genehmigung der Behörden. Ein ungeschriebenes Gesetz der Branche.

Verstrickungen von Politik, Polizei und Rotlicht im Buch von Jörg Diehl, Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer
Verstrickungen von Politik, Polizei und Rotlicht im Buch von Jörg Diehl, Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer
Cover: DVA Sachbuch
Vielerorts wird das Rotlicht-Gewerbe vom organisierten Verbrechen beherrscht. Hells Angels, Bandidos und ihre Unterstützer sind der wohl prominenteste Teil dieses ansonsten im Verborgenen agierenden Phänomens. Sie scheuen nicht das Licht der Öffentlichkeit, sondern inszenieren sich gerne als mächtige Straßengangs. Ihre Revierkämpfe enden oft blutig. So wie der Disko-Krieg, der Leipzig 2007 und 2008 erschütterte. Türsteher, die den Hells Angels nahe gestanden haben sollen, wurden wiederholt von einer Migrantengang um Artur T., damals Anfang 20, angegriffen.

Die "Artur-Bande", wie sie die "Süddeutsche Zeitung" nannte, stand wiederum den rivalisierenden Bandidos nahe. Ein blutiger Stellvertreter-Krieg, der 2008 letztlich in der Ermordung eines unbeteilgten Russland-Deutschen endete. Der Mann hatte das Pech, zur falschen Zeit an der falschen Tür zu stehen. Die Tat ist bis heute nicht aufgeklärt.

Auf die Leipziger Rocker kommen die Autoren Jörg Diehl, Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer ansonsten nicht zu sprechen. Warum auch? Die blutigen Grabenkämpfe zwischen den beiden großen Rockergangs finden andernorts statt. Berlin, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen entwickelten sich Ende der 2000er zu regelrechten Kampfzonen. Wer als Rocker einen falschen Schritt wagte, musste damit rechnen, im schlimmsten Fall sein Leben zu verlieren. Die Autoren zeichnen ein dezidiertes Bild von Hells Angels und Bandidos.

"Rockerkrieg" ist Ergebnis jahrelanger Recherchen in einem Milieu, in dem Journalisten so willkommen sind wie Blaualgen im Baggersee. Zum ersten Mal erhält der Leser eine flüssig geschriebene Chronik über blutige Auseinandersetzungen, die die vergangenen Jahre so manchem Innenminister den Schlaf raubten. Die Autoren enthüllen die Verstrickungen von Politik und Polizei im Umfeld der Rocker-Clubs und zeigen Schritt für Schritt, warum die Biker auch künftig eine ernstzunehmende Gefahr für den Rechtsstaat sind.

Mittlerweile wurden einige "Chapter" verboten, andere haben sich selbst aufgelöst. Wieder andere sind nach Verbot unter neuem Namen aktiv. Verändert hat dies alles bislang am Grund für die Existenz der Gangs wenig. In einer Mischung aus Bruderschaft und dem Ruch von Außenseitertum ziehen sie immer wieder neue Mitglieder an. Das Rocker-Problem dürfte Kriminalisten noch über Jahre beschäftigen. Oder bis zum jüngsten Tag. Im Buch finden die Beamten zumindest fundierte Hintergrundliteratur für das nötige Basiswissen dafür.



Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks



Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Mehr Platz in der Tarostraße: 54 neue Kita-Plätze im Erweiterungsbau des „Blauen Elefanten“

Die erweiterte Kita "Blauer Elefant".
Am Donnerstag, 16. Oktober, hat Bürgermeister Thomas Fabian den Erweiterungsbau der Kindertagesstätte „Blauer Elefant“ in der Tarostraße 17/19 offiziell dem Deutschen Kinderschutzbund als Träger der Einrichtung übergeben. Der Erweiterungsbau verknüpft eine Kapazitätserweiterung von 54 neuen Kindergartenplätzen mit der Schaffung eines neuen Mehrzweckraumes. mehr…

Am 24. und 25. Oktober bei Kallenbach in Gohlis: Ein Training für Ihre Lachmuskeln!

Plakat: Zwei wie Bonnie und Clyde.
Manni und Chantal haben ihr langweiliges Leben satt. Sie träumen von „Los Vegas“, Weltreisen und einem Leben in Saus und Braus. Was tun, wenn dazu das nötige Kleingeld fehlt? Ganz klar: Man überfällt einfach eine Bank! Manni schmiedet schlaue Pläne und Chantal ist ja auch nicht blöd… Der unerschütterliche Glaube an sich selbst führt beide in aberwitzige Situationen und durch haarsträubende Verwechslungsabenteuer. Ob sie am Ende ihr Glück finden? Überzeugen Sie sich selbst! mehr…

Die ganz unmögliche Liebe von Anna und Roger in einem E-Mail-Roman: Verm@ilt

Anja Nititzki: Verm@ilt.
Es gibt Erzählmuster, die sind mittlerweile so tief in unserer Literatur verankert, dass sie sich oft einfach aufdrängen, wenn Autorinnen und Autoren mal wieder über das Thema aller Themen schreiben wollen. Was Neues. Unbedingt. Es lässt uns nicht los. Und leise schmunzelnd schaut Johann Wolfgang von G. um die Ecke, wenn irgendwo ein neugieriger Leser Anja Nititzkis "Verm@ilt" aufblättert. Und nicht loskommt davon. mehr…

1. FC Lok vs. RB II 1:1 - Lok schnuppert an der Überraschung

Mit dieser riesigen Chance hätte Djamal Ziane den 1.FC Lok bereits in Führung bringen können.
Am Ende hat es für den 1. FC Lok nicht zur kompletten Überraschung gereicht. Beim 1:1 (0:0) gegen den ungeschlagenen Oberliga-Spitzenreiter RB Leipzig II war jedoch mehr drin. Hofmann hatte die Gastgeber vor 4.927 Zuschauern kurz nach der Pause in Führung gebracht, Siebeck glich Mitte der zweiten Hälfte aus. Die U23 feierte den Punkt letztlich wie einen Sieg. mehr…

Aus den Abgründen des Degrowth: Ein entschleunigter Kommentar zur Postwachstumsdebatte

Wie erfindet man eine neue Gesellschaft?
Die Degrowth-Konferenz ist vorbei. „Die was?“ werden sicherlich einige fragen, was angesichts der mäßigen öffentlichen Präsenz hinsichtlich eines so wichtigen Themas nicht ungewöhnlich ist. Bei der Konferenz, die Anfang September mit rund 3.000 Teilnehmern an der Universität Leipzig tagte, handelte es sich weder um ein weiteres Treffen der Wave-Gothic-Scene, noch um eine Messe für die neuesten Pflanzenvernichtungsmittel. mehr…

Straßenbahnhaltestelle Gottschallstraße: Warnschild und Markierung sollen kommen

Haltestelle Gottschallstraße: Die Autos vorn links stehen übrigens auch im Parkverbot.
Manchmal dauert's ein bisschen, bis eine Petition die oberen Verwaltungsetagen erreicht. Aber eine Petition aus Gohlis, die im Mai eingereicht wurde, kam im Juli tatsächlich in die Dienstberatung des Oberbürgermeisters. Und ihr wird Abhilfe geschaffen, teilt das Dezernat für Stadtentwicklung und Bau mit. Die Straßenbahnhaltestelle der Linie 12 an der Gottschallstraße bekommt einen Warnhinweis. mehr…

Audio - Stadtrat 15.10.2014: Erhöhung der Beförderungsentgelte für Taxen in Leipzig

Aus dem Leipziger Stadtrat.
Der Landesverband der Sächsischen Taxi- und Mietwagenunternehmer e.V. (LVS) hat im Juli 2014 in Hinblick auf den im Januar 2015 einzuführenden Mindestlohn eine Erhöhung der Beföderungsentgelte beantragt. Daraus ergeben sich für die Stadträte viele Fragen: Gibt es zu viele oder zu wenige Taxen in Leipzig? Welche Rolle spielt der Mindestlohn? Führt die Gebührenerhöhung zu sinkenden Fahrgastzahlen? Kann eine Qualitätssteigerung (mehr Service, Sicherheit, Freundlichkeit, Sauberkeit) helfen, das zu vermeiden? mehr…

Freund und Kupferstecher: Universitätskustodie widmet Johann Friedrich Bause eine Geburtstags-Ausstellung

Erinnerungstafel für die berühmten Bewohner der Großen Feuerkugel.
In trauter Gesellschaft steht auf der Bronzetafel mit Gotthold Ephraim Lessing, Ewald Christian von Kleist und Johann Wolfgang Goethe: Johann Friedrich Bause (1738–1814). Als hätten die drei Dichter und der Kupferstecher eine Art Männer-WG in der "Großen Feuerkugel" bewohnt, die 1943 Opfer der Bomben wurde. Heute steht dort am Neumarkt die Kaufhof Galerie. Nur die Bronzetafel erinnert an die berühmten Bewohner der "Feuerkugel". mehr…

Audio - Stadtrat 15.10.2014: Unterbringung von Asylbewerbern: Aktuelle Zahlen, geplante Standorte

Aus dem Leipziger Stadtrat.
Gleich zweimal stand die Unterbringung von Asylsuchenden in Leipzig auf der Tagesordnung des Oktober-Stadtrates. Ein Thema, das sowohl dem Stadtrat als auch die Verwaltung immer wieder vor neue Aufgaben und Herausforderungen stellt, da die Zahlen weiter steigen und so immer wieder neue Standorte für Unterkünfte gefunden werden müssen. Bürgermeister Thomas Fabian informiert über den aktuellen Stand und die weiteren Planungen. mehr…

Audio - Stadtrat 15.10.2014: "Wagenburg" Jahrtausendfeld: Aktuelle Situation und weiteres Vorgehen der Stadt

Aus dem Leipziger Stadtrat.
Seit 2012 gibt es - unter Duldung der Stadtverwaltung - den Wagenplatz am Jahrtausendfeld zwischen Karl-Heine-Straße und Aurelienstraße. Doch die Stadt will dort in den kommenden Jahren eine Grundschule bauen, also wurde zusammen mit den Bewohnern ein Alternativgrundstück gesucht. Der Umzug erfolgt nun im 2. Quartal 2015. mehr…

Bürgerinitiative in Mölkau gegründet: Stoppt die ICE-Trasse Leipzig - Chemnitz

Vorplanung der Strecke Leipzig-Chemnitz.
Wer die Studien der Leipziger Hitschfeld-Agentur liest, der weiß es eigentlich, wie sehr immer mehr Bürger die Nase voll haben von den Selbstbeschenkungs-Orgien medienaffiner Politiker, von überdimensionierten Straßenbauten, überteuerten Hochgeschwindigkeitstrassen, ausufernden Großflughäfen und ähnlichem Prahlwerk eines Jahrhunderts, das noch glaubte, man könne sich für all seine Ingenieurträume auch ruhig für Jahrhunderte verschulden. Ein solcher sächsischer "Traum" hat jetzt wohl 250 Gegner. mehr…

Audio - Stadtrat 15.10.2014: Zukunft sichern für das Projekt "Offener Garten Annalinde"

Aus dem Leipziger Stadtrat.
Seit 2011 gibt es in Plagwitz in der Zschocherschen Straße das Projekt "Offener Garten Annalinde". 2012 wurde es als fester Partner im Leipziger Gartenprogramm mit dem Deutschen Naturschutzpreis ausgezeichnet. Doch das danebenliegende Grundstück des früheren Jugendclubs "Victor Jara" soll zusammen mit weiteren an das Gartenprojekt verpachteten Flächen veräußert werden. Die Grünen-Fraktion will mit ihrem Antrag erreichen, dass diese Flächen nicht verkauft werden, sondern "dass ein im September zugesagter dauerhafter Nutzungsvertrag endlich zustande kommt." mehr…

Einschränkungen an der Antonienbrücke: Ab 21. Oktober werden die Teile der Hilfsbrücke angeliefert

Der westliche Damm für das provisorische Brückenbauwerk.
Für alle Verkehrsteilnehmer, die täglich über die Antonienbrücke müssen, wird es langsam ernst, teilt das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt mit. Seit Mai konnten sie schon zuschauen, wie nördlich der 40 Jahre alten Brücke, die das Gleisgelände vor dem Plagwitzer Bahnhof überspannt, ein gewaltiger Damm aufgeschüttet wurde. Über diesen Damm wird 2015 der Verkehr geleitet, wenn die alte Brücke abgerissen und für 6,6 Millionen Euro neu gebaut wird. mehr…

ÖPNV-Finanzierung im MDV: Von suspekten Hochrechnungen und tatsächlich fehlenden Visionen

Gerade für Investitionen im ÖPNV fehlen die Millionen.
Da waren tatsächlich die Krawalleros am Werk, als sie am Freitag, 17. Oktober, zum Generalangriff bliesen gegen einen fahrscheinlosen ÖPNV, als wenn der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) in der Sitzung des Fachausschusses Stadtentwicklung und Bau am Dienstag, 14. Oktober, genau das als alleiniges Allheilmittel für die Finanzprobleme bei LVB & Co. vorgeschlagen hätte. Hat er aber nicht. mehr…

Georg-Schumann-Straße: Westlicher Teil der Mauer an der Agentur für Arbeit wird abgerissen

Einsturzgefährdete Mauer an der Georg-Schumann-Straße.
Am Freitag, 24. Oktober, beginnt der Abriss des westlichen Abschnitts der Mauer an der Agentur für Arbeit in der Georg-Schumann-Straße, teilt das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig mit. Die Arbeiten sollen am 7. November abgeschlossen sein. Die Mauer befindet sich auf städtischem Grund und Boden. Sie müsse abgerissen werden, da sie seit längerem einsturzgefährdet sei, erklärt das Amt. Der Gehweg ist deswegen bereits teilweise gesperrt. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Die L-IZ-Suche.
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Anzeigen.
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Weltnest
Tüpfelhausen
Hafenbar
Zuletzt auf L-IZ.de veröffentlicht.
Alle Artikel von heute in der Tagesansicht.
Anzeigen.
Gewinnspiele & Aktionen.
Bücher:
Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher aus Leipzig.
Unser Senf
Anzeigen.
Größter Indoor-Spielplatz in Mitteldeutschland
Link-Tipps.
Forum Café LE
Bildblog