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Studenten aus England und Kanada forschen an der Uni Leipzig: Von heißen Nanoteilchen und Biopolymernetzwerken

Redaktion
Foto: Privat
Zwei junge Studenten aus Kanada und Großbritannien forschen derzeit im Rahmen des RISE-Programms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) am Institut für Theoretische Physik der Universität Leipzig. Der DAAD fördert im Rahmen dieses Programms kurzfristige Forschungsaufenthalte nordamerikanischer und britischer Studierender an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

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Hugo Brandão aus Montreal, der seit Mitte Juni in Leipzig über die Thema Brownsche Bewegung heißer Nanoteilchen wissenschaftlich arbeitet, wird am kommenden Sonntag seinen Aufenthalt an der Alma mater offiziell beenden. Er hatte zuvor einen zweiwöchigen Deutschkurs des DAAD in Berlin belegt. Brandão habe sich kürzlich im Prüfungssekretariat über den Internationalen Master-Studiengang in der Physik informiert, sagte Prof. Klaus Kroy vom Institut für Theoretische Physik, in dessen Arbeitsgruppe die ausländischen Studenten mitarbeiten. Nach dem Forschungsaufenthalt in Leipzig erwäge Brandão, seinen Master-Abschluss an der Universität Leipzig zu machen.

Michael Lindon aus England, der seit Anfang Juli an der Universität Leipzig ist und die Dynamik von Biopolymernetzwerken erforscht, wird bis zum 9. September in Leipzig bleiben. Beide RISE-Studenten werden von fortgeschrittenen deutschen Doktoranden thematisch betreut. Für Brandão ist das Daniel Rings und für Lindon der letztjährige BuildMoNa-Award Gewinner Lars Wolff, die in der Arbeitsgruppe von Prof. Kroy tätig sind.

Die RISE-Studenten Hugo Brandão (links) und Michael Lindon.
Die RISE-Studenten Hugo Brandão (links) und Michael Lindon.
Foto: Privat
Die beiden ausländischen Studierenden haben im vergangenen Monat an dem vom DAAD organisierten Treffen der diesjährigen RISE-Studenten in Heidelberg und Karlsruhe teilgenommen, wo Brandão einen Vortrag über sein Forschungsprojekt hielt. "Nachdem es so gut lief und wir so tolle Studenten bekommen haben, werden wir bestimmt bald wieder am RISE-Programm teilnehmen und können es auch sehr weiterempfehlen", sagte Prof. Kroy. Der DAAD fördert im Rahmen dieses Programms kurzfristige Forschungsaufenthalte nordamerikanischer und britischer Studierender an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die ausländischen Studierenden haben mindestens das zweite Jahr ihres undergraduate Studiums an einer amerikanischen, kanadischen oder britischen Hochschule abgeschlossen und sollen deutsche Doktoranden im Rahmen eines zwei- bis dreimonatigen Deutschlandaufenthaltes in ihrer wissenschaftlichen Arbeit unterstützen.

Gefördert werden die Fachgebiete Biologie, Chemie, Physik, Geo-, Ingenieur- und Lebenswissenschaften. RISE wurde mit Mitteln aus dem European Recovery Program (ERP) des Bundeswirtschaftsministeriums ins Leben gerufen und wird nun mit Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert. Organisationen und Unternehmen aus Kanada, den USA und Deutschland unterstützen das Programm. Für die rund 1600 Bewerber gab es dieses Jahr 300 Stipendien. Auf das Angebot des Leipziger Instituts für Theoretische Physik, zwei ausländische Forschungsassistenten zu betreuen, hatten sich zahlreiche angehende Wissenschaftler mit ihren Exposés beim DAAD beworben. Dieser suchte die besten Bewerber aus und vermittelte sie an die Universität Leipzig. Dort wurden schließlich Brandão und Lindon ausgewählt. Für beide war neben der wissenschaftlichen Neugier auch die Aussicht, Deutschland und die deutsche Sprache kennenzulernen, eine wesentliche Motivation für die Bewerbung.

www.physik.uni-leipzig.de
www.daad.de/rise/de


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