Umweltforschungszentrum lädt ein zum Mitmachprojekt: Finde den Wiesenknopf
Redaktion
15.06.2012
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling auf Großem Wiesenknopf.
Foto: André Künzelmann/UFZ
Mit einer Exkursion über Wiesen am Rande Leipzigs haben Wissenschaftler ein neues Projekt gestartet, das Daten zum Großen Wiesenknopf sammeln wird, um die Rolle dieser Pflanze im Ökosystem Wiese zu untersuchen. Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) ist für viele Insekten und andere Wirbellose eine wichtige Nahrungsgrundlage, darunter auch für besonders gefährdete Tagfalter wie die Wiesenknopf-Ameisenbläulinge. Ohne diese Pflanze können diese Schmetterlinge nicht überleben.
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Im Rahmen des Tagfaltermonitoring Deutschlands sammeln seit 2005 über 500 Freiwillige bundesweit Daten über Schmetterlinge. Dieses Beobachtungsnetz soll jetzt im Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt ERDE durch ein Monitoring des Wiesenknopfs ergänzt werden, das vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. „Citizen Science", Wissenschaft zum Mitmachen, ist ein Ansatz, der immer mehr an Bedeutung gewinnt und der in der aktuellen Ausgabe des UFZ-Newsletters ausführlich vorgestellt wird.
Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) ist eine typische Grünlandpflanze, die von vielen Insekten als Nahrungspflanze genutzt wird. Die Blühphänologie, der Lebensraum und insbesondere die Blütenbesucher des Großen Wiesenknopfes sollen auf der Webseite www.ufz.de/wiesenknopf/ eingegeben werden.
Feuchtwiese mit Großen Wiesenknopf in der Leipziger Umgebung.
Foto: André Künzelmann/UFZ
Den Lebensräumen des Wiesenknopfes kommt eine besondere Bedeutung für den europaweiten Artenschutz zu - besonders auch dadurch, dass es sich um landwirtschaftlich genutzte Flächen handelt. Zwei prominente Besucher des Großen Wiesenknopfes sind der Helle und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling Maculinea teleius und Maculinea nausithous. „Wir wollen daher wissen, wann und wo in Deutschland der Große Wiesenknopf blüht und welche Insekten ihn besuchen", sagt Agrarökologe Dr. Josef Settele vom UFZ, der das Projekt zusammen mit seinen Hallenser KollegInnen ins Leben gerufen hat.
Der Ameisenbläuling bezaubert wie viele Tagfalter durch seine farbenfrohen Flügel. Anders jedoch als die bekannte Raupe Nimmersatt fressen sich die Raupen des Ameisenbläulings nicht durch das Blattwerk von Pflanzen bis sie sich einen Ort zum Verpuppen suchen, sondern wählen einen anderen Weg. Sie überlassen ihre eigene Verpflegung und ihren Schutz einer anderen Spezies. Sobald die Raupen des Ameisenbläulings eine gewisse Größe erreicht haben, lassen sie sich zu Boden fallen und warten bis eine bestimmte Ameisenart, die so genannten Knotenameisen, sie aufsammelt und in ihren Bau trägt.
Dabei nutzen die Raupen ein chemisches Täuschungsmanöver, welches die Ameisen glauben lässt, sie würden ihre eignen Larven versorgen. Einmal im Nest angelangt, fangen die Raupen entweder an, Eier und Larven der Ameisen zu verzehren, oder sich wie Kuckuckskücken von den Arbeiterinnen der Ameisen füttern zu lassen. Wenn sie ausreichend genährt wurden, verpuppen sie sich und verwandeln sich in wunderschöne, blau schimmernde Schmetterlinge.
Informationen über den Bestand von Arten wie den Ameisenbläulingen zu bekommen funktioniert flächendeckend nur Dank der Mithilfe von hunderten Freiwilligen, die ehrenamtlich die Natur beobachten, Daten sammeln und es so ermöglichen, langfristige Trends zu erkennen. Moderne Kommunikationsmittel wie Internet oder Fotohandys helfen dabei. So haben beispielsweise über 6.500 Freiwillige in ganz Europa beim „Evolution Megalab" Bänderschnecken beobachtet, um die Anpassung der Schneckengehäuse an den Klimawandels zu studieren.
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Bereits in der Nacht zum 16. Mai verübten Unbekannte einen Anschlag auf eine Leipziger Niederlassung der "Trenkwalder Personaldienste GmbH" in der Karl-Liebknecht-Straße. Die Täter warfen Pflastersteine in die Fensterscheiben der Büroräume. Am Eingang des Gebäudes prangte der fehlerhafte Schriftzug "Leiharbeit kaput". Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. mehr…
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Am Freitag, 24. Mai, lädt die Halle 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst um 19 Uhr zu einem Artist Talk ein. Künstlerinnen aus Leipzig, Straßburg und Venedig geben in englischer und deutscher Sprache Einblicke in ihre Arbeiten. Im Anschluss wird der temporäre Frühlingsgarten des gemeinnützigen Kunstzentrums auf der Leipziger Baumwollspinnerei eingeweiht. Der Eintritt ist frei. mehr…
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Was haben Hans Sachs und Hieronymus Lotter miteinander zu tun? Beide waren Franken, gebürtige Nürnberger, vielleicht Buddelkastengefährten. Sie lebten in der Zeit Martin Luthers zwischen Spätmittelalter, Renaissance und Neuzeit. Hans Sachs wollte die Welt mit Schuhen und mit Meistergesang verbessern. Hieronymus Lotter schmeichelte sächsischen Landesherren, handelte mit Metall und Tuchen, und war acht Mal Leipziger Bürgermeister im Ehrenamt. mehr…