Bittere Pille für Uni Leipzig: Dresden wird Elite-Uni - Leipzig verliert Förderung für Graduiertenschule
Matthias Weidemann
18.06.2012
Uni-Campus Leipzig: Paulinum.
Foto: Ralf Julke
Als erste und einzige Hochschule der neuen Bundesländer darf sich die TU Dresden für die nächsten fünf Jahre „Exzellenzuniversität“ nennen. Laut Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) erhält die TU damit bis 2017 zusätzlich rund 140 Millionen Euro, wovon ein Viertel vom Land zu entrichten ist. Zudem werde die Hochschule vom Stellenabbau ausgenommen.
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Während auch die TU Chemnitz mit ihrer Bewerbung als Exzellenzcluster erfolgreich war, fließen in Leipzig über den Verlust der bisherigen Förderung einer Graduiertenschule Tränen.
Die Graduiertenschule "Leipzig School of Natural Sciences - Building with Molecules and Nano-objects (BuildMoNa)" wird künftig nicht mehr im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Das gab die Gemeinsame Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates am Freitag, 15. Juni, in Bonn bekannt. Die Graduiertenschule hatte einen Fortsetzungsantrag zur Förderung ihrer universitären Spitzenforschung bis Ende Oktober 2017 gestellt.
Uni-Campus Leipzig: Innenhof.
Foto: Ralf Julke
„Dies ist für die Universität Leipzig und vor allem für unsere exzellenten Forscher im Bereich der Materialwissenschaften und für unsere hervorragende Nachwuchswissenschaftlerqualifizierung eine bittere Pille. Wir sind enttäuscht", sagte die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking, in einer offiziellen Pressemitteilung. Dennoch werde mit BuildMoNa weiterarbeiten, kündigte sie an.
Auch der Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Leipzig, Prof. Dr. Matthias Schwarz, zeigte sich von der Entscheidung enttäuscht: "Die Förderung junger Nachwuchs-Wissenschaftler hat für die Universität Leipzig einen herausgehobenen Stellenwert. Deshalb trifft uns diese Entscheidung von DFG und Wissenschaftsrat besonders hart. Trotzdem wird die Universität Leipzig ihre hochqualifizierte Ausbildung junger Nachwuchswissenschaftler fortsetzen", betonte er.
Ein entsprechendes Konzept solle in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden. Die 2007 eröffnete Graduiertenschule konzentriert sich auf die interdisziplinäre Ausbildung von jungen Nachwuchswissenschaftlern, basierend auf fachübergreifender, exzellenter Forschung. Die wissenschaftliche Strategie ist das "Bauen mit Molekülen und Nanoobjekten (BuildMoNa)".
Der „Liebesentzug“ ist insofern auch hart, als dass BuildMoNa durchaus spektakuläre wissenschaftliche Erfolge vorzuweisen hat. Wie zum Beispiel Markus Selmke und Marco Braun, Doktoranden der Universität Leipzig. Den beiden Wissenschaftlern ist ein Durchbruch bei der Erforschung neuartiger Mikroskopietechnik gelungen. Selmke und Braun, Mitglieder der Forschergruppe 877 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beziehungsweise der Graduiertenschule BuildMoNa, haben die Grundlagen für das Aufspüren sogenannter heißer Nanoteilchen gelegt. Ihre neue Mikroskopietechnik ermöglicht es, diese winzigen Teilchen unterhalb der optischen Auflösungsgrenze sichtbar zu machen, indem man sie mit einem Laser leicht aufheizt. In dem umgebenden Material entsteht dabei eine Art Fata Morgana, die dann mit Hilfe eines zweiten Lasers genau verfolgt werden kann. Diese sogenannte photothermische Mikroskopie an einzelnen Goldnanopartikeln eröffnet ein weites Feld neuer Anwendungen von der Chemie, über die optische Datenverarbeitung bis hin zur Tumortherapie. Eine bahnbrechende Arbeit, der nun für zukünftige Forschungserfolge auch das entsprechende und bitter benötigte Geld fehlen wird.
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Es wird viele Frauen geben, die sich über dieses Buch richtig freuen werden: Es ist nicht nur Ratgeber, sondern auch Mutmacher - und keineswegs nur nebenbei auch ein Aufrüttler. Es hätte auch als Titel drüber stehen können: "Lasst euch nicht mehr fremdbestimmen!" Es ist eine kompetente und tiefgreifende Kritik am heutigen Gesundheitswesen und der Übermacht der Pharmakonzerne. mehr…
Nachdem das Saisonziel erreicht ist, versuchen Fans und Präsidium des 1. FC Lok weiter an allen Fronten, Geld für den Verein zu beschaffen. Während die Fans auf gutem Wege sind, ein Benefizspiel gegen den FC Schalke 04 zu erwetten, bittet das Präsidium Fans und Sympathisanten um ihr reichlich vorhandenes Herzblut. mehr…
Hakenkreuzarmbinden an Uniformen im Audimax am Augustusplatz. Und es ging nicht in aller Theorie um das Godwin-Gesetz, wonach alle Chats irgendwann zum Thema Hitler kommen. Nein, es waren Theaterkostümteile, passend, weil Wagners Werk als Familienchronik dargeboten werden sollte. mehr…
Am 21. Mai ist mal wieder „Report Mainz“-Zeit im ersten deutschen Fernsehen. Und erneut ist ab 21:55 Uhr Sachsen ein Thema. Besser der Lauf der Behörden im Jahre 2000, eine Zeit, in der es noch keine Mordserie gab, dafür ein flüchtiges Trio aus Jena, welches sich in Sachsen herumtreiben sollte. Und Unterstützer, die ihnen dabei hilfreich zur Seite standen. Alles in allem also eine Gruppe. Bis heute wird darum gestritten, wie und wann den Behörden welche Einschätzungen zur Verfügung standen. Ein Zeit-Dokument dazu liege nun der „Report“-Redaktion vor. Und das Sächsische Innenministerium reagierte heute erstaunlich schnell. mehr…
Fußball ist in Deutschland längst keine Nebensache mehr. Ganz akademisch werden Nachwuchstalente auf ihre Profikarriere vorbereitet. So auch in Berlin bei Hertha BSC. Die F-Jugend des SV Lindenau 1848 schaute sich zu Pfingsten die Nachwuchsakademie auf dem Berliner Olympiapark an. Und unterlag der U9 von Hertha in einem Freundschaftsspiel mit 4:7. mehr…
Er war eigentlich noch nicht so alt, was die Sache irgendwie noch ein wenig unerklärlicher macht. Jedenfalls fuhr der 46-jährige LVB-Mitarbeiter die Straßenbahn der Linie 10 auf der Karl-Liebknecht-Straße stadteinwärts, als er wohl gemerkt haben muss, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Jedenfalls brachte er auf der Höhe Steinstraße seine Straßenbahn zum stehen und brach anschließend im Fahrgastraum zusammen. mehr…
Über die aktuellen Gründe liegen noch keine Erkenntnisse vor, als MDR Info am Dienstag, 21. Mai, meldet: „In einem Leipziger Jobcenter ist eine Mitarbeiterin brutal angegriffen worden. Wie die Polizei mitteilte, schlug ein Mann mit einem Hammer auf die Frau ein. Sie wurde dabei schwer verletzt.“ Der Angreifer habe bereits Hausverbot gehabt und sei „bereits mehrfach auffällig geworden“. mehr…
Im Jahr 2013 begeht Leipzig nicht nur den 200. Jahrestag der Völkerschlacht oder den Geburtstag Richard Wagners, 2013 jährt sich auch die Gründung der Schola Cantorum zum 50. Mal. Dies ist Grund und Anlass für die Mitglieder und Mitarbeiter des Kinder- und Jugendchores der Stadt Leipzig, einen Blick in die spannende und wechselvolle Geschichte des Ensembles zu werfen. Und natürlich zu feiern. Die wichtigsten Festkonzerte in Leipzig sind im Juni. mehr…
Wagner kann einen närrisch machen. Oder besonnener. Am 22. Mai werden eine Reihe Leute in Leipzig wieder ganz närrisch, schütteln sich die Hände, enthüllen ein Denkmal, lauschen im strengen Anzug einem Festkonzert oder klatschen Beifall, wenn im Opernhaus der Schriftsteller Friedrich Dieckmann den ersten Richard-Wagner-Preis bekommt. mehr…
Der 1. August naht. Es sind nur noch etwas mehr als zwei Monate. Und ziemlich sicher ist schon abzusehen, dass Leipzig den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für die unter Dreijährigen nicht wird erfüllen können. Die Stadtverwaltung gab sich im November 2012 zwar sehr ambitioniert, die Bedarfsdeckung durch Neubauten, Kapazitätserweiterungen und Modul-Kitas doch noch zu erfüllen. Aber die meisten geplanten Einrichtungen stehen 2013 nicht zur Verfügung. Die Eltern zeigen sich natürlich entsprechend besorgt. mehr…
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