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Neue Wege der Energieversorgung: Zwei Nachwuchsforschergruppen starten an der Universität Leipzig

Redaktion
Lessingbüste im Foyer des Augusteums.
Lessingbüste im Foyer des Augusteums.
Foto: Ralf Julke
Vor dem Hintergrund der Klimaproblematik und der fossilen Ressourcenverknappung sehen Forscher die Zukunft in einer regenerativen und nachhaltigen Energieversorgung. Zwei neue Nachwuchsforschergruppen beschäftigen sich daher künftig an der Universität Leipzig mit neuen Technologien und Konzepten der effizienten Energieumwandlung, -speicherung und -nutzung.


„Die Erforschung neuer und nachhaltiger Wege der Energieversorgung ist von großer Bedeutung für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Die Forschungsprojekte an der Universität Leipzig bereiten damit hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler für eine Tätigkeit in der energieorientierten sächsischen Wirtschaft vor. Dadurch kann die Konkurrenzfähigkeit des sächsischen Photovoltaik- und Energie-Standortes nachhaltig und langfristig gestärkt werden“, erklärt Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer.

Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die Projekte mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen. Für die beiden Nachwuchsforschergruppen wird ein Gesamtvolumen von rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Lessingbüste im Foyer des Augusteums.
Lessingbüste im Foyer des Augusteums.
Foto: Ralf Julke

Die Nachwuchsforschergruppe „Angewandte und Theoretische Molekulare Elektrochemie als Schlüssel für neue Technologien im Bereich der Energieumwandlung und -speicherung“ erhält knapp 650.000 Euro. Sie umfasst vier promovierte Nachwuchswissenschaftler und vier Doktoranden. Gemeinsam mit Firmen und außeruniversitären Instituten sollen neue innovative Wege der Energieumwandlung und –speicherung beschritten werden. Dabei fokussiert sich die Nachwuchsforschergruppe auf die Grundlagenforschung im Bereich der molekularen Elektrochemie. Ziel ist es, neue Impulse und effiziente Konzepte in den Bereichen organischer Photovoltaik, photokatalytischer Wasserspaltung, Festkörperelektrolyt-Brennstoffzellen und Batterien zu entwickeln.

Eine weitere Nachwuchsforschergruppe forscht in den kommenden zwei Jahren zu dem Thema „Effiziente Energienutzung: Neue Kozepte und Materialien“. Die Nachwuchsforschergruppe beschäftigt sich mit drei Schwerpunktthemen: Der kontrollierte und verlustlose Transport von Energie, nanostrukturierte Materialien für die Energiespeicherung und „Energy Harvesting“, das heißt Energiegewinnung aus der Umgebung. Für dieses Vorhaben wird der Forschungsgruppe knapp 850.000 Euro zur Verfügung gestellt. Dabei sollen neun Doktoranden und ein promovierter Nachwuchswissenschaftler an dem Projekt arbeiten.

In der EU-Förderperiode 2007-2013 stellt der Freistaat Sachsen insgesamt über die ESF-Richtlinie Hochschule und Forschung des SMWK den sächsischen Hochschulen und der Staatlichen Berufsakademie Sachsen rund 170 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes zur Verfügung. Davon werden rund 85 Millionen Euro für die Förderung von Nachwuchsforschergruppen verwendet. Ziel der Nachwuchsförderung ist hierbei insbesondere der Transfer von Wissen und Technologie zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, um wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst schnell in die Praxis zu überführen und die sächsische Wirtschaft frühzeitig auf den steigenden Bedarf an Fachkräften einzustellen.

www.physik.uni-leipzig.de



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