2009. Was kommt? – Vielleicht mehr Hochachtung für Lehrer
Redaktion
03.01.2009
„Die Lehrerausbildung muss an Sachsens Universitäten zur Chefsache werden", forderte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange zum Jahresende. Lehrer würden in der Regel fürs eigene Land ausgebildet. Da hätten Hochschulen eine besondere Verpflichtung.
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Nämlich der Gesellschat gegenüber, sagt sie. „Wer die schlechte Ausbildung von Abiturienten z. B. in Mathematik beklagt, sollte prüfen, wie gut die eigene Lehramtsausbildung ist."
Die Lehramtsausbildung werde zu oft als "lästige" Dienstleistung betrachtet und nicht als Kernaufgabe, obwohl fast alle Fakultäten beteiligt seien, so Stange. Immerhin fast 7 Prozent aller sächsischen Studierenden seien derzeit in den Lehramtsstudiengängen eingeschrieben.
„In den kommenden Jahren werden die Ausbildungskapazitäten steigen müssen, da vor allem Grund- und Mittelschullehrer ersetzt werden müssen", stellt die Ministerin fest. Deren Bedarf werde sich nach 2010 in einzelnen Fächern mehr als verdoppeln. Darauf müssten die Universitäten vorbereitet sein, um entsprechend reagieren zu können. „Eine Universität allein wird den steigenden Bedarf nicht decken können."
Die Ministerin verwies vor diesem Hintergrund darauf, dass die Zentren für Lehrerbildung an den Universitäten weiter gestärkt und zu Kompetenzzentren auch für die Forschung ausgebaut werden müssten. Mit ihrer Verankerung im neuen Sächsischen Hochschulgesetz sei bereits ein wichtiger Schritt zu deren Aufwertung gegangen worden.
„Sachsens Hochschulen sollte die Ausbildung qualitativ guter Lehrkräfte ureigenste und wichtigste Verpflichtung sein. Sie beeinflussen damit nicht nur die Qualität des sächsischen Schulsystems, sondern letztlich auch die der Studienanfänger selbst."
Die Ministerin appellierte darüber hinaus an alle Beteiligten dabei mitzuhelfen, den Beruf des Lehrers/der Lehrerin in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich aufzuwerten. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung sei unmittelbare Voraussetzung für eine solche Aufwertung. „Ohne gute Lehrer wird es in Sachsen künftig auch an qualifiziertem Nachwuchs mangeln", so Dr. Stange.
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