Lebenslanges Lernen: Kongress zu Bildung und Erziehung im 21. Jahrhundert in Leipzig
Redaktion
15.06.2009
Fachkongress zu Bildung und Erziehung.
Unter dem Motto "Gegenwart gestalten, um Zukunft zu bilden. Herausforderungen für Bildung und Erziehung im 21. Jahrhundert" steht der zweite Leitkongress der Universität Leipzig anlässlich ihres 600-jährigen Bestehens. Er findet vom 18. bis 20. Juni statt.
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Renommierte Experten wollen dabei in Leipzig über Lernmethoden von der frühen Kindheit bis in hohe Lebensjahrzehnte diskutieren. "Wir wollen mit diesem Kongress auch die breite Öffentlichkeit ansprechen, vor allem Eltern, Schüler, Jugendliche und Berufseinsteiger. Bildung ist ein Thema für alle Generationen", so der Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, Prof. Dr. Harald Marx.
Mit den "Leipziger Thesen für Bildung und Erziehung im 21. Jahrhundert" soll der Fachkongress einen Impuls für Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik setzen. Erwartet werden neben zahlreichen Wissenschaftlern auch der Präsident des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft, Dr. Arend Oetker, und die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange.
"Bildung und Erziehung sind Schlüsselthemen und fordern wissenschaftliche Erkenntnis, kulturelle Kreativität und politische Gestaltungskraft im 21. Jahrhundert nachhaltig und umfassend heraus", sagt der Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, Prof. Dr. Harald Marx. Er ist zugleich Projektleiter des dreitägigen Symposiums, das die Universität in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Leipzig unter Leitung von Dr. Siegfried Haller veranstaltet.
Am Samstag, 20. Juni, um 11 Uhr gibt es eine öffentliche Diskussion.
Montage: LIZ
Der Kongress ist neuen Bildungsansätzen auf der Spur und thematisiert auch die verschiedenen biografischen Etappen eines Bildungsprozesses. "Von der frühen Kindheit bis zum lebenslang Lernenden erfahren tradierte Figuren bisheriger Erziehungsprozesse gewichtige Veränderungen; neue Figuren entstehen", so Marx weiter.
Die PISA-Studien hätten empirische Belege geliefert, nach denen junge Menschen in den Bereichen schriftsprachlichen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Denkens und Handelns international allenfalls durchschnittliche Kompetenzen erkennen lassen und diese national zudem starke Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern aufweisen.
"Eine Überprüfung des Begabungspotenzials hat hingegen ergeben, dass dieses bei den in Deutschland lebenden Schülern signifikant größer ist als deren gemessene Leistungen", sagt Professor Marx. "Daraus wird deutlich, dass Schüler über mehr Fähigkeiten verfügen als sie zeigen, zeigen müssen oder von ihnen im schulischen Alltag abverlangt werden." Dieses passive Begabungspotenzial frühzeitig zu erkennen und Ursachen aufzuzeigen, den den Abruf des Potenzials befördern oder behindern, ist eine der Aufgaben des Symposiums.
Der Fachkongress steht interessierten Bürgern zur kostenlosen Teilnahme offen. Besonders von Interesse sind sicherlich Themen wie "Die Gestaltung von Übergängen innerhalb des gegliederten Schulsystems", "Begabungsförderung: Maßnahmen in der Schule und ihre Wirksamkeit", "Die Krisen und Risiken von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor dem Hintergrund verschiedener Lebenslagen" oder "Aspekte des lebenslangen Lernens", dessen Grundlagen nach Expertenmeinung bereits in der Kindheit gelegt werden.
Der Kongress endet mit einer Podiumsdiskussion am Samstag, 20. Juni, um 11 Uhr im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig. Es diskutieren: Dr. Arend Oetker (Unternehmer und Präsident des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft), Dr. Eva-Maria Stange (Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Sachsen), Prof. Dr. Martin Baethge (Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen, SOFI), Prof. Dr. Hans Bertram (Humboldt Universität Berlin), Prof. Dr. Philipp Gonon (Universität Zürich), Prof. Dr. Franz Häuser (Rektor der Universität Leipzig), Prof. Dr. Harald Marx (Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät Leipzig) und Moderator Bernd Hilder (Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung).
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