Mein Leipzig lob’ ich mir! Neruda-Schüler malen schon einmal für die Kleine Leipziger Notenspur
Redaktion
21.07.2009

Bilder für die Notenspur.
Die Leipziger Notenspur soll nicht nur ein Projekt für Erwachsene werden. Auch Kinder und Jugendliche sollen mit dem Projekt die große Leipziger Musiktradition entdecken. Und das können sie am besten, wenn sie schon von Anfang an eingebunden sind in die Entstehung der Spur. Wie jetzt die Knirpse aus der Neruda-Schule.
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Nach welcher Jahreszeit hat Robert Schumann seine Sinfonie benannt, die ihn berühmt machte? Diese und andere Fragen werden künftig Kinder zu musikalischen Entdeckungen auf der Leipziger Notenspur einladen. Tatkräftig unterstützt werden sie dabei von einem gewissen Toni, dem i-Punkt der Töne und Notenspur-Maskottchen.
Kinder sollen auf der Notenspur spielerisch Anknüpfungspunkte für eigene Erfahrungen mit klassischer Musik finden. Schließlich lebten viele der Leipziger “Notenspur-Komponisten“ wie Richard Wagner, Clara Wieck, Robert Schumann, Edvard Grieg, Leos Janacek und Georg Philipp Telemann in Leipzig als Kinder, Jugendliche und Studenten.
Auch Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Gustav Mahler und Max Reger hatten die Vierzig noch nicht erreicht, als sie ihre Leipziger Ämter antraten. Viele “Komponisten-Kinder“ wurden hier geboren.

Wie sieht Musik aus? Kinder der Klasse 3c der Leipziger Pablo Neruda Schule in der Notenspur-Projektwoche.
Foto: Notenspur-Initiative
Um die selbstständige Beschäftigung mit der Musikstadt Leipzig zu fördern, gestalteten die Schüler der Pablo-Neruda-Schule im Rahmen der Projektwoche “Mein Leipzig lob’ ich mir!“ für den geplanten Internetauftritt Collagen, Bilder und Fotos zu ausgewählten Stationen der Leipziger Notenspur.
Vorgeschlagen worden ist die Idee einer kindgerechten Notenspur-Variante im Oktober 2006 von Notenspur-Initiator Werner Schneider. Im Frühjahr 2007 hat sich in enger Zusammenarbeit mit dem Leipziger Kinderbüro eine ehrenamtliche Projektgruppe zur Erarbeitung von Bausteinen des Kinderangebotes “Kleine Leipziger Notenspur“ zusammengefunden. Christine von Gropper (Leipziger Kinderbüro), Dr. Tatjana Böhme-Mehner (Musikwissenschaftlerin) und Dr. Petra Dießner (frühere Geschäftsführerin Schumann-Verein) waren maßgeblich an der Erarbeitung des “Notenspur-Entdeckerpasses“ beteiligt.
Dem partizipatorischen Ansatz der Leipziger Notenspur folgend, wurden die Texte mit Kindern für Kinder entwickelt. Bei der richtigen Lösung von Aufgaben und Rätseln warten in den beteiligten Musikinstitutionen künftig kleine Preise auf die Notenspur-Entdecker. Das im Sommer 2008 von Moosbauer & Huennerkopf Kommunikationsdesign gestaltete Kinder-Logo “Kleine Leipziger Notenspur“ sowie das Maskottchen Toni verleihen dem kinderfreundlichen Angebot schon jetzt ein Gesicht. Für die Kinder-Spur werden Teilabschnitte der vorhandenen Leipziger Notenspur als für die Entdeckung mit Kindern besonders geeignet gekennzeichnet werden.

Der Notenspur-Toni.
Bild: Notenspur Initiative
Da sich Musik durch ein Hörerlebnis erschließt, wird auch das “Hören“ und “zum Klingen bringen“ ein wesentlicher Bestandteil der “Kleinen Leipziger Notenspur“ sein. Musik zum Anfassen und Ausprobieren wird es z. B. im neu gestalteten Klanglabor des Museum für Musikinstrumente geben. Tonbeispiele und Musikrätsel werden künftig im mp3-Format im Internet zum Download bereitstehen.
Das Kinderangebot unterstützt die Bemühungen verschiedener Musikinstitutionen, gezielt auf die Musikliebhaber von morgen zuzugehen. Außerdem ist es ein deutliches Signal gegen die Begrenzung der klassischen Musik auf so genannte “Musentempel“ und die Generation 50plus. Schließlich trägt die “Kleine Leipziger Notenspur“ dem Bemühen Leipzigs Rechnung, Aktivitäten für Familien und Kinder unter dem Schlüsselwort “Junge Stadt“ besonders zu fördern.
Die “Kleine Leipziger Notenspur“ passt gut zu dem Innenstadt-Spielraumkonzept “Spielen am Wege“. Innerhalb des Verkehrsringes um die “City“ können die Anliegen der Leipziger Notenspur-Initiative und des SpielRaum-Konzeptes gebündelt werden. Mit der interaktiven Rätselinstallation “Notenwand“ sowie mit dem “Notenspur-Entdeckerpass“ wird der Anspruch bespielbaren öffentlichen Raumes über diese Grenze hinaus in die innere Ostvorstadt hineingetragen, was die Stadtplaner wegen der dortigen Entwicklungsdefizite besonders zu schätzen wissen.
Am 29. August, dem Gewandhaustag, wird das Notenspur-Maskottchen Toni seinen ersten großen öffentlichen Auftritt haben. An Einzelheiten der Kinder-Aktion wird noch gefeilt.
www.notenspur-leipzig.de
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