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Sachsens beste Schülerzeitung gesucht: Der Abgabetermin rückt näher

Redaktion
Jugendpresse Sachsen Schülerzeitungen
Jugendpresse Sachsen Schülerzeitungen
Bild: jugendpresse.de
Im vergangenen Jahr gab es erneute Sonderzahlungen an sächsischen Schulen für neue Zeitungsprojekte. Für gedruckte Schülerzeitungsprojekte. Doch auch im Netz gibt's 2010 Preise zu haschen. Bis 23. April müssen Artikel, Zeitungen und Webseiten zur Bewertung eingereicht sein, um am Jugendjournalistenpreis 2010 teilnehmen zu können.

Gestalter im Handwerk
Gestalter im Handwerk Zweijähriger berufsbe-
gleitender Studiengang

Es wird Zeit. Höchste schon ein wenig, wenn es um den 6. Jugendjournalistenpreis des Landes Sachsen geht. Das Kultusministerium des Landes und der Jugendpresse Sachsen e.V. suchen die besten Nachwuchsjournalisten und Einsendeschluss ist der 23. April 2010. Teilnehmen können alle Schülerzeitungs-Redaktionen und Einzel-Autoren, die an Sachsens Schulen tätig sind. Und vorzulegen sind Einzelbeiträge aufstrebender Jung-Journalisten im Schulalter, Autoren kraftvoller Texte voller Mut und frischer Überzeugungskraft.

Vor allem für einen einmaligen Sonderpreis mit der Ausrichtung: "20 Jahre Friedliche Revolution". Dies könnte junge Menschen in der Tat zur Spurensuche in den Jahren kurz vor den Leipziger Demonstrationen, Ängsten vor und nach der Wende, Verschüchterung im Angesicht neuer Chancen und ihren ganz eigenen Fragen, Repressionen durch Staat und Geld sowie der geheimen Freiheit davor und danach anregen. Recherchen sind hier wohl angenehmerweise Pflicht. Zumindest ist der Titel des Sonderpreises weitgehend ideologiefrei gefunden und die Forschung neuer Köpfe über das Kommen und Gehen der letzten zwei Jahrzehnte kann beginnen. Denn noch sind gut 1,5 Monate Zeit bis zur Abgabe.

Die JMG Times des Julius-Motteler-Gymnasiums in Crimmitschau: Sieger 2009
Die JMG Times des Julius-Motteler-Gymnasiums in Crimmitschau: Sieger 2009
Bild: Screen Startseite jmg-times.de.ms

Schirmherr des Wettbewerbs und Kultusminister Roland Wöller zur 6. Auflage der Leistungsschau: "Schülerzeitungen bereichern den Schulalltag. Sie dienen als Sprachrohr der Schüler und greifen Themen auf, die eine lebhafte Diskussionskultur schaffen. Dahinter steckt viel Arbeit, Kreativität und Durchhaltevermögen. Der Preis soll diese Leistung der jungen Journalisten würdigen und andere dazu ermutigen, selbst eine Schülerzeitung zu gründen".

Nur was für eine? Durch gezielte Geldförderung gibt es derzeit in Sachsen immer wieder den Anreiz, die nächste gedruckte Schülerzeitung zu produzieren. 250 Euro im letzten Jahr für jede neu aufgelegte Schülerzeitung an Gymnasien, Mittel-, Grund- und Berufsschulen als Starthilfe vom sächsischen Kultusministerium. Wenn sie denn nur eines ist - keine Internetzeitung. Denn das Internet ist für manche ältere Menschen mit frühzeitig abgeklärtem Weltbild kein Umfeld für eine Zeitung. Da ficht es auch nicht an, dass nach wie vor Spiegel-Online vormacht, wie es sein könnte und sich rascher entwickelt, wie so manche Flyerbude oder sich große Tageszeitungen teils mehr, teils minder erfolgreich versuchen, im Netz Fuß zu fassen.

Da stellt sich dann doch die Frage, was der sonst so lobens- und unterstützenswerte Wettbewerb mit der Lebensrealität der Youtube-, MySpace-, Facebook- und StudiVZ-Generation zu tun hat. Einer Generation, welche schon auf Handykonsument via Apps und News geprügelt wird, noch bevor sie verstanden hat, was eine Nachricht, ein Artikel, ein Kommentar oder eine Glosse ist. Zumindest werden erneut Einzelbeiträge honoriert, gleich, wo sie erschienen sind.

Und für die beste Schülerzeitung im Netz gibt's den Online-Preis der Leipziger Internet Zeitung, bestehend aus 150 Euro, Serverhostingkosten für ein Jahr und vor allem ein Tag, bei dem gemeinsam mit den Siegern gefragt wird: Was ist das eigentlich – eine Netzzeitung? Wo Schüler lernen können, was eine Internetzeitung kann und was sie nicht kann, welche Gefahren es im Netz von außen gibt und wie es in der Realität aussieht, online Informationen zu veröffentlichen. Und natürlich, wie sich Journalismus anfühlt, wenn er den Anspruch der publizistischen Qualität erfüllen soll. Auch und gerade im Internet.

Der Wettbewerb 2010: Gesucht werden die besten Schülerzeitungen Sachsens Print und Online
Der Wettbewerb 2010: Gesucht werden die besten Schülerzeitungen Sachsens Print und Online
Bild: jugendpresse.de

Veranstaltet wird der Nachwuchswettbewerb bereits zum sechsten Mal. Dotiert sind die Einzel-Preise für die gedruckten Schülerzeitungen mit 500, 300 und 100 Euro. Unterstützt werden diese Beträge von der Leipziger Volkszeitung, der Mitteldeutschen Zeitung, der Sächsischen Zeitung, der Freien Presse Chemnitz.

Die Gewinner-Schülerzeitung im Bereich "Online 2009" war das Gymnasium Crimmitschau mit ihrer "JMG Times". Diese findet man komplett überarbeitet hier im Netz: jmg-times.de.ms

Weitere Informationen zum Wettbewerb 2010

Einmalige Sonderkategorie für die besten Beiträge zum Thema "20 Jahre Friedliche Revolution". Preisgeld 150 Euro für eine prämierte Schülerzeitung und 75 Euro für einen Einzelbeitrag

Darüber hinaus gibt es Sonderpreise (Bücher, Druckgutscheine, Software) zu gewinnen. Die Sieger qualifizieren sich automatisch für den bundesweiten "Schülerzeitungswettbewerb der Länder". Die Preisverleihung des Landeswettbewerbs erfolgt am 12. Juni 2010 auf dem Campus der Hochschule Mittweida.

Für den Wettbewerb sind Zeitungen bzw. Einzelbeiträge vorzulegen, die im Schuljahr 2009/10 gedruckt oder im Internet erschienen sind. Die Bewerbungen sind online oder per Post möglich (an: Jugendpresse Sachsen e.V., Lessingstraße 7, 04109 Leipzig). Autoren können sich neben den Print- bzw. Onlinebeiträgen auch mit Audio- und Videoeinsendungen anmelden. Einsendeschluss ist der 23. April 2010.

Der Jugendjournalistenpreis wird in den Kategorien Grundschule, Förderschule, Mittelschule, Gymnasium und berufsbildende Schule vergeben. Eine Jury aus Vertretern der Veranstalter sowie Fachleuten aus Journalismus, Fotografie, Medien- und Online-Gestaltung bewerten die Arbeiten und ermitteln die jeweiligen Preisträger.

Weitere Informationen unter
www.Jugendjournalistenpreis.de


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