Sachsens beste Schülerzeitung gesucht: Der Abgabetermin rückt näher
Redaktion
11.03.2010
Jugendpresse Sachsen Schülerzeitungen
Bild: jugendpresse.de
Im vergangenen Jahr gab es erneute Sonderzahlungen an sächsischen Schulen für neue Zeitungsprojekte. Für gedruckte Schülerzeitungsprojekte. Doch auch im Netz gibt's 2010 Preise zu haschen. Bis 23. April müssen Artikel, Zeitungen und Webseiten zur Bewertung eingereicht sein, um am Jugendjournalistenpreis 2010 teilnehmen zu können.
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Es wird Zeit. Höchste schon ein wenig, wenn es um den 6. Jugendjournalistenpreis des Landes Sachsen geht. Das Kultusministerium des Landes und der Jugendpresse Sachsen e.V. suchen die besten Nachwuchsjournalisten und Einsendeschluss ist der 23. April 2010. Teilnehmen können alle Schülerzeitungs-Redaktionen und Einzel-Autoren, die an Sachsens Schulen tätig sind. Und vorzulegen sind Einzelbeiträge aufstrebender Jung-Journalisten im Schulalter, Autoren kraftvoller Texte voller Mut und frischer Überzeugungskraft.
Vor allem für einen einmaligen Sonderpreis mit der Ausrichtung: "20 Jahre Friedliche Revolution". Dies könnte junge Menschen in der Tat zur Spurensuche in den Jahren kurz vor den Leipziger Demonstrationen, Ängsten vor und nach der Wende, Verschüchterung im Angesicht neuer Chancen und ihren ganz eigenen Fragen, Repressionen durch Staat und Geld sowie der geheimen Freiheit davor und danach anregen. Recherchen sind hier wohl angenehmerweise Pflicht. Zumindest ist der Titel des Sonderpreises weitgehend ideologiefrei gefunden und die Forschung neuer Köpfe über das Kommen und Gehen der letzten zwei Jahrzehnte kann beginnen. Denn noch sind gut 1,5 Monate Zeit bis zur Abgabe.
Die JMG Times des Julius-Motteler-Gymnasiums in Crimmitschau: Sieger 2009
Bild: Screen Startseite jmg-times.de.ms
Schirmherr des Wettbewerbs und Kultusminister Roland Wöller zur 6. Auflage der Leistungsschau: "Schülerzeitungen bereichern den Schulalltag. Sie dienen als Sprachrohr der Schüler und greifen Themen auf, die eine lebhafte Diskussionskultur schaffen. Dahinter steckt viel Arbeit, Kreativität und Durchhaltevermögen. Der Preis soll diese Leistung der jungen Journalisten würdigen und andere dazu ermutigen, selbst eine Schülerzeitung zu gründen".
Nur was für eine? Durch gezielte Geldförderung gibt es derzeit in Sachsen immer wieder den Anreiz, die nächste gedruckte Schülerzeitung zu produzieren. 250 Euro im letzten Jahr für jede neu aufgelegte Schülerzeitung an Gymnasien, Mittel-, Grund- und Berufsschulen als Starthilfe vom sächsischen Kultusministerium. Wenn sie denn nur eines ist - keine Internetzeitung. Denn das Internet ist für manche ältere Menschen mit frühzeitig abgeklärtem Weltbild kein Umfeld für eine Zeitung. Da ficht es auch nicht an, dass nach wie vor Spiegel-Online vormacht, wie es sein könnte und sich rascher entwickelt, wie so manche Flyerbude oder sich große Tageszeitungen teils mehr, teils minder erfolgreich versuchen, im Netz Fuß zu fassen.
Da stellt sich dann doch die Frage, was der sonst so lobens- und unterstützenswerte Wettbewerb mit der Lebensrealität der Youtube-, MySpace-, Facebook- und StudiVZ-Generation zu tun hat. Einer Generation, welche schon auf Handykonsument via Apps und News geprügelt wird, noch bevor sie verstanden hat, was eine Nachricht, ein Artikel, ein Kommentar oder eine Glosse ist. Zumindest werden erneut Einzelbeiträge honoriert, gleich, wo sie erschienen sind.
Und für die beste Schülerzeitung im Netz gibt's den Online-Preis der Leipziger Internet Zeitung, bestehend aus 150 Euro, Serverhostingkosten für ein Jahr und vor allem ein Tag, bei dem gemeinsam mit den Siegern gefragt wird: Was ist das eigentlich – eine Netzzeitung? Wo Schüler lernen können, was eine Internetzeitung kann und was sie nicht kann, welche Gefahren es im Netz von außen gibt und wie es in der Realität aussieht, online Informationen zu veröffentlichen. Und natürlich, wie sich Journalismus anfühlt, wenn er den Anspruch der publizistischen Qualität erfüllen soll. Auch und gerade im Internet.
Der Wettbewerb 2010: Gesucht werden die besten Schülerzeitungen Sachsens Print und Online
Bild: jugendpresse.de
Veranstaltet wird der Nachwuchswettbewerb bereits zum sechsten Mal. Dotiert sind die Einzel-Preise für die gedruckten Schülerzeitungen mit 500, 300 und 100 Euro. Unterstützt werden diese Beträge von der Leipziger Volkszeitung, der Mitteldeutschen Zeitung, der Sächsischen Zeitung, der Freien Presse Chemnitz.
Die Gewinner-Schülerzeitung im Bereich "Online 2009" war das Gymnasium Crimmitschau mit ihrer "JMG Times". Diese findet man komplett überarbeitet hier im Netz: jmg-times.de.ms
Weitere Informationen zum Wettbewerb 2010
Einmalige Sonderkategorie für die besten Beiträge zum Thema "20 Jahre Friedliche Revolution". Preisgeld 150 Euro für eine prämierte Schülerzeitung und 75 Euro für einen Einzelbeitrag
Darüber hinaus gibt es Sonderpreise (Bücher, Druckgutscheine, Software) zu gewinnen. Die Sieger qualifizieren sich automatisch für den bundesweiten "Schülerzeitungswettbewerb der Länder". Die Preisverleihung des Landeswettbewerbs erfolgt am 12. Juni 2010 auf dem Campus der Hochschule Mittweida.
Für den Wettbewerb sind Zeitungen bzw. Einzelbeiträge vorzulegen, die im Schuljahr 2009/10 gedruckt oder im Internet erschienen sind. Die Bewerbungen sind online oder per Post möglich (an: Jugendpresse Sachsen e.V., Lessingstraße 7, 04109 Leipzig). Autoren können sich neben den Print- bzw. Onlinebeiträgen auch mit Audio- und Videoeinsendungen anmelden. Einsendeschluss ist der 23. April 2010.
Der Jugendjournalistenpreis wird in den Kategorien Grundschule, Förderschule, Mittelschule, Gymnasium und berufsbildende Schule vergeben. Eine Jury aus Vertretern der Veranstalter sowie Fachleuten aus Journalismus, Fotografie, Medien- und Online-Gestaltung bewerten die Arbeiten und ermitteln die jeweiligen Preisträger.
2010 trat das Leipziger Forscher-Team um Svante Pääbo erstmals an die Öffentlichkeit mit der Meldung, sie hätten aus einem winzigen Teil eines fossilen Fingerknochens aus der Denisova-Höhle in Südsibirien eine (vorläufige) Fassung des Genoms erstellt. Immerhin ein heißes Eisen: Es war das Genom eines dritten Vertreters der Menschheit. mehr…
Während „normale“ Menschen bei knackigen Minusgraden bibbernd in beheizten Räumen auf bessere Zeiten warten, zieht es einige Mitglieder des Tauchsportvereins „Leipziger Delphine“ gerade jetzt an ihr Hausgewässer, den Kulkwitzer See. Und das aus gutem Grund, denn die strengen Fröste der vergangenen Tage haben den „Kulki“ zufrieren lassen. mehr…
Ein Kompromiss ist ein Interessenausgleich auf der Basis der kleinsten gegenseitigen Verärgerung. Vorangegangen ja gegenseitige Beleidigungen und Provokationen – je nach Naturell laut oder hinter den Kulissen. Im Backstagebereich wird ein Krieg vorbereitet. Solang es ein gerechter ist, solls uns wohl recht sein. mehr…
Lange ließ Jean-Jacques Annaud nichts von sich hören. Zuletzt inszenierte der 67-Jährige, dem das Kino Meisterstücke wie "Der Name der Rose" oder "Sieben Jahre in Tibet" verdankt, im Jahr 2004 das mäßige Tiger-Drama "Zwei Brüder". Sein Spätwerk "Black Gold" ist eine pathetische Zeitreise zurück an die Anfänge des Öl-Booms in der arabischen Welt. mehr…
2011 organisierten Neonazis in Sachsen in etwa genauso viele Konzerte wie im Vorjahr. Dies ergab eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz. Nach Angaben von Innenminister Markus Ulbig (CDU) registrierte der Verfassungsschutz die Planung von 44 Konzerten. mehr…
Kreativität muss ja irgendwann erst einmal beginnen. Design, Fotografie und nicht zuletzt ihre wundervollen Songs, zusammen mit dem griechischen Elektrokünstler Kostas, sorgen für Aufsehen – und Bewegung. Am 9. Februar stellt Minette nun zum ersten Male aus. Vernissage. Richtig mit Getränken und Freunden und Staunenden. Wenn Minette die neue Vivienne Westwood ist, können alle Leser sagen, sie sind bei den ersten Schritten dabei gewesen. Interview. mehr…
Das unschöne Loch am Burgplatz „begeistert“ die Leipziger seit über 16 Jahren. Der englische Eigentümer hat auch nach mehrmaliger Anfrage seitens der Stadt nicht reagiert. Es herrscht weiter Unklarheit, was AMEC/KIG mit diesem überaus zentral gelegenen Grundstück anfangen will. Doch der Stadtverwaltung reicht es jetzt. mehr…
Dass in den entscheidenden Ämtern und Behörden in Sachsen noch immer nicht begriffen wurde, was die demografischen Veränderungen im Land eigentlich bedeuten, zeigte gerade der Vize-Vorsitzende des Beamtenbundes, Helmut Overbeck, mit seiner Forderung nach einem sogenannten "Demografie-Tarifvertrag". Gleichzeitig diskutiert die Politik über einen "Demografie-Faktor" im Finanzausgleich. Auch zum Entsetzen der beiden SPD-Abgeordneten Wolfgang Tiefensee und Dirk Panter. mehr…
Sachbeschädigung, Körperverletzung, räuberische Erpressung, Diebstahl, Drogenbesitz. Lucas K. (22) war schon zehnfach vorbestraft, als er am Montag, 6. Februar, im Amtsgericht auf der Anklagebank Platz nahm. Vor fünfeinhalb Jahren kam der Arbeitslose das erste Mal mit der Justiz in Kontakt. mehr…
Auch wenn alles mit rechten und gerechten Dingen zugeht, wird wohl jeder Kustos einer Sammlung bei solch einer Aktion heimlich die eine oder andere Träne wegdrücken. Weil öffentlich, wäre das politisch unkorrekt. 44 Kleinode spätantik-byzantinischer Alltagskultur wurden kürzlich in Leipzig als Eigentum des Berliner Museums für Byzantinische Kunst identifiziert und kehren nun ins Bode-Museum in die Bundeshauptstadt zurück. mehr…
Konrad Riedel, Stadtrat der CDU, macht sich Sorgen um den Winterdienst, die Kleingärtner und die Rentner. Alles gut und schön. Kürzlich veröffentlichte die Leipziger Volkszeitung einen Beitrag darüber, dass der CDU-Abgeordnete im Leipziger Stadtrat eine Fahrradsteuer für Leipzig wünscht. Dann könne man von den Einnahmen die Radwege vom Schnee befreien. Mit der Kfz-Steuer geschehe das doch auch für die Fahrbahnen. mehr…
Rotlicht an. Es wird heiß am Donnerstag, 9. Februar, ab 20 Uhr im Helheim (Weißenfelser Straße 32). Das Leipziger PerformanceTheaterKollektiv FormLos stattet Volly Tanner einen Besuch auf seiner Terrasse ab. mehr…
Die Straße des 18. Oktober ist lang. Länger, als mancher denkt. Sie beginnt am Bayrischen Platz, führt schnurstracks zum Deutschen Platz und danach quer durchs alte Messegelände zum Völkerschlachtdenkmal. Eigentlich ist sie auch die Magistrale der Alten Messe, auch wenn sie derzeit nicht so aussieht. Aber sie soll wieder so aussehen. Stückweise ab 2013. mehr…
In „Voland & Quists Literatursalon“ im Horns Erben (Arndtstraße 33) tritt am Freitag, 10. Februar, ab 20 Uhr die Dresdner Lesebühne Sax Royal auf. Sax Royal sind der Kolumnist, Blogger und Moderator Michael Bittner, der Poetry-Slam-Bühnenheld Julius Fischer („Ich will wie meine Katze riechen“), der Lyriker und Prosaist Roman Israel, der Erzähler, Cartoonist und E-Orgel-Alleinunterhalter Max Rademann sowie Stefan Seyfarth. mehr…
„Anders wachsen – Eine sächsische christliche Initiative gegen die Ideologie des Wirtschaftswachstums“ lautet das Thema eines Vortrags- und Gesprächsabends am Freitag, 10. Februar. Die Veranstaltung im Pfarrhaus der Gnadenkirche Leipzig-Wahren, Rittergutsstraße 2, beginnt um 20 Uhr. mehr…