Deutsch-Brasilianische Unterschiede: Jugendaustauschprogramm zu Gast in der VILLA
Redaktion
17.08.2011
YFU - Kinder.
Bild: YFU
Erst kürzlich waren spanische Kids im Geyserhaus. Jetzt sind zehn junge Brasilianer im Soziokulturellen Zentrum Die VILLA. Dort lernen sie derzeit, sich in Deutschland zurecht zu finden. Ab September werden sie für ein Jahr deutsche Schulen besuchen. Was das mit der VILLA zu tun hat? Die jungen Brasileros büffeln in Leipzig Vokabeln und Redewendungen.
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Seit 2008 ist die VILLA schon mit der Organisation "Youth hfor Understanding" verflochten. In diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Sprachkurs. Regina Zigahl und Julia Schäfer leiten ehrenamtlich den vierwöchigen Integrationskurs der Organisation "Youth for Unterstanding". Denn wie jeder aus dem Englischunterricht weiß: Pauken und Idiome gehören zum Stoff, die Sprache und damit die Mentalität der Anderen kennenzulernen. Und jeder weiß, gut Ding will Weile haben.
"Deutsch lernen in nur vier Wochen ist natürlich unmöglich. Wir wollen die Unterschiede in der Kommunikation verdeutlichen", erklärt Regina Zigahl . "So wird in Brasilien niemals direkt gesagt, du hast einen Fehler gemacht und mir passt das nicht. Das kann an Anfang schon ganz schön schocken."
Ab September ziehen die 16 und 17 Jahre alten Brasilianer bei ihren Gastfamilien ein, verteilt auf ganz Deutschland. Darauf wurden sie von Julia Schäfer vorbereitet. "Wir trainieren das Verhalten bei Konflikten in den zeitweiligen Familien oder in der Schule. In einem Jahr in einer fremden Kultur sind Probleme nicht ausgeschlossen."
VILLA: Kinder- und Jugendaustausch seit Jahren üblich.
Bild: LeiSA GmbH
In kleinen Gruppen von acht bis zehn Schülern lernen die Jugendlichen im täglichen Unterricht die Grundlagen der deutschen Sprache und Kultur. Darüber hinaus erarbeiten sie sich Sensibilität und Fähigkeiten im Umgang mit interkultureller Kommunikation und kulturellen Unterschieden.
YfU wurde 1953 in den USA gegründet. Die Ziele sind das, interkulturelle Zusammenleben und die aktive Völkerverständigung durch Austausch zu stärken. Seit YFU Deutschland 1957 gegründet wurde, haben über 50.000 Jugendliche ein Schuljahr im Ausland verbracht. Jährlich entsendet YFU über 1.200 deutsche Schülerinnen und Schüler ins Ausland und nimmt rund 500 Jugendliche aus anderen Ländern in Deutschland auf.
Die 15- bis 18-Jährigen verbringen ein Schuljahr im Ausland und erleben dort den Alltag. Seit vielen Jahren arbeiten das Soziokulturelle Zentrum und YfU zusammen. "Die VILLA ist der ideale Ort für unsere Aktivitäten. Wir können die Jugendlichen von hier aus in die Leipziger Innenstadt schicken um Passanten anzusprechen und Aufgaben zu lösen", sagt Regina Zigahl.
"Es ist toll, dass die VILLA auch diesen Kurs wieder so unkompliziert möglich machen konnte." Und so hört man dort noch bis Ende August den portugiesischen Satz "Eu estou aprendendo alemão" - Ich lerne deutsch!
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