Linke fordert: Schulsozialarbeit in Sachsen muss flächendeckend dringend ausgebaut werden
Redaktion
03.10.2011
Linke fordert Schulsozialarbeiter für alle Schulen.
Montage: L-IZ
Am Freitag, 30. September, gab's im Sächsischen Landtag auch eine Anhörung auf Antrag der Fraktion Die Linke zum Thema „Schulsozialarbeit flächendeckend und bedarfsgerecht ausbauen“ (Drucksache 5/5468) im Ausschuss für Schule und Sport. Ein Thema, das nicht nur in Leipzig brennt.
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Fünf Sachverständige waren geladen worden. Und sie sprachen sich übereinstimmend für den flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit an allen Schularten aus - so, wie es auch der Antrag der Linksfraktion gesehen hatte.
"Vielfältige soziale Problemlagen an Grund- und Mittelschulen, erhöhter Leistungsdruck an den Gymnasien, steigende Zahlen von Integrationsschülern und Schülern in kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung erfordern den Ausbau der Schulsozialarbeit an allen Schularten, vor allem jedoch an den Grund- und Förderschulen, um frühzeitig präventiv wirken zu können", beschreibt Annekatrin Klepsch, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, das Problemknäuel, das mittlerweile die Lernbedingungen von immer mehr Schülern in Sachsen erschwert. Erfolgreiche Schulsozialarbeit entlaste auch die Jugendämter, stellt Klepsch fest, den Allgemeinen Sozialen Dienst und die Jugendgerichtshilfe, so eine Erkenntnis aus der Anhörung.
"Leider musste der Schulausschuss zur Kenntnis nehmen, dass durch die Kürzung der Jugendpauschale des Freistaates die Kommunen, vor allem im ländlichen Raum, vielfach gezwungen waren, die bezahlten Arbeitsstunden für Schulsozialarbeiter zu kürzen, so dass im Extremfall eine Fachkraft mit nur 18 Wochenstunden allein an einer Schule tätig ist, und dass Schulsozialarbeit vielerorts untertariflich bezahlt wird", resümiert Klepsch. "Mit Teilzeitstellen können jedoch weder die geltenden Fachstandards eingehalten werden, noch kann die nötige Vernetzung zwischen Schule, Jugendhilfe und Eltern gelingen."
Die Fraktion Die Linke spreche sich deshalb dafür aus, ein Konzept für die landesweite flächendeckende und bedarfsgerechte Einführung der Schulsozialarbeit zu entwickeln und die Finanzierung dieses schulergänzenden Bereiches aus dem Kultusministerium bereitzustellen.
Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Cornelia Falken (DIE LINKE) zur Schulsozialarbeit mit Antwort der Staatsregierung: http://edas.landtag.sachsen.de
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