Saniertes Wilhelm-Ostwald-Gymnasium eröffnet: Vergeude keine Energie!
Marko Hofmann
25.11.2011
Wilhelm-Ostwald-Gymnasium im November.
Foto: Wilhelm-Ostwald-Gymnasium
Die Schüler des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums in Lößnig haben bereits seit einem Monat ihr saniertes Gymnasium wieder in Beschlag genommen, am Mittwoch, 23. November, wurde es von Oberbürgermeister Burkhard Jung auch offiziell eröffnet. Ganz im Sinne des Namensgebers der Schule soll durch die Passivbauweise künftig viel Energie gespart werden.
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Zwei Jahre und neun Monate hat es gedauert bis das neue, moderne Antlitz des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums in Lößnig mit energiesparender „Hülle“ fertiggestellt werden konnte. Am Mittwoch hat Oberbürgermeister Burkhard Jung das so bezeichnete „Pilotprojekt Passivhaus“ an den Schulleiter der Schule, Dr. Steffen Jost, übergeben, aber nicht ohne daran zu erinnern, dass sich mit den Lehrern und den Schülern auch der Namensgeber der Schule über dieses neue, alte Haus freuen würde. „Der Chemiker und Naturphilosoph Wilhelm Ostwald beschwor Anfang des 20. Jahrhunderts seine Zeitgenossen: Vergeude keine Energie, nutze sie!"
In der Theorie wird durch eine Passivhausbauweise der Energiebedarf des Gebäudes um rund 70 Prozent gesenkt, was unter anderem durch spezielle Passivhausfenster (dreifache Verglasung) und eine besondere Wärmedämmung der Fassade, des Dachs und des Kellerfußbodens erreicht werden soll. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sorgen zudem zukünftig für ein wohlig-warmes Gefühl und ein gutes ökologisches Gewissen im Winter.
Schon seit Mitte Oktober sind alle rund 500 Schüler des Gymnasiums mit vertieft mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt wieder im Haus. Für die Zeit des Umbaus mussten sie zeitweise bis nach Schönefeld ins alte Fechner-Gymnasium fahren. Diese Zeiten sind vorbei. Bei ihrer Rückkehr fanden sie beste Lern- und Arbeitsbedingungen vor: Das Haus 2 verfügt nun über modernste Labore und Fachunterrichtsräume, die den Bedürfnissen der „schlauen Füchse“ entsprechen. Außerdem sticht die lichtdurchflutete Bibliothek im Haus 1 hervor. Ein neuer eingeschossiger Zwischenbau verbindet seit Neuestem die 1987 errichteten Plattenbauten und beherbergt die Schüler künftig in der Mittagszeit (Mensa) und bei Schulveranstaltungen (Aula).
Auf die Rückseite des Schulgebäudes wurde die Silhoutte von Wilhelm Ostwald (1853 – 1932) gebracht, auf dessen Geist nicht nur bezüglich der Energieeinsparung, sondern auch bei der Fassaden- und Innengestaltung zurückgegriffen wurde. Seine naturwissenschaftlichen Forschungen hatten Ostwald einst auch in die Farblehre geführt … „So haben wir auch in seinem Sinne die Schule zeitgemäß und zukunftsweisend modernisiert. Ich bin gespannt, wie sich der Standard in der Praxis bewährt“, so OB Jung bei der Eröffnungsrede, an die sich ein Rundgang durch die Gebäude anschloss.
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