Konjunkturpaket II: Lernförderschule "Adolph Diesterweg" nach Umbau übergeben
Marko Hofmann
02.12.2011
Lernförderschule "Adolph Diesterweg".
Foto: Marko Hofmann
Die Schule zur Lernförderung „Adolph Diesterweg“ ist nicht mehr über Leipzig verteilt. Seit diesem Schuljahr sind alle Klassen und der Hort in der Portitzer Straße 1 versammelt, nachdem das Schulgebäude des ehemaligen Felix-Klein-Gymnasiums nicht nur saniert, sondern um einen Bau erweitert wurde. Am Mittwoch wurde die neue, alt-neue, gemeinsame Schule offiziell übergeben.
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Beinahe 20 Jahre ist es her, dass sich die Schule zur Lernförderung „Adolph Diesterweg“ zerteilte. Ein Teil verblieb im Schulgebäude in der Zweenfurther Straße in Stünz, die Jüngeren, von der Vorschule bis zur 4. Klasse, wechselten in die Gundermannstraße nach Paunsdorf-Nord. Weitere zehn Jahre später, 2002, wurde auch das Betreuungsangebot in die Bisamstraße, ebenfalls Paunsdorf-Nord, ausgelagert.
Der sanierte Altbau der Lernförderschule "Adolph Diesterweg".
Foto: Marko Hofmann
Am Mittwoch war diese Zeit der Trennung endgültig vorüber, denn dank des Konjunkturpakets II können nun die Schüler der „Adolph Diesterweg“ wieder an einem Ort gemeinsam lernen und den Nachmittag verbringen. Fast sieben Millionen Euro wurden dafür aus dem Konjunkturpaket II in die Sanierung des Schulgebäudes des ehemaligen Felix-Klein-Gymnasiums, was sich von der Ecke Portitzer Straße/Wurzner Straße bis in die Eisenbahnstraße erstreckt, und in den Neubau eines Gebäudes, direkt neben das alte in der Wurzner Straße, investiert. Der Neubau an der Wurzner Straße ergänzt das Raumangebot des von 1885 bis 1890 erbauten Schulgebäudes um weitere Unterrichts- und Horträume und eine Einfeldhalle. Ein Farbleitsystem hilft den Schülern mit den Förderschwerpunkten Lernen und emotionale-soziale Entwicklung, sich im Gebäude zu orientieren. Der alte Südflügel an derselben Stelle wurde abgerissen.
Das Projekt war die größte schulische Maßnahme aus dem Konjunkturpaket, die der Stadtrat 2009 beschlossen hatte. „Mit Kosten von sieben Millionen Euro konnten wir sogar 700.000 Euro günstiger als geplant bauen. Jetzt haben mit dieser Schule Förderschüler besonders gute Lernbedingungen“, freute sich Oberbürgermeister Burkhard Jung bei der feierlichen Eröffnung. Nur zwei Millionen trug dabei die Stadt Leipzig, fünf Millionen kamen aus dem Konjunkturpaket.
Im Oktober 2009 hatte der Bau begonnen, einschließlich der Außenanlage konnte er bereits im Juli/August 2011 abgeschlossen werden. Seit Schuljahresbeginn war deshalb schon mächtiges Treiben und auch Lärmen in der Schule angesagt. Derzeit lernen 222 Schüler in der Portitzer Straße, durch den Neubau können es irgendwann bis zu 324 Schülern sein.
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