Wovon Leipziger träumen: Stadtelternrätin Anja Sinzig "Mal wieder auf das Wesentliche konzentrieren"
Marko Hofmann & Anja Sinzig
30.12.2011
Eine von vielen Wirkungsstätten der stellvertretenden Stadtelternratssprecherin Anja Sinzigs, die Leipziger Lessingschule
Foto: L-IZ.de
Den Eltern auf dem Robert-Schumann-Gymnasium in Lindenau ist Anja Sinzig bestens bekannt, denn die 47-Jährige ist als Elternratsvorsitzende ihr Sprachrohr. Die Beamtin ist zugleich stellvertretende Vorsitzende des Leipziger Stadtelternrats. Kein Wunder, dass sie gern mit vier Stunden Schlaf auskommen möchte.
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Träumen Sie derzeit gut?
Ich habe keine Alpträume, falls Sie das meinen.
Welche Träume haben Sie persönlich und beruflich?
Gesundheit und Energie zu behalten, um mich den Herausforderungen, die an mich gestellt werden, weiterhin so zu begegnen, dass ich jeden Morgen noch in den Spiegel schauen kann.
Welche haben Sie sich dieses Jahr erfüllt?
Mir ist es an verschiedenen Stellen gelungen, die Kommunikation zwischen Menschen anzuregen.
Gibt es einen Traum, dem Sie seit Jahren hinterher jagen?
Ich halte nicht so viel vom Jagen, eher versuche ich in kleinen Schritten (aber beharrlich!) mich den großen Zielen zu nähern. Aber ein Traum wäre es, käme ich mit 4 Stunden Schlaf aus …
In Leipzig ist auch sehr viel passiert. Was erträumen Sie sich für die Leipziger Zukunft?
Leipzig ist eine sehr offene Stadt, die sich mit vielen Themen beschäftigt, die wichtig sind für unsere Zukunft. Beeindruckt bin ich von dem Engagement, das man in bestimmten Stadtteilen (z.B. Leipziger Osten) vorfindet. Das geht einerseits von der Stadt aus, ist aber andererseits ohne die Unterstützung tatkräftiger Bürger nicht denkbar! Ich wünsche mir, dass Leipzig weiterhin eine bewegte Stadt bleibt, ohne sich zu verzetteln - manchmal ist weniger mehr! Und ich erträume mir eine Verteilung der - viel zu knappen - Gelder zu Gunsten der Schulen.
Auch unser Land kommt nicht zur Ruhe. Haben Sie bezüglich Deutschland und unserer Gesellschaft noch irgendwelche Träume?
Rückgrat und Verantwortungsbewusstsein wünsche ich mir von jedem Einzelnen. Politiker, die mit solchen Fähigkeiten ausgestattet wären, könnten ein gutes Vorbild abgeben. Und natürlich gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass wir uns mal wieder auf das Wesentliche konzentrieren und unseren Kindern ihr Umfeld - von der Kita bis hin zur Uni - so gestalten, dass es auch ihnen möglich ist, ungestört zu bewusst-handelnden Erwachsenen heranzureifen.
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