Leipziger Schulentwicklungsplan: Ein paar Fragen an Schulbürgermeister Prof. Thomas Fabian
Marko Hofmann
05.02.2012
Sozialbürgermeister Thomas Fabian.
Foto: Matthias Weidemann
300 Millionen Euro muss Leipzig in den nächsten Jahren in die Sanierung, den Um- und Neubau von Schulen investieren, um überhaupt den steigenden Bedarf aufzufangen, der sich aus den gestiegenen Geburtenzahlen der letzten zehn Jahre ergibt. Einige Schulstandorte sind schon jetzt Brennpunkt der Entwicklung. Ein paar Fragen an den zuständigen Bürgermeister, Prof. Thomas Fabian.
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Herr Professor Fabian, die 24. Schule wird entgegen des Vorschlags aus dem ersten Entwurf des Schulentwicklungsplans nicht aufgehoben. Was hat Sie dazu bewogen, diesen Vorschlag nicht weiterzuverfolgen?
„Es gab intensive Diskussionen mit der Schule und den Elternvertretern. Aus der Sicht der Stadtentwicklung und weil diese Schule ein sehr gutes pädagogisches Angebot hat, wollen wir diesen Standort erhalten. Gleichwohl sind wir nicht in der Lage, das Gebäude im größeren Umfang zu sanieren. Es wird nur eine notwendige Sicherung erfolgen. Die Bedingungen an bestehenden Standorten können wir derzeit nicht verbessern.
Sozialbürgermeister Thomas Fabian.
Foto: Matthias Weidemann
Auch die Fusion der Wilhelm-Busch-Schule mit der August-Bebel-Schule ist vom Tisch. Gibt es einen Alternativvorschlag?
Die Schulstandorte bleiben zunächst erhalten, wir werden in der weiteren Planung sehen, wie wir mit ihnen verfahren werden.
Laut zweitem Entwurf soll an der Telemannstraße wieder eine Grundschule entstehen, wo bis 2010 eine Schule gestanden hat. Auch das ehemalige Mommsen-Gymnasium, das 2006 ausgelaufen war, ist wieder unter anderem Namen in Betrieb. Fürchten Sie eine Diskussion über die Arbeit der Schulplanung?
Im Falle der Schule an der Telemannstraße ist geprüft worden, ob eine Sanierung des Gebäudes Sinn hat. Obwohl wir damals schon über neue Standorte diskutiert haben, war eine Sanierung dieses Gebäudes nicht sinnvoll. Die Schließung des ehemaligen Mommsen-Gymnasiums erfolgte vor meiner Zeit als Dezernent und geschah meines Wissens auf Druck des Freistaats, der der Schule die Mitwirkung entzogen hatte. Das war keine freiwillige Entscheidung der Stadt.
Im Entwurf steht ebenfalls, dass die Schule 5 im Stadtbezirk Mitte in die jetzige Sportmittelschule ziehen soll. Was passiert dann mit dieser?
Die Schule 5 ist derzeit nur in einer Interimslösung untergebracht, die bald weichen soll. Um den Bedarf in diesem Bezirk zu decken, muss sie in der Nähe ein Gebäude erhalten und zieht in die jetzige Sportmittelschule. Diese soll dann auf einem Grundstück an der Goyastraße ein neues Gebäude erhalten.
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