Schneller durchs Netz: EU fördert Leipziger Projekt zum semantischen Internet mit 6,5 Millionen Euro
Matthias Weidemann
02.10.2010
Dr. Sören Auer (Mitte).
Quelle: LOD2
Das Weltweite Netz, also World Wide Web, ist wohl eine der umwälzendsten technischen Entwicklungen der Neuzeit und hat unser Leben in vielerlei Hinsicht verändert. Die Entwicklung schreitet rasant voran und der Trend geht eindeutig in Richtung eines intelligenteren, „mitdenkenden“ Internets.
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Eines, das einfacher bedienbar ist und das Internet für noch mehr Menschen zugänglich macht. Seit dem 1. September ist ein neues, auf vier Jahre angelegtes und mit 6,5 Millionen Euro gefördertes EU-Projekt mit Namen LOD2“ am Start. Die Arbeitsgruppe "Agile Knowledge Engineering and SemanticWeb" (AKSW) des Instituts für Informatik der Uni Leipzig arbeitet mit LOD2 an einer neuen Version des Webs, in der voneinander unabhängige Daten miteinander verknüpft und so nutzbar gemacht werden sollen.
LOD, das steht für Linked Open Data, also „Vernetzte frei zugängliche Daten“ und springt damit auf den stark ins Rollen gekommenen Zug einer Internetbewegung auf, die frei zugängliche Daten (Open Sources) aus verschiedenen Quellen zusammenführt. Damit steigt der Wert für den Nutzer. Die Daten werden zu diesem Zweck für die Maschine lesbar beziehungsweise zu interpretierbaren Aussagen (so genannte RDF Triple) kodiert. Dann werden sie über Web-Adressen, die URLs, miteinander verknüpft.
Dr. Sören Auer (Mitte) mit seinem LOD2-Projekt-Team.
Quelle: LOD2
Anders als in starren Formaten wie PDF kann der Computer diese Linked Data (vernetzten Daten) „verstehen“ und so zu weit komplexeren Informationen zusammensetzen. Dr. Sören Auer, LOD2-Projektleiter erklärt das an einem praktischen Beispiel: „Heute noch aufwändige Rechercheaufgaben, wie das Finden einer Wohnung in der Nähe eines Kindergartens mit einem freien Betreuungsplatz, werden mit Hilfe von Linked Data so quasi zum Kinderspiel".
Wichtig ist dabei zu wissen, dass LOD das bestehende Web keineswegs ersetzen, sondern vielmehr sinnvoll ergänzen soll, indem das bereits aus Dokumenten existierende Netz mit einem Netz aus Daten ersetzt, somit einen Zwischenschritt zum Semantischen Web darstellt, das die Bedeutung von Informationen im Internet für Computer verwertbar machen will. Die Nutzung von LOD ist einfach und an keine besonderen technischen Voraussetzungen geknüpft.
Bereits heute sind über 20 Milliarden Datensätze verfügbar und durch 395 Millionen Links miteinander verbunden. Mit der vernetzten Sicht auf verschiedene Datenquellen steht Linked Open Data für vielfältige, effiziente und für den Anwender brauchbare Erneuerungen im Umgang mit dem Web. Auch der Europäischen Union leuchteten diese Argumente für die Einführung von LOD ein, so dass sie das von Informatikern an der Uni Leipzig initiierte und auf vier Jahr ausgelegte Projekt mit immerhin 6,5 Millionen Euro im Rahmen des 7. EU-Forschungsprogramms förderte.
Dr. Sören Auer (Mitte) mit seinem LOD2-Projekt-Team.
Quelle: LOD2
Darin arbeiten zehn internationale Projektpartner aus Industrie und Forschung unter Federführung der Arbeitsgruppe AKSW an der Realisierung und Weiterentwicklung einer technischen Infrastruktur für das Web der Daten. Wirtschaftliche und soziale Aspekte berücksichtigt das Projekt mit einem Daten-Intranet, das heterogene Informationslandschaften in großen Unternehmen kosteneffizienter vernetzt, und mit einem Netzwerk europäischer Datenbibliotheken, in dem frei verfügbare Daten der öffentlichen Verwaltung und aus der Regierungsarbeit (wie z.B. die erwähnten Kindergartenplätze oder Statistiken aus der Kommunalpolitik) leichter zugänglich und verwendbar werden.
"Demnach ist LOD2 für Bürger, Forscher und Industrie gleichermaßen relevant", ergänzt Sören Auer. "LOD2 verbessert nachhaltig die Nutzung des Webs als Informationsplattform, sei es in Bezug auf alltägliche Recherchefragen, den Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen oder bei der effizienten Integration von Unternehmensdaten." Neben Auers Arbeitsgruppe arbeiten unter anderem die Freie Universität Berlin, der belgische IT-Dienstleister TenForce und das internationale Verlagshaus Wolters Kluwer an LOD2.
Angebot für Verleger freier Daten: Interessierten Unternehmen und Organisationen bieten die LOD2-Projektpartner die PUBLINK Linked Open Data Consultancy an. Diese kostenlose Beratung inkl. Entwicklungsunterstützung hilft Besitzern großer, für die Allgemeinheit interessanter Informationsbestände bei deren Veröffentlichung entsprechend dem Linked Open Data Paradigma.
Am Mittwoch, dem 23. Mai um 19:30 Uhr wird Wolfgang Tiefensee, MdB (SPD), im BüroCafé Tiefensee, Gottschedstraße/Ecke Zentralstraße in Leipzig, mit Günter Gloser, MdB (SPD), Staatsminister a.D., Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Berichterstatter der SPD-Fraktion für den Nahen und Mittleren Osten, über den Aufstand in Syrien und die Auswirkungen auf die Region sowie den „Arabischen Frühling“ sprechen. mehr…
Eine Riesenanspannung auf dem Markt hat Frank Sennhenn, Vorstandschef der DB Regio AG, ausgemacht. Denn der Schienenpersonennahverkehr befinde sich inmitten einer „Vergabespitze“. Zwischen 2012 und 2014 werden insgesamt 260 Millionen Zugkilometer ausgeschrieben. Zwischen 2014 und 2017 werden weitere 100 Millionen folgen. mehr…
Am Donnerstag, dem 24. Mai, 19:00 Uhr begrüßt die Schaubühne zur Filmpremiere von "Aber das Leben geht weiter" die Regisseurin Karin Kaper. In ihrem Dokumentarfilm setzen drei polnische und drei deutsche Frauen, deren Familiengeschichte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzte, bewusst persönlich zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ein Zeichen der Annäherung. mehr…
Am Ende hat wieder der Finanzminister gewonnen. Nicht nur den anderen Ministern gegenüber hat Georg Unland (CDU) den längeren Hebel in der Hand und kann die Richtung per Finanzzuweisung dirigieren, auch gegenüber Städten, Gemeinden und Landkreisen in Sachsen gibt er die Richtung vor. Und so hieß es am Freitag, 18. Mai, wieder einmal im Unland-Stil: „Wir sorgen vor!“ mehr…
Die Freiwilligen-Agentur Leipzig lädt am Dienstag, 22. Mai, Bürgerinnen und Bürger, die sich für ein Ehrenamt interessieren, herzlich zum Ehrenamtscafé in ihre Räumlichkeiten am Dorotheenplatz 2 ein. Von 16:00 bis 18:00 Uhr stellen fünf gemeinnützige Einrichtungen ihre ehrenamtlichen Angebote vor: Bürgerverein Kolonnadenviertel e. V., Durchblick e. V., Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V., Jugendpresse e. V. und Caritasverband Leipzig e. V. mehr…
Am 6. Juni 2012 lädt die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) gemeinsam mit der Firma Würth Elektronik zu einem Industrieseminar in die Hochschule ein. Von 09:00 bis 15:00 Uhr werden in diesem praxisnahen Seminar Themen der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) diskutiert. mehr…
Am Donnerstag, 24. Mai, gibt es im Kulturclub „Horns Erben“, Arndtstraße 33, die nächste Show "Adolf Südknecht - The improvised alternative-history-show". Untertitel: Eine Kneipiersfamilie improvisiert die potenzielle Chronik des Südmeilen-Kiezes. Diesmal gibt's Folge 4: „Menschen, Messe, Megastadt!" mehr…
Tommi Sillanpää hat die SG LVB am Samstag vor 250 Zuschauern im letzten Saisonspiel zum 33:26 (19:10)-Sieg gegen die TSG Münster geschossen. Im Anschluss wählten ihn Fans, Mannschaft und Trainerteam sogar zum LVB-Spieler des Jahres - eines Jahres, in dem aus blaugelber Sicht vieles passte. mehr…
Zwei links, zwei rechts - wie langweilig! Mit Wolle kann man noch ganz andere Sachen machen. Mit Ruth Kindla hat der Buchverlag für die Frau jetzt eine Autorin ins Programm genommen, die das Stricken mit farbigen Garnen zu einer Kunst entwickelt hat. Ihre Geheimwaffe: verkürzte Reihen. Das Wichtigste, was man zum Funktionieren der verkürzten Reihen wissen muss, ist die Technik der Wendemasche. Rätsel über Rätsel. mehr…
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Das vorletzte Saisonspiel endete wieder mit einem Sieg für den SC DHfK. Nach sieben Auswärtsspielen ohne Sieg in Folge gewannen die Grünweißen mit 29:25 (14:11) beim TV Bittenfeld. Die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas bestimmte das Spiel über weite Strecken und lieferte eine stabile Leistung ab. mehr…
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Die Stadt Leipzig wird die Kampagne „Alle bleiben“ unterstützen, so beschloss es der Stadtrat am 16. Mai. Bei dieser Kampagne geht es vor allem um das humanitäre Bleiberecht für langjährig in Deutschland geduldete Roma aus den Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawien. Bei solch einem Thema rings um menschliche Schicksale konnte sich der NPD-Stadtrat Klaus Ufer nicht zurückhalten und meldete sich prompt zu einem Redebeitrag (siehe Audio). mehr…
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