Der MDR legt nach: Weitere Vorwürfe gegen Ex-Unterhaltungschef Udo Foht
Redaktion
28.07.2011
"Wie die durch den MDR veranlassten Untersuchungen ergeben haben, hat der suspendierte Unterhaltungschef des MDR Fernsehens in weiteren Fällen seine Position missbraucht und gegen MDR-Richtlinien verstoßen." Es scheint laut dieser Mitteilung des MDR vom heutigen Tage also nicht um Einzelfälle zu gehen, in denen Udo Foht rote Linien übertrat.
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Und der MDR befindet sich derzeit in der Offensive. Während Udo Foht selbst offensichtlich eher abwartet, was man noch so gegen ihn vorzubringen gedenkt, legt der MDR heute in den Anschuldigungen gegen den entlassenen Unterhaltungschef nach: "Bereits unmittelbar nach der Suspendierung seines langjährigen Unterhaltungschefs hatte der MDR gestern darüber informiert, dass dieser offizielles Geschäftsbriefpapier für außerdienstliche Zwecke genutzt hat, um Zahlungen von Dritten zu veranlassen."
Und auch die Menge der Fälle scheint nicht eben klein, haben also offenbar bereits eine gewisse Zeit angehalten. So fährt der Mitteldeutsche Rundfunk heute fort: "Nach internen Erkenntnissen des MDR hat der Unterhaltungschef in weiteren Fällen gegen Dienstanweisungen verstoßen bzw. seine Position missbraucht." Nach der gestrigen Einschalltung der Staatsanwaltschaft seien nun auch die weiteren Unregelmäßigkeiten festgestellt und auch diese Fälle würden an die Ermittlungsbehörde übergeben.
Der MDR möchte nun den Vorgang vorbehaltlos, sachgerecht und transparent aufklären. "An Spekulationen und Vorverurteilungen werden wir uns aber nicht beteiligen“, erklärte MDR-Unternehmenssprecher Dirk Thärichen.
Auf arbeitsrechtlicher Ebene prüft der MDR derzeit nach der Suspendierung weitere Schritte: Am 4.8.2011 ist eine Anhörung des seit 1.1. 1996 als Unterhaltungschef tätigen Udo Foht geplant.
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