Jugendpresse Sachsen: Erste Schülerzeitungs-Akademie startet im März in Dresden
Daniel Thalheim
23.01.2012
Für Qualitätsjournalismus und Meinungsbildung: Journalisten der Jugendpresse Sachsen.
Bild: Jugendpresse Sachsen
Wo fängt guter Journalismus an? Die erste sächsische Schülerzeitungs-Akademie will im Haus der Presse in Dresden diese und weitere Fragen beantworten helfen. Die Jugendpresse Sachsen veranstaltet das Ereignis, das an einem Wochenende Ende März in Dresden stattfindet. Erwartet werden 100 Nachwuchs-Journalisten, die sich vom 30. März bis 1. April 2012 austauschen können.
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"Eine eigene Meinung zu haben, das stärkt die Identität eines jeden Schülers und entwickelt seine Persönlichkeit“, zitieren die engagierten Macher der Jugendpresse Sachsen e.V. mit Sitz in der Leipziger Lessingstraße den ehemaligen Nachrichtenmann Ulrich Wickert. Diese Worte hinterließ der einstige "Tagesthemen"-Sprecher in seinem Grußwort im Schülerzeitungs-Handbuch der Jugendpresse. Was meinte Wickert mit diesem Satz? Es geht um das Wort "Meinungsbildung". Dazu heißt es aus der Bundeszentrale für politische Bildung, dass "Meinungsbildung" zu den Funktionen der Massenmedien in der Demokratie gehöre.
Dazu haben Hanni Chill und Hermann Meyn ein Buch geschrieben, das die Bundeszentrale veröffentlichte. Ihnen zufolge habe Journalismus eine Meinungsbildungsfunktion inne - das heißt nichts anderes, als eine ausgewogene Berichterstattung zu gewährleisten und nicht einseitig zu berichten. Das setzt auch Meinungsfreiheit voraus, die durch das Grundgesetz abgesichert ist. Das ist etwas, das sich die Schülerzeitungsmacher der Jugendpresse in Leipzig auch auf die Fahnen geschrieben haben. Sie meinen von sich selbst, dass sie weiter denken wollen, Informationen sammeln und sich so selbst die Grundlagen der Meinungsbildung erarbeiten möchten.
Wartet auf zahlreiche Teilnehmer zur ersten Schülerzeitungsakademie in Sachsen: Das Team der Jugendpresse Sachsen.
Bild: Jugendpresse Sachsen
Warum ist das für die Jugendpresse-Macher so wichtig? "In den neuen Bundesländern haben Schülerzeitungen noch keine allzu lange Tradition", heißt es aus den Büros der Jugendpresse. Weil sich das sich seit der "Wende" 1989 und mit der danach erfolgten deutsch-deutschen Einheit 1990 änderte, erlebten auch Schülerzeitungen einen Aufschwung, heißt es von der Jugendpresse weiter. "Und um dieses Engagement zu fördern, veranstaltet die Jugendpresse Sachsen e. V. vom 30. März bis 1. April 2012 die erste Schülerzeitungs-Akademie in Sachsen – das größte Bildungsevent für Schülerzeitungsredakteure."
Wie die Akademie aussehen soll, erklären die jungen Redakteure auch. Teilnehmen kann jeder, der interessiert ist und ein journalistisches Interesse besitzt. Die Veranstaltung wendet sich vor allem an junge Schülerzeitungs-Journalisten, die sich noch Tipps und Kniffe für die eigene Arbeit abholen wollen. Sieben Workshops werden dazu angeboten, wo sich angehende Reporter alles zu den Themen Reportage und Recherche, Interview, Foto, Layout, Journalistische Darstellungsformen und Presserecht, Redaktionsmanagement für Betreuungslehrer sowie Redaktionsmanagement und Finanzen für Chefredakteure abholen können. Also den "Geheimnissen einer erfolgreichen Schülerzeitung", wie es die Jugendpresse ausdrückt.
Die Workshops können laut Jugendpresse vielgestaltig aussehen. In Erzählcafés und Diskussionen soll es die Möglichkeiten dafür geben, dass sich die Nachwuchs-Journalisten mit Profis aus der Medienbranche austauschen können und so wertvolle Tipps erhalten. "Ein ganzes Wochenende lang arbeiten die Schülerzeitungsmacher tagsüber aktiv an Beiträgen und der Evaluation ihrer eigenen Schülerzeitung. Sie erhalten Informationen über journalistische Darstellungsformen, Fotografie, Layout und Redaktionsmanagement und können obendrein mit anderen jungen Journalisten ins Gespräch kommen und sich untereinander vernetzen", heißt es von der Jugendpresse.
Nach einer Anreise- und Kennenlernen-Phase am 30. März geht es am 31. März mit den Workshops los. Enden wird die Veranstaltung mit einer Party am Abend des 30. März und mit der Abschlussveranstaltung am 31. März, so die Jugendpresse zum Ablauf des Akademie-Wochenendes. Aber das alles kostet Geld.
Die Teilnahmegebühr beträgt für Mitglieder der Jugendpresse Sachsen 15 Euro pro Person, für Nicht-Mitglieder 18 Euro. Ein besonderes Angebot ist das Fünf-Freunde-Special: Reist eine Redaktion mit fünf oder mehr Mitgliedern an, zahlt jeder Redakteur nur 10 Euro. Der Teilnehmerbeitrag beinhaltet die Kosten für die Übernachtung und Verpflegung.
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