Kinder und Internet: Schüler-Kurzfilme klären beim Leipziger "Netzcheck-Wettbewerb“ über Gefahren im World Wide Web auf
Sebastian Beyer
08.02.2012
Bild: Sebastian Beyer
Das Internet kann wichtige Informationsquelle sein und den Alltag in vielen Aspekten erleichtern, doch es birgt auch Gefahren. Im Rahmen des „Safer Internet Day“ am Dienstag, 7. Februar, verliehen die Landesmedienanstalt in der Werner-Heisenberg-Schule die Preise des „Netzcheck“ Kurzfilmwettbewerbs.
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34 Filme reichten Kinder und Jugendliche in den beiden Altersgruppen von 10 bis 14 und von 15 bis 21 Jahren ein, 20 davon sah das überwiegend aus Schülern bestehende Publikum bei großem Applaus Die Beiträge waren teilweise in Zusammenarbeit mit den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen erstellt worden.
Christoph Waitz, Jury-Mitglied und Vizepräsident des Medienrates der Sächsischen Landesmedienanstalt, freute sich in seiner Begrüßung über die gestiegene Zahl an Beiträgen. Gegenüber L-IZ.de sagte er: „Der Sinn des Wettbewerbs besteht darin, keine Medienpädagogik mit erhobenem Zeigefinger zu betreiben, sondern die Jugendlichen die Inhalte ansprechen zu lassen, die ihnen wichtig sind.“
Christoph Waitz zeigte eines der ersten internetfähigen Mobiltelefone, doppelt so groß wie aktuelle.
Bild: Sebastian Beyer
Weil auch die Meinung der Schülerinnen und Schüler zu den Wettbewerbsbeiträgen wichtig war, durften sie über den Publikumspreis abstimmen. Diesen gewann „Think Twice“ zur Problematik von Fotos im Netz, wegen der im Beitrag Schüler Probleme bekommen. Die Botschaft am Ende des Videos lautete: „Das Internet hat keine Grenzen, aber DU!“ und mahnte so vor Veröffentlichungen im Datenmeer.
Cybermobbing war ein anderes Thema, das viele Gruppen beschäftigte, also das gezielte schlecht Reden über soziale Netzwerke. Ebenso wie die Preisgabe von Daten oder das Chatten mit Fremden. Um das "Schwatzen im Internet" drehte sich der Siegerbeitrag bei den 10- bis 14-jährigen „Social Stranger“. Der Streifen zeigt: Ein Treffen mit einer Online-Bekanntschaft endet um ein Haar schlecht, auch Warnungen der Freundinnen beachtet das betreffende Mädchen nicht. Glücklicherweise folgen die Freundinnen zum Treffen und können noch eingreifen. Erstellt haben den Dreiminüter Schüler des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau.
In der Altersgruppe von 15 bis 21 Jahren siegten Patricia Kaube und Jessica Schubert von der Werner-Heisenberg-Schule mit ihrem Film „Suchtgefahr Internet“, in dem der Computer mit einem niedlichen Gesicht zu einem Ersatzfreund wird. Immerhin 500 Euro gibt es für die Sieger, die Zweitplatzierten „Tweet“ und „Facebook – ganz oder gar nicht“ dürfen sich über 300 Euro freuen. Die beiden dritten Plätze sind mit 200 Euro dotiert und gehen an „Love&Trouble“ und „Verzockt – Film über Online-Spielsucht“.
Außerdem lobte noch "Juuuport" - eine Selbsthilfeplattform von und für Jugendliche – einen Preis aus, den „Datenpreisgabe in sozialen Netzen“ gewann. Max Glaser und Martin Günther vom Beruflichen Schulungszentrum 1 in Leipzig dürfen sich über Freikarten für das Leipziger DOK-Festival 2012 freuen.
Insgesamt wurde deutlich, dass die Schüler sich intensiv und kreativ mit ihren Themen auseinander gesetzt hatten, das Klassenziel wurde sozusagen erreicht. Und nicht nur ihnen wurden die Gefahren des Internet bewusst gemacht, auch Lehrerfortbildungen und Elterngespräche fanden zum „Safer Internet Day“ statt.
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