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Besuchermagnet am Leuschner-Platz: Viel Betrieb in der wiedereröffneten Stadtbibliothek

Redaktion
Neu gestaltetes Foyer der Stadtbibliothek. Hier im Oktober 2012, noch vor dem Besucheransturm.
Neu gestaltetes Foyer der Stadtbibliothek. Hier im Oktober 2012, noch vor dem Besucheransturm.
Foto: Ralf Julke
Die Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz ist wieder ein Besuchermagnet. Seit ihrer Eröffnung Ende Oktober stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Entleihungen um rund 25 Prozent. Täglich werden 9.000 bis 10.000 Medien entliehen oder zurückgegeben. Dabei nutzen 60 Prozent der Besucher die Rückgabe- oder Ausleihautomaten und haben wenig Berührungsängste mit der neuen Technik.


„Selbstverständlich helfen unsere Mitarbeiter bei den Verbuchungsvorgängen und lassen unsere Leserinnen und Leser mit den Automaten nicht allein“, so Petra Brinkmann, stellvertretende Amtsleiterin der Leipziger Städtischen Bibliotheken. „Dass die Bedienung der Technik gar nicht so schwer ist, signalisieren uns die Benutzer zunehmend und sehen die Vorteile wie Diskretion und den Druck einer Quittung.“

Besonders erfreulich ist auch die Zahl der Neuanmeldungen: Jeden Tag lassen sich über 50 Personen einen Bibliotheksausweis ausstellen. Auf den Zuwachs an Nutzern und den damit steigenden Bedarf an Medien reagiert die Stadtbibliothek bereits, beispielsweise mit dem zusätzlichen Kauf von neuen Kinderbüchern. Da sich der Erwerbungsetat der Leipziger Städtischen Bibliotheken im nächsten Jahr um fast 150.000 Euro auf insgesamt 841.000 Euro erhöhen wird, gilt es hier, weitere Mittel zu konzentrieren.

Außerdem ist der weitere Ausbau der elektronischen Dienstleistungen geplant. Ab 2013 geht das neue Bildungsangebot der Leipziger Städtischen Bibliotheken online: Das e-Learning-Portal bietet verschiedene Kurse an und ermöglicht die Zusammenstellung eines eigenen Lernprogramms und das Lernen von zu Hause aus. „Mit dem Angebot an Online-Kursen stärken wir das Profil der Bibliothek als Partner für lebenslanges Lernen“, so Brinkmann. „Dabei arbeiten wir auch mit der Volkshochschule Leipzig zusammen.“

Aber auch das Munzinger-Archiv, ein Informationsangebot zu den Themen Biographien, Länder und lexikalischen Fakten mit rund 700.000 Eintragungen wird im neuen Jahr online angeboten und dafür auf die Loseblattsammlung verzichtet.

Seit Dezember ist in der Stadtbibliothek bereits der Online-Zeitungskiosk „PressDisplay“ mit über 1.700 Tages- und Wochenzeitungen aus 90 Ländern in 48 Sprachen nutzbar. Zeitungsleser, die sich einen schnellen Überblick über die aktuellen Tagesthemen in Deutschland und im Ausland verschaffen wollen, sind hier genauso richtig wie unsere ausländischen Mitbürger.

„Damit erfüllen wir eine der vordringlichsten Aufgaben von Bibliotheken“, erläutert Petra Brinkmann. „Es gilt, einerseits die traditionelle papiergebundene Wissensbereitstellung vorzuhalten und andererseits eine digital basierte, verlässliche Informationsversorgung zu organisieren und einen uneingeschränkten Zugriff zu gewährleisten.“

Zum Jahresende ziehen die Leipziger Städtischen Bibliotheken positive Bilanz. Mit der Eröffnung der neuen Stadtbibliothek, die mit dem attraktiven Gebäude zukunftsfähig ist, dem Kauf der neuen Fahrbibliothek, dem Einsatz neuer Technik und Erweiterung des Informationsangebotes haben sie 2012 eine neue Qualität erreicht.

Nun bleiben zwischen Weihnachten und Neujahr die Stadt- und Stadtteilbibliotheken erst einmal geschlossen, um ab 2. Januar mit neuer Kraft durchzustarten. „Ab 2013 soll dann auch der Zugang der Stadtbibliothek außerhalb der Öffnungszeiten über die RFID-Etiketten in den Medien funktionieren“, verspricht Petra Brinkmann.


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