Einweihung: Ein Erinnerungsort in der Alten Nikolaischule erinnert an Richard Wagners Leipziger Zeit 1813 bis 1834
Redaktion
12.02.2011
Alte Nikolaischule, 1879.
Foto: Hermann Walter / Stadtg. Museum Leipzig
Am Sonntag, 13. Februar, wird in der Alten Nikolaischule ein neuer Pilgerort für Musikliebhaber eingeweiht. Noch spezieller: einer für die Verehrer des Nikolai-Schülers Richard Wagner. Ein Richard-Wagner-Gedenkort an der Stelle, die als letzte halbwegs authentisch an den 1813 in Leipzig Geborenen erinnert.
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Die Kulturstadt Leipzig definiert sich zunehmend als Stadt der Musiktradition. Hierfür stehen so klangvolle Namen der Vergangenheit wie Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann und Clara Wieck, Edvard Grieg oder aber Gustav Mahler, die alle in Leipzig mehr oder weniger lang gewirkt haben.
Richard Wagner wurde hier 1813, im Jahr der Völkerschlacht, im Haus Zum Roten und Weißen Löwen am Brühl geboren. Er verbrachte wesentliche Teile seiner Jugendzeit in Leipzig und sammelte hier erste Erfahrungen als angehender Musiker. Von 1828 bis 1830 besuchte er die hiesige Alte Nikolaischule am Nikolaikirchhof, die 1827 eine neue Aula mit einer schlichten klassizistischen Ausmalung erhalten hatte.
Ein der zwölf Erinnerungstafeln - hier mit WAgners Beziehung zum Königshaus und zu seinem Onkel Adolph Wagner.
Quelle: Kulturstiftung Leipzig
Diese 1994 restaurierte Aula ist heute der einzige authentische Ort der Erinnerung an einen der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhundert in Leipzig. Im Rahmen des Projektes Notenspur, das wichtige Stätten der Musik Leipziger Musikgeschichte miteinander vernetzt und touristisch erschließt, soll im 2. Obergeschoss der Alten Nikolaischule nun ein Ort der Erinnerung an den jungen Richard Wagner geschaffen werden. Mittelpunkt wird die klassizistische Aula sein, die so erhalten ist, wie sie Wagner kennen gelernt hat.
An der Stirnseite wird ein Ölgemälde im Goldrahmen mit der Darstellung Wagners den „Richard-Wagner-Saal“ neu definieren. Im Rahmen von Besichtigungen wird es (über elektronische Abspieltechnik) möglich sein, Wagner-Musik zu hören. Im Vorfeld des 200. Geburtstages Richard Wagners und im Zusammenhang mit dem 500-jährigen Bestehen der Alten Nikolaischule 2012 kommt dem Projekt besondere Bedeutung zu. Es wird die Alte Nikolaischule als Ort der Kultur weiter prägen und dem Haus eine zusätzliche Bedeutungsschicht verleihen. Jeweils im Mai ist ein Konzert im Rahmen der jährlichen Wagner-Festtage vorgesehen.
Im Foyer werden 12 grafisch anspruchsvoll gestaltete Ausstellungstafeln an den Wänden präsentiert, die die Orte beschreiben, an denen sich der junge Wagner aufgehalten hat, wo er prägende Anregungen erfuhr beziehungsweise wo seine ersten Kompositionen zur Aufführung gelangten. Neben der Alten Nikolaischule sind dies das Geburtshaus am Brühl, das Königshaus, das Alte Theater, der alte Gewandhaussaal, die Thomasschule, der Pichhof usw. Diese Orte werden in zeitgenössischen Stichen oder Fotos abgebildet. Dazu wird in kurzen Texten die Bedeutung des Ortes für die Wagner-Biographie beschrieben. Zu den Texten werden Wagner-Zitate aus seiner Lebensbeschreibung gestellt, die ein Stück Authentizität vermitteln sollen. In zwei großen Standvitrinen werden zeitgenössische Exponate gezeigt, um der kleinen Exposition etwas haptische Qualität und dreidimensionalen Anschauungswert zu verleihen. Auch die Leipziger Wagner - Denkmalprojekte werden eine Rolle spielen. Hierüber informieren acht Schautafeln in der Eingangshalle, die der Richard-Wagner-Verband Leipzig zur Verfügung stellte.
Die Kulturstiftung Leipzig und der Richard-Wagner-Verband Leipzig laden am Sonntag, 13. Februar, um 15 Uhr zur feierlichen Einweihung des Richard-Wagner-Gedenkortes in die Aula der Alten Nikolaischule, Leipzig am Nikolaikirchhof 2, ein.
Es sprechen Prof. Rolf-Dieter Arens, Präsident der Kulturstiftung Leipzig, und Thomas Krakow, Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig. Der Eintritt ist frei.
Den musikalischen Teil liefern Chang Jie Zhang (Klavier), Bayreuth-Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig, mit Richard Wagners Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“, Bearbeitung für Klavier von Richard Kleinmichel, und Rolf-Dieter Arens (Klavier), mit Franz Liszt` „Am Grabe Richard Wagners“ und „Trauergondel II“ (1883).
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- Schaltung: eine Woche vorher, 3 Tage nachher
- Termine Stadtrat 2013 am 23.01., 20.02., 20.03., 17.04., 15.05., 19.06., 10.07., 18.09., 16.10., 21.11., 11.12.
- Positionierung: in ungeraden Monaten: Die Linke oben, Die Grünen unten