Neue Antriebe im Fokus der AMI Leipzig: Mehr E und Hybrid
Redaktion
13.03.2010
AMI Leipzig.
Foto: Leipziger Messe
Nicht nur der neue Zweijahresrhythmus der AMI kündet von einer Zeitenwende im Automobilbau. Noch stärker als in den Vorjahren wird die Messe, die vom 10. bis 18. April in Leipzig stattfindet, die neuen, alternativen Antriebe der Pkw in den Fokus stellen.
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Innovationen zu den Themen alternative Antriebe, Klimaschutz und Schadstoffreduzierung werden das Bild zahlreicher Messestände auf der AMI 2010 prägen. Erstmals auf der AMI als Aussteller dabei sind auch Energieversorger wie E.on und RWE. Die bauen natürlich keine Autos, aber machen sich schon fleißig Gedanken, wie eine flächendeckende Versorgung mit Batterien und Stromladestationen aussehen könnte. Denn noch klemmt es bei der gewünschten e-Mobility an der Reichweite. Aktuelle Fahrzeuge schaffen mit einer Aufladung bis zu 100 Kilometer nonstop. Einige Modelle visieren auch schon die 160 Kilometer an.
Das ist für Ballungsräume kein schlechter Wert. "Elekromobilität wird sowieso nur im Bereich der großen Städte eine Rolle spielen", sagt VDIK-Präsident Volker Lange. Über deren Radius hinaus würden eher alternative Antriebsarten wie Erdgas oder Hybridantriebe interessant.
Auch die wird man auf der Messe in diversen neuen Modellen bestaunen können. Aber unterschätzen darf man das Segment Stadtverkehr nicht wirklich. Die großen Stromproduzenten wissen schon, woran sie da basteln. Und die Autobauer bringen ein Elektro-Modell nach dem anderen auf den Markt. Das größte Handicap derzeit noch: Die Fahrzeuge sind teurer als die spritgetriebenen.
Vorpressekonferenz zur AMI 2010: Martin Buhl-Wagner und Volker Lange.
Foto: Ralf Julke
"Und die Preise für die Rohstoffe, die man für die Batterien braucht, verdoppeln und verdreifachen sich, je mehr Batterien gebraucht werden", sagt Lange, der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), der Partner der Leipziger Messe bei der Ausrichtung der AMI ist. Auch deshalb ist das Leipziger Messeereignis nicht nur eine Schaubühne für die Autotüftler - sie ist auch ein Testfeld. Die großen Hersteller bringen ihre neuesten Modelle mit und einen gut Teil davon kann man auch zur Probe fahren.
"Ist ja hier in Leipzig problemlos möglich", bestätigt Lange.
Renault gibt in Leipzig mit der Präsentation seines Zoe Z.E. einen Vorgeschmack auf eine ganze Modellpalette von Autos mit Elektroantrieb und "Null Emission", die in reichlich zwei Jahren bei den Händlern stehen sollen. Das "Null Emission" setzt auch Volker Lange in Gänsefüßchen. "Denn von Null Emmission kann man ja nicht reden, wenn der Strom, den man da tankt, aus dem Kohlekraftwerk kommt."
Rechnerisch verursachen dann E-Mobile sogar mehr CO2 als spritsparende Diesel- oder Benzin-Autos.
Peugeot tritt auf der AMI mit seinem iOn an. Das kleine Elektromobil soll bereits Ende 2010 seine Markteinführung feiern. Garantierte Reichweite durch eine Lithium-Batterie: 130 Kilometer.
Der japanische Allrad-Pkw-Hersteller Subaru zeigt in Leipzig sein serienreifes E-Auto Plug-In Stella.
Auf Kopplung setzt die Hybrid-Technologie. Konventionelle Verbrennungsmotoren verbunden mit batteriebetriebenen Elektromotoren - mit diesem Konzept agiert zum Beispiel BMW mit seinen ActiveHybrid Modellen X6 und 7. Beide Kraftpakete stehen in Leipzig im Rampenlicht. Auch Sportwagenhersteller Porsche redet mit dem Cayenne Hybrid ein gewichtiges Wörtchen mit.
Aber auch die Entwickler selbst sind zur Messe präsent: Parallel zur AMI findet der 2. Internationale AMI-Kongress statt. Motto: Was treibt uns morgen an? - Er befasst sich am 13. April 2010 mit der Weiterentwicklung auf dem Gebiet der alternativen Antriebskonzepte. International anerkannte Experten der Automobil- und Zulieferindustrie sowie aus Politik und Wissenschaft bewerten die Realitätsnähe verschiedener alternativer Antriebskonzepte. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen Erdgas-, Flüssiggas- und Ethanolantriebe sowie die gesamte Bandbreite aus dem Bereich der Elektromobilität mit verschiedenen Hybridvarianten und reinen Elektrofahrzeugen.
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