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Autoarme Innenstadt: Dritter Abschnitt der Petersstraße wird vor City-Tunnel-Eröffnung Fußgängerzone

Redaktion
Eingang zur Petersstraße an der Schillerstraße.
Eingang zur Petersstraße an der Schillerstraße.
Foto: Ralf Julke
Ein wesentliches Stück der "autoarmen Innenstadt" und des geplanten Radrings in der Innenstadt will die Stadtverwaltung jetzt anpacken. Sie plant die Umgestaltung der Petersstraße zwischen Peterskirchhof und Schillerstraße soll. Im Zusammenhang damit ist vorgesehen, die Schillerstraße zwischen Petersstraße und Neumarkt ebenfalls als Fußgängerzone auszubauen. Radler sollen dann in der Schillerstraße freie Fahrt haben.


Oberbürgermeister Burkhard Jung will auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden die Vorlage zum entsprechenden Bau- und Finanzierungsbeschluss im Dezember in den Verwaltungsausschuss einbringen. Das Vorhaben ist Teil des Maßnahmeplanes „Autoarme Innenstadt“.

Die Petersstraße wird entsprechend den 1999 und 2006 umgestalteten Abschnitten zwischen Markt und Peterskirchhof umgebaut. Die Gestaltung nimmt die klassische Dreiteilung der Leipziger Geschäftsstraßen – Gehbahn, Fahrbahn, Gehbahn – auf. Das bereits vorhandene Blindenleitsystem wird fortgesetzt. Entsprechend der Funktion der Petersstraße als Fußgängerzone gibt es keinen Höhenversatz zwischen „Gehbahn“ und „Fahrbahn“. Die „Fahrbahn“ der Flaniermeile erhält einen hellen Belag aus Granitplatten, die „Gehbahnen“ werden mit dunkelgrauem Granit belegt. Vor der Musikschule werden vier Bänke aufgestellt.

Eingang zur Petersstraße an der Schillerstraße.
Eingang zur Petersstraße an der Schillerstraße.
Foto: Ralf Julke

Die Schillerstraße bis zum Neumarkt behält das traditionelle Straßenprofil, obwohl auch sie bis zum Neumarkt zur Fußgängerzone wird. Die Fahrbahn wird mit Asphalt belegt, im Übergangsbereich zur Platzfläche mit dem Eingang zur City-Tunnel-Station erhält sie Granitkleinpflaster. 75 Fahrradbügel werden aufgestellt, darunter auch diejenigen, die derzeit vor der Musikschule in der Petersstraße stehen. Die vier in der Schillerstraße vorhandenen Behindertenparkplätze werden hinter die Einmündung des Neumarktes verschoben.

Im Bereich des Innenstadt-Zuganges Schillerstraße/Petersstraße wird eine Pollerreihe mit einem versenkbaren Poller eingebaut. Mit der Schließung dieses Abschnitts der Schillerstraße für den Pkw-Durchgangsverkehr wird das Prinzip des "Rein/Raus", wie es die aktuelle Variante des Konzepts "Autoarme Innenstadt" vorsieht, an dieser Stelle umgesetzt. Die Schillerstraße wird zu einem weiteren Stück des Radringes, der Radfahrern künftig ermöglichen soll, die Fußgängerzonen der Innenstadt zu umfahren. Noch freilich fehlen in diesem Ring etliche Abschnitte.

Die Arbeiten sind für 2013 vorgesehen. Im ersten Halbjahr soll die Petersstraße, im zweiten Halbjahr die Schillerstraße umgebaut werden. Die Geschäfte sollen während dieser Zeit für Fußgänger und Anlieferer immer erreichbar sein. Die Anlieger werden noch detailliert informiert, betont die Stadtverwaltung.

Die Gesamtkosten für Planung und Bau betragen rund 1,2 Millionen Euro. Davon kommen knapp 338.000 Euro aus dem Förderprogramm “Städtebaulicher Denkmalschutz“. Beide Straßen unterliegen dem Beitragsrecht, das heißt ein Teil der Kosten wird entsprechend den geltenden Vorschriften auf die Anlieger umgelegt.



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