Wettbewerb zum Stadtraum Bayrischer Bahnhof: 30 Planungsbüros im Rennen
Matthias Weidemann
10.12.2010
Pressekonferenz zum Wettbewerb.
Foto: Matthias Weidemann
Das Areal um den Bayrischen Bahnhof ist seit langem eines der stadtplanerischen Sorgenkinder Leipzig. Das Stadttor zum Süden hat aber großes Potential und gewinnt mit dem kommenden City-Tunnel an Bedeutung. In 10 bis 15 Jahren soll hier ein neuer Stadt- und Landschaftsraum entstehen. Dazu hat die Stadt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG einen Realisierungswettbewerb ausgelobt.
Anzeige
Am Mittwoch wurde das Projekt passenderweise in der Gaststätte Bayrischer Bahnhof vorgestellt. Das rund 40 Hektar große Areal erstreckt sich entlang der Trasse des im Bau befindlichen City-Tunnels vom Bayerischen Bahnhof im Norden bis zur Richard-Lehmann-Straße im Süden.
Im Westen wird es von der Südvorstadt und der MDR Media City begrenzt, im Osten von der Straße des 18. Oktober und der Alten Messe. Das Areal gilt als eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete der Stadt.
Blick von der Semmelweisbrücke zum MDR-Hochhaus.
Foto: Ralf Julke
Diesen Umstand hob auch Baubürgermeister Martin zur Nedden noch einmal ausdrücklich hervor: „Deshalb freuen wir uns auch, dass es von Anfang an eine sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn gab. Gemeinsam waren wir sofort der Meinung, dass ein städtebaulicher Wettbewerb das richtige Mittel ist. So kommt man auch auf Ideen, auf die man von alleine nicht gekommen wäre.“
Das Areal um den Bayrischen Bahnhof sei bisher eher ein Trenngebiet gewesen, so der Baubürgermeister weiter. Und: „In Zukunft soll es ein Verbindungsstück von Innenstadt zum Leipziger Südostraum werden, wo aus den Bergbaufolgelandschaften mehr und mehr Naherholungsgebiete werden. Auch die Stadtquartiere im Süden werden von der Entwicklung profitieren.“
Positiv sei auch, dass mit der Stadt und der Deutschen Bahn nur zwei Eigentümer auf den Plan treten, somit umständliche Eigentumsansprüche beziehungsweise juristische Prozesse wegfallen. Der Bürgermeister weiter: „Dass dies eine äußerst reizvolle Aufgabe darstellt, beweist die große Zahl der Bewerber.“
Matthias Kiekebusch, Martin zur Nedden, Inge Kunath und Wolfgang Kunz (vlnr.)
Foto: Matthias Weidemann
Auch die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, gemeinsam mit der Stadt den städtebaulichen Wettbewerb voranzutreiben. Matthias Kiekebusch, Geschäftsführer Vertrieb der DB Services Immobilien GmbH: „Das Projekt City-Tunnel Leipzig gibt uns die einmalige Chance, auf der Fläche zwischen Bayrischem Bahnhof und Richard-Lehmann-Straße ein großes Areal städtebaulich zu erschließen, das für Unternehmen und Anwohner künftig eine hohe Attraktivität entfalten soll. Unser Ziel ist es, starke Partner auf diesem Gebiet anzusiedeln und damit wichtige wirtschaftliche Impulse für die Stadt Leipzig zu setzen. Neben der zentralen Stadtlage ist die unmittelbare Nähe zum City-Tunnel sowie die künftige Anbindung des Geländes durch die S-Bahn ein wichtiger Standortvorteil.“
Dabei müsse man beachten, so der DB-Manager, dass es in den letzten Jahren bei solchen Projekten einen Wandel gegeben habe: „Früher wurde der Wirtschaftlichkeit oberste Priorität eingeräumt. Heute strebt man eine intelligente Anbindung an die Stadtquartiere an. Das heißt, dass Wohn- und Lebensqualität eine große Bedeutung beigemessen wird. Es wird ein gesunder Mix aus Lebensqualität und Wirtschaftlichkeit angestrebt. Diese Qualität zieht wieder viele Menschen in die Städte. Kürzere Wege, ein attraktives kulturelles Angebot, Freizeitmöglichkeiten und eine vernünftige Erschließung des Öffentlichen Personennahverkehrs sind dabei entscheidende Faktoren und werden hier ideal umgesetzt.“
Eine solche Aufgabe hat auch potentielle Bewerber angezogen. Über 90 Planungsbüros hatten sich beworben, 30 kamen in die engere Wahl. Mindestens ein Planungsbüro kommt aus Leipzig, zwei jeweils aus Edinburgh und Amsterdam. Das 40 Hektar große Gelände soll zu jeweils 50 Prozent bebaut beziehungsweise begrünt werden. Durch den Bau der Semmelweisbrücke und die Straßenverbindung zwischen der Semmelweisstraße im Osten und der Kurt-Eisner-Straße im Westen sowie durch den Bau des City-Tunnels ist es künftig mit allen Verkehrsmitteln hervorragend zu erreichen.
Über die Kosten für das Projekt konnten weder Deutsche Bahn noch Stadtverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt Angaben machen. Bis zur Fertigstellung rechnet man angesichts der Größe der Aufgabe mit einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren. Der Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeiten ist der 18. Februar 2011. Das Preisgericht tagt am 30. März 2011.
Ein Film über eine einzigartige Begegnungsreise durch die Krisenregion Nahost ist am Dienstag, dem 22. Mai, um 19:30 Uhr der naTo, Karl-Liebknecht-Str. 8, zu sehen. Für den Film „Wir weigern uns Feinde zu sein“ begleiteten Stefanie Landgraf und Johannes Gulde zwölf deutsche Jugendliche. mehr…
Am Mittwoch, dem 23. Mai um 19:30 Uhr wird Wolfgang Tiefensee, MdB (SPD), im BüroCafé Tiefensee, Gottschedstraße/Ecke Zentralstraße in Leipzig, mit Günter Gloser, MdB (SPD), Staatsminister a.D., Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Berichterstatter der SPD-Fraktion für den Nahen und Mittleren Osten, über den Aufstand in Syrien und die Auswirkungen auf die Region sowie den „Arabischen Frühling“ sprechen. mehr…
Eine Riesenanspannung auf dem Markt hat Frank Sennhenn, Vorstandschef der DB Regio AG, ausgemacht. Denn der Schienenpersonennahverkehr befinde sich inmitten einer „Vergabespitze“. Zwischen 2012 und 2014 werden insgesamt 260 Millionen Zugkilometer ausgeschrieben. Zwischen 2014 und 2017 werden weitere 100 Millionen folgen. mehr…
Am Donnerstag, dem 24. Mai, 19:00 Uhr begrüßt die Schaubühne zur Filmpremiere von "Aber das Leben geht weiter" die Regisseurin Karin Kaper. In ihrem Dokumentarfilm setzen drei polnische und drei deutsche Frauen, deren Familiengeschichte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzte, bewusst persönlich zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ein Zeichen der Annäherung. mehr…
Am Ende hat wieder der Finanzminister gewonnen. Nicht nur den anderen Ministern gegenüber hat Georg Unland (CDU) den längeren Hebel in der Hand und kann die Richtung per Finanzzuweisung dirigieren, auch gegenüber Städten, Gemeinden und Landkreisen in Sachsen gibt er die Richtung vor. Und so hieß es am Freitag, 18. Mai, wieder einmal im Unland-Stil: „Wir sorgen vor!“ mehr…
Die Freiwilligen-Agentur Leipzig lädt am Dienstag, 22. Mai, Bürgerinnen und Bürger, die sich für ein Ehrenamt interessieren, herzlich zum Ehrenamtscafé in ihre Räumlichkeiten am Dorotheenplatz 2 ein. Von 16:00 bis 18:00 Uhr stellen fünf gemeinnützige Einrichtungen ihre ehrenamtlichen Angebote vor: Bürgerverein Kolonnadenviertel e. V., Durchblick e. V., Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V., Jugendpresse e. V. und Caritasverband Leipzig e. V. mehr…
Am 6. Juni 2012 lädt die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) gemeinsam mit der Firma Würth Elektronik zu einem Industrieseminar in die Hochschule ein. Von 09:00 bis 15:00 Uhr werden in diesem praxisnahen Seminar Themen der Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) diskutiert. mehr…
Am Donnerstag, 24. Mai, gibt es im Kulturclub „Horns Erben“, Arndtstraße 33, die nächste Show "Adolf Südknecht - The improvised alternative-history-show". Untertitel: Eine Kneipiersfamilie improvisiert die potenzielle Chronik des Südmeilen-Kiezes. Diesmal gibt's Folge 4: „Menschen, Messe, Megastadt!" mehr…
Tommi Sillanpää hat die SG LVB am Samstag vor 250 Zuschauern im letzten Saisonspiel zum 33:26 (19:10)-Sieg gegen die TSG Münster geschossen. Im Anschluss wählten ihn Fans, Mannschaft und Trainerteam sogar zum LVB-Spieler des Jahres - eines Jahres, in dem aus blaugelber Sicht vieles passte. mehr…
Zwei links, zwei rechts - wie langweilig! Mit Wolle kann man noch ganz andere Sachen machen. Mit Ruth Kindla hat der Buchverlag für die Frau jetzt eine Autorin ins Programm genommen, die das Stricken mit farbigen Garnen zu einer Kunst entwickelt hat. Ihre Geheimwaffe: verkürzte Reihen. Das Wichtigste, was man zum Funktionieren der verkürzten Reihen wissen muss, ist die Technik der Wendemasche. Rätsel über Rätsel. mehr…
In dem ca. 90 minütigen Solo-Programm wird der Roman „Nachdenken über Christa T.“ von Christa Wolf auf eine Sprecherin und eine Leinwand übertragen. Sprache wird ein Mittel des Bewusstseins, die handelnde Stimme wird ein aktives Medium, dass den Zuschauer verführen will, ihm auf seinem Erkenntnisweg zu folgen. mehr…
Das vorletzte Saisonspiel endete wieder mit einem Sieg für den SC DHfK. Nach sieben Auswärtsspielen ohne Sieg in Folge gewannen die Grünweißen mit 29:25 (14:11) beim TV Bittenfeld. Die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas bestimmte das Spiel über weite Strecken und lieferte eine stabile Leistung ab. mehr…
Täglich gehts voran, man strebt und lebt nach vorn. Vollgas, Sommer wie Winter, keine Zeit zur Besinnung. Schön so eigentlich, bevor man noch auf dumme Gedanken kommt, einfach weiter, weiter, weiter. mehr…
Die Stadt Leipzig wird die Kampagne „Alle bleiben“ unterstützen, so beschloss es der Stadtrat am 16. Mai. Bei dieser Kampagne geht es vor allem um das humanitäre Bleiberecht für langjährig in Deutschland geduldete Roma aus den Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawien. Bei solch einem Thema rings um menschliche Schicksale konnte sich der NPD-Stadtrat Klaus Ufer nicht zurückhalten und meldete sich prompt zu einem Redebeitrag (siehe Audio). mehr…
Schock bei Lok Leipzig: Nur einen Tag nach dem Aufstieg in die Regionalliga ist Erfolgstrainer Willi Kronhardt von seinem Amt zurückgetreten. In einer Erklärung gab Kronhardt fehlende finanzielle Mittel für die Umsetzung seiner Vision von Fußball an. Außerdem soll auch Germania Halberstadt Interesse am 43-Jährigen haben. mehr…