Pfarrer Lothar König scheinbar bei Vorwurf der kriminellen Vereinigung entlastet
Michael Freitag
18.08.2011
Lothar König, Jenas Jugendpfarrer
Bild: Jenapolis.de / Arne Petrich
Es ist einfach aberwitzig. Nicht nur das Tempo der Abläufe, sondern auch die Signale aus Dresden. Nun soll laut der "Freien Presse" Chemnitz und unterdessen in weiteren Medien der Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft, Jan Hille der Agentur dapd mitgeteilt haben, dass das Ermittlungsverfahren gegen den Jenaer Jugenpfarrer König durchaus eingestellt werden könnte. Zumindest schloss er es nicht mehr aus.
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So sei auch nach der Durchsuchung in den Amtsräumen, deren Rechtmäßigkeit für sich bereits schwer in der Kritik steht, der Verdacht offenbar nicht erhärtet worden, König gehöre einer kriminellen Vereinigung an. Da dieses Verfahren getrennt von dem gegen König wegen "Aufwieglerischem Landfriedensbruch" laufe, wird wohl diesbezüglich dennoch weiter gegen ihn ermittelt.
Damit kann sich der halbwegs begabte Hobbyjurist nun eine einfach Frage stellen. Wegen welches Verdachtes genau und wegen welcher Erkenntnisse die Durchsuchung in Jena durch die Staatsanwaltschaft beantragt und durch das Amtsgericht Dresden am 8. August 2011 genehmigt?
Ermittlungen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung beinhalten schließlich weitaus umfänglichere Rechte, als normale Ermittlungsverfahren wegen beispielsweise Landfriedensbruches. Jedenfalls sieht es am heutigen Tage so aus, als ob die Dresdner Staatsanwaltschaft nach dem ersten krachenden Statement zu den Verfehlungen des Seelsorgers (L-IZ.de berichtete) und dem späteren Zurückrudern bei den Vorwürfen gegen seine Tochter Katharina König (MdL, Die Linke, Thüringen) die Ruder weiterhin fest in der Hand hält.
Mal sehen, wann also das Ufer erreicht ist und was dann als Ermittlungsergebnis feststeht.
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