Bluesrock im Unterkeller: Thomas Hanke & Plaintive Cry bluesen schmerzfrei im Geyserhaus
Daniel Thalheim
21.10.2011

Thomas Hanke & Plaintive Cry live im Leipziger Geyserhaus.
Bild: www.thomashankeandplaintivecry.com
Blueser in Leipzig kennen sie. Nach der Auflösung der Band Last Fair Deal formierte sich über den Harmonikaspieler Thomas Hanke das neue Projekt Plainitive Cry. Neben Hanke sind Sänger und Gitarrist Rik Ullrich sowie Kontrabassspieler Manfred Helmuth Teil dieses neuen Ensembles. Joe Filisko und Eric Noden sind als spezielle Gäste eingeladen. Thomas Hanke erzählt.
Die L-IZ ist ganz Ohr, wenn Thomas Hanke über seine neue CD erzählt, die Ende Oktober beim Leipziger Plattenlabel "Löwenzahn" erscheint. Teilt der Mundharmonikaspieler den Lesern mit, dass nach dem Split von Last Fair Deal vor vier Jahren nun endlich sein Debüt mit Plaintive Cry ansteht.
Vergangenes Jahr spielte Hanke mit seinen Gefährten in der sju-Galerie und demonstrierten stimmungsvollen Mississippi-Blues, der nun als "Out Of Pain" in die CD-Spieler der kleinen aber feinen Bluesgemeinde wandern wird. Hanke teilt mit: "Es ist eine CD, die in der behaglichen, ruhigen Einsamkeit eines winterlichen Proberaums entstanden ist. Während 5 Meter über ihn die weiße Jahreszeit Einzug hielt, entwickelten sich Songs und Konzept zu einem unkonventionellen Bluesalbum." Vor allem die Texte sind in der kalten Jahreszeit entstanden, die größtenteils auf Sänger Rik Ullrich zurück gehen.

Joe Filisko und Eric Noden sind live dabei im Geyserhaus.
Bild: www.rootsduo.com
Thomas Hanke hat die Musik verfasst, und zu Dritt haben die Musiker die Stücke arrangiert. Wenn Rik Ullrich die Texte verfasste, hat sich Hanke dazu gesetzt und mit gemacht, so der Musiker gegenüber der L-IZ. Zum Teil ist ein besinnliches Album entstanden, das sich grundsätzlich von dem unterscheidet, was man noch unter den Namen "Last Fair Deal" kannte. Hanke bekräftigt aber, dass die Trennung der Bluesband nicht von persönlicher Natur ist, man hatte lediglich mit musikalischen Differenzen zu ringen. Für Hanke war die Gründung von Plaintive Cry eine Suche nach dem Neuanfang, wollte er sich von Last Fair Deal eine Auszeit gönnen. Inzwischen habe er zu den anderen Musikern von Last Fair Deal wieder einen guten Draht, unterstützt sich musikalisch gegenseitig.
Zum 30. Oktober, nachdem die kleinen Halloween-Fans im Geys(t)haus herum geisterten, wollen Hanke, Ulrich, Helmuth ihre CD "Out Of Pain" im Unterrock des Geyserhauses live vorstellen. Besonders freut sich Hanke auf die gemeinsame Jamsession mit Joe Filisko und Eric Noden. Außerdem habe auch Mark Breitenfelder zugesagt, der in Blues-Kreisen als ein sehr guter Mundharmonikaspieler gilt. Eine Tour sei auch schon geplant, aber zunächst will Hanke die Albumrezensionen abwarten. Zur Leipziger Bluesszene sagt Hanke abschließend, dass sie klein aber fein sei. Es ist eher ein Treff mit guten und netten Freunden, so Hanke weiter. In den letzten Jahren hat sich wieder die Szene gefestigt und Nachwuchshoffnungen gibt es auch. Hanke ist immer wieder erstaunt, was die jungen Musiker alles schon drauf haben.
Doch erst einmal liegt der Fokus auf Plaintive Cry. Joe Filisko und Eric Noden sind auch keine Unbekannten. Beide spielen seit Jahren weltweit auf angesagten Festivals und in namhaften Clubs. Ihre Musik basiert auf Blues- und Rootsongs von Sonny Terry, Daddy Stovepipe, Fred McDowell und Gwen Foster. Auch in ihren eigenen Songs fühlen sie sich der Bluestradition verpflichtet. Ab 20 Uhr geht's los.
Thomas Hanke & Plaintive Cry Online
www.thomashankeandplaintivecry.com
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