Neu im Plattenregal: Timo Klöckner mit neuer Band und dem Ja zur Kauzigkeit
Daniel Thalheim
26.10.2011

Timo Klöckner ist mit ganz anderem Notenbrot bei "Der Empfang" unterwegs als mit Chapeau Claque und Mud Mahaka.
Bild: www.derempfang.de
"Der Empfang" heißt die Truppe aus fünf Berlinern und Leipzigern. Einst Gitarrist bei der sächsischen Popband Chapeau Claque, bestreitet Timo Klöckner derzeit bei den Leipziger Experimentalpoppern von Mud Mahaka vorrangig sein Notenbrot. Jetzt schert er mit einer neuen Combo ganz aus gängigen Hörgewohnheiten aus. Was bietet die Debütscheibe den Musikfreunden?
Der Empfang: Der Empfang
Wenn Christian Meyer von den Leipziger Kleinkunstbarden The Fuck Hornisschen Orchestra von einem äußert spannenden Kopfkino auf der Webseite von "Der Empfang" redet, dann umschreibt das nur ansatzweise die instrumentalen Walzer-Pop-Stücke im taumelnden Russengewand. Näher kommt er der Sache, wenn er aufzählt, wer sich in "Der Empfang" zusammen findet. Musiker aus Der elegante Rest, Mud Mahaka und Beat Freisens Spelunkenorchester wollen mit der Debütscheibe gleich ein neues Kleinkunst-Genre, "Avantgarde-Schlager", schaffen. Voll ins Schwarze trifft Meyer aber dann, wenn von einer Mischung aus Pink-Panther-Soundtrack und Zirkusmusik redet.
Die neun Stücke auf dem bespielten Rundling entziehen sich vollends den gängigen Popmusik-Mustern, suchen bewusst die kuschelige Nische, aus der man unweigerlich schwer wieder heraus kommt. Allein ohne Worte Geschichten zu erzählen, wird nicht leicht zu vermitteln sein. Da kommen auch bekannte Instrumentalgruppen kaum über den Status einer angenehmen Hintergrund- oder Vordergrundbeschallung hinaus.

Ab 1. November erhältlich: "Der Empfang".
Bild: www.derempfang.de
Doch was wollen Timo Klöckner, Arpen, Jörg Wolschina, Jacob Müller und Beat Freisen? - Das neue Scheibchen aus den Händen fünf begabter Musiker zeugt die Liebe zur Entdeckungsreise, die nur fernab der Charts funktionieren kann. "Der Empfang" sucht regelrecht seine Entdecker und schafft es, stimmungsvoll jene Geschichten zu erzählen, die die Kapelle "Monster"; "Russendisko", "Elefantenlied" und "Alexandra" genannt hat. Brauchen Stimmungen Worte?
Anders als bei den in der Radioumlaufbahn kreisenden zahlreichen Schlager- und Popsternchen, scheint es dem "Empfang" vielleicht um etwas anderes zu gehen - dass man gängige Themen wie Liebe, Angst, Skurriles, Bescheuertes und Abstruses auch mit Instrumenten umsetzen kann - ganz ohne Haudrauf- und Kitsch-Gedichte, die immer nur den selben Dreh anders würzen und seit Jahrzehnten immer das Selbe auftischen.
"Der Empfang" kann somit in Liebhaberkreisen vielleicht jene begeistern, die sich schon seit Jahren mit dem Leipziger Phänomen des Musik-Undergrounds beschäftigt haben. Kleinkunst nannte das der Szene-Spezi früher. Aber eine oberflächliche Zirkusnummer ist "Der Empfang" deswegen noch lange nicht. Viel eher ist "Der Empfang" eine nostalgische und liebevolle Verbeugung vor einem fast schon vergessenen Lebenstil - dem freien Musikerdasein. Ein buntes Stickereibild über einem roten Samtsofa kann dabei schon helfen, inne zu halten, durchzuatmen und "Ja" zur Kauzigkeit zu sagen.
Veröffentlichungsdaten
Album: Der Empfang
VÖ: 1. November 2011
Label: Kick The Flame
Webseite:
www.derempfang.de
Die Fotoausstellung "Es ‚messet’ wieder." ist Teil des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ im Rahmen der Forschungsförderung „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen. Die Studenten und Wissenschaftler des Fachbereichs Buchwissenschaft an der Universität Leipzig erforschen seit dem Wintersemester 2009/10 die vom Stuttgarter Stammverlag zur wissenschaftlichen Erschließung zurückgeführten Archivdokumente des Leipziger Parallelverlagsteils.
mehr…
Die LVB planen für August 2012 eine weitere Erhöhung der Fahrpreise. Ein Einzelfahrschein wird zum Beispiel 20 Cent mehr kosten. Insgesamt werden die Tarife um rund 10 Prozent erhöht. Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert diese Entwicklung scharf. Sie sieht die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gefährdet und findet, Busse und Bahnen sollten für alle bezahlbar bleiben.
mehr…
Wagner ist Leipziger. Irgendwie schon. Am 22. Mai 1813 hier geboren. 1834 fortgegangen Richtung Würzburg. "Als fertig ausgebildeter Komponist", betont Thomas Krakow, Wagner-Beauftragter der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender des Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V. Wagner-Beauftragter ist er, weil Leipzig 2013 im Mittelpunkt steht, wenn der 200. Geburtstag des kleinen Wilhelm Richard Wagner gefeiert wird.
mehr…
Im Rahmen einer Tournee zu ihren Schwesternhochschulen in Aachen, Mainz und Hannover macht die Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln auch Station in Leipzig. Sie tritt am Mittwochabend, 23. Mai, in der Hochschule für Musik und Theater, Grassistraße 8 auf. Gespielt werden zwei Kompositionen des Big-Band-Leiters Joachim Ullrich: „No Better Blues Suite“ und „Second Crime Suite“, die die Band in der letzten Phase erarbeitet und aufgenommen sowie in zwei Konzerten in Köln präsentiert hat.
mehr…
"agra - Brücke B2. Und wie weiter?" Unter dieser Überschrift lädt die Arbeitsgruppe Landschaftspflege des Grünen Ringes Leipzig am Mittwoch, 23. Mai, in den Kleinen Lindensaal des Rathauses Markkleeberg ein. Verschiedene Planungen für den Bereich der agra sollen näher vorgestellt, näher beleuchtet und mit allen Beteiligten diskutiert werden.
mehr…
Annaberg ist eigentlich nur die halbe Stadt. Annaberg-Buchholz heißt die Doppelstadt an der Sehma seit 1945. Die Sehma war 1497 noch Landesgrenze zwischen dem ernestinischen und dem albertinischen Sachsen, als die Neustadt am Schreckenberg gegründet wurde, die ab 1501 Annaberg hieß. Der Grund für die Gründung mitten im wilden Erzgebirge: das Erz natürlich, das große Berggeschrei, das genau von hier aus losging 1491.
mehr…
In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins glatt mit 0:41 geschlagen geben. Gegen die Greife von der mecklenburgischen Küste fanden die heimischen Löwen am Sonnabend einfach keine Mittel. Für Running Back Daniel Teubert war es zugleich das letzte Spiel im Lion-Dress.
mehr…
Es ist eine Mischung aus Volksfest und hochklassigem Sportevent. Die 9. Auflage der „Sparkassen Neuseen Classics – Rund um die Braunkohle“ war auch am Sonntag, den 20. Mai, eine Erfolgsstory. Über 50.000 begeisterte Zuschauer jubelten bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen Profis wie Amateuren auf ihren Rennrädern entlang der Strecke und im Gewerbepark Zwenkau zu.
mehr…
Im Prozess um den Tod einer Leipziger Arabistik-Studentin gibt es ein Geständnis. Verteidiger Ralf Juhnke verlas zu Beginn des zweiten Verhandlungstags eine Erklärung. Sein Mandant Sebastian T. (28) habe Franziska S. (25) im Streit mit einem Hammer erschlagen. Im Studentenwohnheim in der Johannes-R.-Becher-Straße lauerte der Berliner seiner Ex-Freundin auf, um sie zur Rede zu stellen.
mehr…
Am Dienstag, 29. Mai, beginnt die große Festwoche am Neuen Nikolaigymnasium, mit der das 500-jährige Bestehen der Schule gefeiert wird. Im Gegensatz zur Thomasschule wissen die Nikolaitaner sogar recht sicher, dass ihre Schule ihre Wurzeln im Jahr 1512 hat. Und selbst das Schulgebäude existiert noch am Nikolaikirchhof. Hier könnte man in diesem Jahr auch feiern. Das tut man auch. Am 29. Mai eröffnet dort die Ausstellung "Bürgerstolz und Bildung".
mehr…
Wissenschaftler der Universität Leipzig haben einen Meilenstein auf dem Gebiet der Erforschung von Gliazellen gesetzt. Sie konnten in einer internationalen Zusammenarbeit den Nachweis führen, dass Nervenzellen und Gliazellen ähnliche Wirkmechanismen haben. Beide setzen zur Kommunikation Botenstoffe frei. Bislang wurde den Gliazellen diese Fähigkeit abgesprochen, sie galten nur als "Stützgerüst" für die Nervenzellen.
mehr…
Nach dem überraschenden Rücktritt von Lok-Trainer Willi Kronhardt hat beim 1. FC Lok Ernüchterung Einzug gehalten. Präsident Michael Notzon rekapituliert noch einmal für L-IZ.de die Ereignisse am Sonntagvormittag und bezieht Stellung zur Finanzsituation des Vereins.
mehr…
Ein Film über eine einzigartige Begegnungsreise durch die Krisenregion Nahost ist am Dienstag, dem 22. Mai, um 19:30 Uhr der naTo, Karl-Liebknecht-Str. 8, zu sehen. Für den Film „Wir weigern uns Feinde zu sein“ begleiteten Stefanie Landgraf und Johannes Gulde zwölf deutsche Jugendliche.
mehr…
Am Mittwoch, dem 23. Mai um 19:30 Uhr wird Wolfgang Tiefensee, MdB (SPD), im BüroCafé Tiefensee, Gottschedstraße/Ecke Zentralstraße in Leipzig, mit Günter Gloser, MdB (SPD), Staatsminister a.D., Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Berichterstatter der SPD-Fraktion für den Nahen und Mittleren Osten, über den Aufstand in Syrien und die Auswirkungen auf die Region sowie den „Arabischen Frühling“ sprechen.
mehr…
Eine Riesenanspannung auf dem Markt hat Frank Sennhenn, Vorstandschef der DB Regio AG, ausgemacht. Denn der Schienenpersonennahverkehr befinde sich inmitten einer „Vergabespitze“. Zwischen 2012 und 2014 werden insgesamt 260 Millionen Zugkilometer ausgeschrieben. Zwischen 2014 und 2017 werden weitere 100 Millionen folgen.
mehr…