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Leipzigs Musikszene
Kiss, Herbert Grönemeyer, Madonna, Queen, ... kennt man ja. Aber hat Leipzig eine eigene Musikszene wie Hamburg und Berlin? Brummt in den Musikmagazinen die Musik aus Leipzig in allerhöchsten Tönen? Wohl eher nicht. Doch das soll nicht heißen, dass Musiker in Leipzig weniger qualitätsvoll tönen wie anderswo. Sie werden nur nicht beachtet und wahrgenommen. Es gibt auch in der Messestadt viel zu entdecken. Die L-IZ war in Proberäumen, Clubs und Festivals unterwegs und hat so manche Geschichte hervorgeholt. Leipzigs Musikszene ist bunt und quirlig, so das Fazit.
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Pop Up ist Geschichte: Verein Pop Universell e. V. will weiter machen

Daniel Thalheim
Diskussionsforum zum Thema „Authenzität versus Kunstfiguren im Musikgeschäft“ auf der (Pop Up.
Diskussionsforum zum Thema „Authenzität versus Kunstfiguren im Musikgeschäft“ auf der (Pop Up.
Foto: Katrin Huth/Leipzig (Pop Up
Sie war die Musikmesse für Leipzig. Konzerte und Gesprächsrunden versuchten bis 2011 Musikbegeisterte ins Werk 2 locken, aber irgendwie klappte das nicht. Das Konzept ging nicht auf, wie es die vergangenen Jahre zeigten. Am 12. Dezember verkündete der Verein "Pop Universell" das Aus der Pop Up. Man will weiter werkeln und hofft auf Ideen.

"Vor zehn Jahren haben wir den Verein Pop Universell e. V. gegründet, um Popkultur - besonders mit Blick auf Musik - zu ergründen, zu hinterfragen und zu fördern. In ehrenamtlichem Engagement aus 'Spaß an der Idee' abseits etablierter Strukturen wollen wir Netzwerk-Strukturen jenseits der herkömmlichen Musikindustrie beleben und Kommunikation untereinander anregen. Diese Ideen haben wir zehn Jahre lang in der Musikmesse Leipzig Pop Up erfolgreich umgesetzt. In dieser Zeit haben sich die Rahmenbedingungen in der 'kreativen Szene' und speziell der Musikbranche stark verändert, und so bedarf es neuer Ansätze, um die Ideen von Austausch und Netzwerken zeitgemäß umzusetzen", heißt es vom Verein seit dem 12. Dezember.

Schon im vergangenen Jahr machte sich die Leipziger "Musikmesse" rar. Werbung, Themen und Bands, die ein größeres Interesse wecken könnten, fehlten angeblich schon 2010. Die "taz" führte damals aus: "Dass die Veranstalter bewusst auf bekannte Headliner verzichten, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die alte Abgrenzung zwischen Mainstream und Indie nicht mehr funktioniert."

Verkündeten ein Jahr später die Macher zur zehnten Ausgabe anderes: "Wir stellen mit Freude fest, dass die Pop Up X auch in diesem kleineren Rahmen für Fachbesucher relevant ist. Die Bilanz der zehnten Ausgabe der Pop Up ist positiv. Mit circa 2.000 Besuchern wurde das Musikfestival vom Publikum sehr gut angenommen. Die drei Diskussionsforen am Freitag und Samstag waren ebenfalls gut besucht und die beiden in Kooperation mit DOK Leipzig gezeigten Musik-Dokumentarfilme stießen auf äußerst gute Resonanz."

Blick in die Messehalle im Werk 2.
Blick in die Messehalle im Werk 2.
Foto: Klaus Nauber/Leipzig (Pop Up

Nun das Aus. Warum? Lief doch nicht alles zufriedenstellend? - Eine Musikmesse gab es in diesem Jahr nicht. Stattdessen soll die "Pop Up X" laut Verein ein Szenetreff gewesen sein. Die Veranstaltungen beschränkten sich auf Diskussionsforen und Konzerte. Im Dezember 2010 nannte man das noch "neues Konzept". Dazu die Vereinsleute von "Pop Universell" dieses Jahr: "Leipzig Pop Up macht für uns ohne Messe keinen Sinn. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Leipzig Pop Up zugunsten eines neuen Projekts zu beenden." Die bisherige Form - Messe, Diskussion und Konzert - hat laut "Pop Universell" ausgedient. Etwas Neues hätten sich die Vereinsmacher ausgedacht. Was, versucht der Verein zu erklären.

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"In unserem neuen Veranstaltungskonzept bleiben die Grundsätze des Vereins ebenso erhalten wie der Fokus auf die Musikszene, gleichzeitig erfolgt eine Loslösung von der Musikmesse als Veranstaltungsform. Ziel ist es, die Alleinstellungsmerkmale und Möglichkeiten Leipzigs in eine neuartige Veranstaltung zu integrieren, die Erfahrung und Kompetenz aus der bisherigen Vereinsarbeit gewinnbringend fortzuführen und sich an den Bedürfnissen der unabhängigen Musikbranche zu orientieren. Zur Gestaltung einer solchen Veranstaltung werden wir deshalb bereits in dieser frühen Konzeptionsphase den Dialog mit weiteren Akteuren suchen", heißt es von "Pop Universell". Konkret klingt das noch nicht. Bleibt "Pop Universell" bei der zuletzt dargestellten Veranstaltungsform aus Konzert, Podium und Szenetreff? Beschäftigt sich "Pop Universell" nun verstärkt mit lokalen und regionalen Akteuren?

Ideen für einen Neuanfang besitzt der 2001 gegründete Verein anscheinend noch nicht. Hofft aber, dass ihm die Ideen zugetragen werden. Er verkündet nur, dass die "Pop Up" nicht als Herzensangelegenheit der Veranstalter und langjährigen Unterstützer ausgedient habe, "wohl aber als Treffpunkt der unabhängigen Musikszene in ihrer bisherigen Form. Dies ist die Quintessenz der diesjährigen Veranstaltung, die im Mai erstmalig in ihrer zehnjährigen Geschichte ohne den Messebereich als reine Diskussions- und Festivalveranstaltung stattfand."

Und weiter heißt es von den Machern: "Spannende, neue Musik, die Vernetzung innerhalb der unabhängigen Musikszene und Leipzig als großartige Stadt liegen uns weiterhin am Herzen. Im Verein Pop Universell leben diese Aspekte weiter. In welcher Form sie wieder an die Oberfläche treten, ist noch offen. Fest steht: Es wird etwas Neues geben. Vorschläge und Ideen sind immer willkommen!"

Pop Universell Online
www.popuniversell.de


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