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„Exoten“ auf der Leipziger Buchmesse: „Eiferbibsch, wen ham mer denn da?“ (2)

Marko Hofmann
In der Leipziger Computerschule sitzen auch die Lehrer nach. Spielend lernen, was eigentlich beim Spielen geschieht. Bei einer Weiterbildung in Erfurt hatten sich manche sogar mit großer Freude länger als geplant mit einem Computerspiel beschäftigt.
In der Leipziger Computerschule sitzen auch die Lehrer nach. Spielend lernen, was eigentlich beim Spielen geschieht. Bei einer Weiterbildung in Erfurt hatten sich manche sogar mit großer Freude länger als geplant mit einem Computerspiel beschäftigt.
Foto: Jan Kaefer
Ein Festival des Lesens soll die Leipziger Buchmesse sein. Computer nur Hilfsmittel, aber keine Konkurrenz darstellen. Die Leipziger ComputerSpielSchule hat sich trotzdem aufs Messegelände gewagt, aber in „friedlicher“ Absicht. Auch eine mobile Leipziger Amtsstube ist dabei. Eine, die dafür sorgen will, dass der Familienfrieden hält.


„Diese Jugend heutzutage. Nicht mal auf der Buchmesse können sie die Finger vom Computer lassen“, ist man geneigt zu sagen, wenn man an den Stand der Leipziger ComputerSpielSchule tritt, wo einem dann noch erklärt wird, dass das Daddeln auf der Buchmesse fest eingeplant ist.

„Die Verbindung zwischen Buch und Computerspiel herzustellen, ist unser Ziel auf dieser Messe“, erklärt mir Medienpädagogin Dorothea Rosenberger, während hinter ihr ein Junge dem Controller viel abverlangt. „Messebesucher gucken sich ein Buch an – beispielsweise Shrek - und können hier das Spiel dazu sehen und testen“. Vornehmlich will Rosenberger mit ihrem Team allerdings nicht den Konsum fördern, sondern Eltern erreichen, um ein Bewusstsein für die Unterschiede zwischen Buch und Spiel und für die Faszination eines Computerspiels zu wecken.

„Das war optimal, so haben sie selbst erfahren, welche Wirkung ein Spiel entfalten kann“. In der Computerspielschule aus Leipzig können die Erwachsenen lernen, was die "Kleinen" tun.
„Das war optimal, so haben sie selbst erfahren, welche Wirkung ein Spiel entfalten kann“. In der Computerspielschule aus Leipzig können die Erwachsenen lernen, was die "Kleinen" tun.
Foto: Jan Kaefer
„Die Computersucht wird als Problem immer mehr in den Fokus rücken. Mehr als die Problematik bei bestimmen Computerspielen“. Deshalb sei es am besten, die Eltern informierten sich ausgiebig über das Lieblingsspiel ihre Stifte, um ein Verständnis für ihr Kind zu entwickeln. „Bei Spielen wie World of Warcraft kann man aufgrund der Spieleinteilung nicht sagen, dass das Kind in zehn Minuten fertig sein soll, aber das weiß man nur, wenn man es selbst mal probiert hat und so auch erfährt, wie es aufgebaut ist und es sich spielen lässt“. Mit Lehrern, die sie mit ihrem Team schult klappt das ganz gut. Bei einer Weiterbildung in Erfurt hatten sich manche sogar mit großer Freude länger als geplant mit einem Computerspiel beschäftigt.

„Das war optimal, so haben sie selbst erfahren, welche Wirkung ein Spiel entfalten kann“. Rosenberger zockt auch selbst. „Wenn ich Ratschläge verteilen würde, ohne das Spiel zu kennen, wäre das nicht ehrlich. Zu Hause spiele ich aber nur das, was mir Spaß macht. Autorennen zum Beispiel, denn da bin ich gut drin und Online-Rollenspiele. Viele ältere Leute, die zu uns kommen, spielen Wimmelbilder. Der absolute Renner. Für mich hat das keinen Reiz“. Die ComputerSpielSchule zieht derzeit vom Humboldt- ins Schillergymnasium und steht allen Interessierten offen. Auch der Generation 50+, die den Wimmelbildern verfallen ist.

Eiferbibsch, wen ham mer denn da? Auf der Leipziger Buchmesse tummeln sich auch die "Exoten"
Eiferbibsch, wen ham mer denn da? Auf der Leipziger Buchmesse tummeln sich auch die "Exoten"
Foto: Jan Kaefer
Doch nicht nur weil man in einer ComputerSpielSchule Wimmelbilder spielen kann, macht Eltern sein Spaß. Die Mitarbeiter am Stand des Leipziger Jugendamts hätten mir sicherlich aus dem Stegreif mindestens zehn weitere Gründe für das Eltern sein nennen können, aber ich habe sie nicht gefragt, auch wenn ein großes Plakat an ihrem Stand eben diese Losung verkündet. Plakate, von denen es noch mehr gibt. Das mit der Überschrift„Ich bin so müde“ zeigt eine junge Mutter mit Kleinkind und Augenringen. Sie sollen die Hilfsangebote des Jugendamts bewerben.

„Wir nutzen die Buchmesse, um auf unsere Angebote aufmerksam zu machen“, diktiert mir die Referentin für Familienpolitik, Dr. Cornelia Pauschek, in meinen Block.

Mehr zum Thema:

„Exoten“ auf der Leipziger Buchmesse: „Eiferbibsch, wen ham mer denn da?“ (1)
Verlage, Fernsehsender, Radiostationen ...
„Viele wissen von denen gar nichts, aber hier auf der Messe kommen viele auf uns zu“, und die Rückmeldungen in entspannter Atmosphäre sind laut Pauschek durchweg positiv. „Es überrascht, dass auch Besucher von auswärts unseren Stand gut finden und uns auch oft erklären, dass das Jugendamt in ihrer Stadt keinen guten Ruf genießt“. Gearbeitet wird in Schichten, sodass jeder auch noch einen Einblick von der Buchmesse erhält. „Das passt immer ganz gut. So kriegt man noch mehr mit und immerhin haben wir Veranstaltungen auch selbst organisiert“. Ein Forum zum Kinderstadtführer beispielsweise.

Mithilfe eines Laptops demonstrieren die am Stand Gebliebenen derweil wie man die Publikationen des Jugendamts kostenlos aus dem Netz ziehen kann. „Viele wissen gar nicht, dass sie unsere Veröffentlichungen als PDF-Datei herunterladen können“. Wozu eine Leipziger Buchmesse doch gut sein kann.

Zur Leipziger ComputerSpielSchule im Netz
http://www.uni-leipzig.de/~compsp/Csl/index.html

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