Auszeichnung auf der Leipziger Buchmesse: Goldene Letter für Buch aus der HGB
Redaktion
28.02.2010
XX – Die SS-Rune als Sonderzeichen auf Schreibmaschinen.
Die Freude war groß diese Woche in der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Ein Buch, das schon im Wettbewerb um den sächsischen Designpreis erfolgreich war, bekam jetzt einen der wichtigsten Preise für Buchgestaltung zugesprochen: die Goldene Letter.
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Seit 1963 findet in Leipzig der weltweit einzigartige internationale Buchgestaltungswettbewerb "Schönste Bücher aus aller Welt" statt. Seit 1991 ist die Stiftung Buchkunst für die Durchführung verantwortlich.
Eine unabhängige Jury – ausgewiesene Experten aus Deutschland, Japan, den Niederlanden, Spanien und USA – beurteilte in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig Buchgestaltung und -produktion von 634 zum Wettbewerb eingesandten Büchern aus 32 Ländern. Diese Bücher waren zuvor bereits in nationalen Wettbewerben für ihre Gestaltung ausgezeichnet worden und stellen sich nun der Konkurrenz aus anderen Ländern.
Die einzelnen Kapitel bebildern die Zeit.
Foto: HGB / Institut für Buchkunst
Vier Titel aus dem Schweizer Wettbewerb werden mit einer Goldmedaille, je einer Silber- und einer Bronzemedaille sowie einem Ehrendiplom ausgezeichnet. Für zwei Bücher aus dem Österreichischen Wettbewerb gibt es je eine Silber- und eine Bronzemedaille; eine weitere Bronzemedaille erhält ein schwedisches Buch. Je ein Buch aus China, den Niederlanden, Polen und Tschechien wird mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet.
Drei Auszeichnungen, davon zwei Bronzemedaillen, entfallen auf Bücher aus dem deutschen Wettbewerb.
Die Jury sprach die Goldene Letter – die höchste Auszeichnung bei "Schönste Bücher aus aller Welt" – der im Institut für Buchkunst der HGB erschienenen Veröffentlichung "XX – Die SS-Rune als Sonderzeichen auf Schreibmaschinen" zu.
Wie eine alte Akte gestaltet: XX – Die SS-Rune als Sonderzeichen auf Schreibmaschinen.
Foto: HGB / Institut für Buchkunst
In der Begründung der Jury heißt es: "Anhand einer Schreibmaschinentaste, dem sogenannten Doppelblitz, werden Zeitdokumente des Dritten Reiches, Zeitungsausschnitte, Briefe, Fotografien und Schriftstücke aus verschiedenen Blickwinkeln zusammengetragen und in überzeugender Struktur mit dem typischen Akten-Charakter in Bezug zueinander gesetzt ... Ein außerordentliches Buch, das durch die umfangreiche Recherche überzeugt und es versteht, das Thema konzeptionell und visuell zeitgemäß aufzubereiten, ohne den Charakter der einzelnen Fundstücke zu verfälschen ..."
Autoren und Gestalter dieser Veröffentlichung sind die Studenten Elisabeth Hinrichs, Aileen Ittner und Daniel Rother. Das Werk war schon mit dem „Sächsischen Staatspreis für Design 2009“ und im Wettbewerb 2009 der Stiftung Buchkunst mit einem „Förderpreis für junge Buchgestalter“ ausgezeichnet worden.
Die Verleihung der Auszeichnungen findet am 19. März um 16 Uhr auf der Leipziger Buchmesse am Stand der Stiftung Buchkunst (G 600 in Halle 3) in internationalem Rahmen statt.
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