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Müllskandal im Freistaat: Wer bezahlt den "Rest"?
Mit Müll hat der Freistaat Sachsen so seine Probleme. Mal werden Deponien überdimensioniert, mal verschwinden italienische Importe flugs über die Landesgrenze, mal sorgt eine Entsorgungsanlage für Umweltbelastung. Eine Dauergeschichte über Negieren, Absegnen und Aussitzen.Zur Startseite des Dossiers
Dossiers
Was da am Montag, 21. November, im Abfalluntersuchungsausschuss des Sächsischen Landtages zur Sprache kam, gehört eigentlich ins große Buch sächsischer Abfall-Schlampereien. Diesmal ging es zwar nicht um italienische Müll-Importe, sondern nur um die Abfallimmobilisierungsanlage S.D.R. Biotec in Pohritzsch. Aber auch hier galt wohl ein amtliches Nicht-so-ernst-Nehmen.
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Ralf Julke | 24.11.2011
Seit Jahren beschäftigen die dubiosen Reisen von Müll durch mitteldeutsche Lande die Öffentlichkeit und den Abfalluntersuchungsausschuss des Sächsischen Landtages. Noch im Dezember 2008 erklärte Sachsens Umweltminister Frank Kupfer vollmundig, es gäbe keine Hinweise auf die illegale Entsorgung italienischen Hausmülls.
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Ralf Julke | 14.09.2011
Es ist eine alte Geschichte, doch bleibt sie ewig teuer: Am Montag, dem 27. Juni, tagte in Dresden auch einmal wieder der Landtags-Untersuchungsausschuss. Diesmal war Holger Bauerfeind, ehemaliger Geschäftsleiter des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Westsachsen (ZAW) und Geschäftsführer der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV), als Zeuge geladen.
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Ralf Julke | 29.06.2011
Ein sächsischer Abfallskandal sorgt gerade im Nachbarland Sachsen-Anhalt für Wirbel. Bei Kontrollanalysen auf Deponien in Sachsen-Anhalt wurden Schwermetalle gefunden. Die Quelle der Schadstoffe ist eindeutig die Firma S.D.R. Biotec in Pohritzsch im Landkreis Nordsachsen. Von dort sind auch tausende Tonnen Materials auf sächsische Deponien gelangt.
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Ralf Julke | 21.06.2011
Am Dienstag, 7. Juni, veröffentlichte das Sächsische Landesamt für Statistik die neuesten Zahlen zum Sondermüll in Sachsen. Ein heikles Thema. Auch wenn die jüngsten Zahlen nun aus dem Jahr 2009 stammen. Und die Statistik zeigt auch recht klar, wie der Müllimport nach Sachsen seit 2005 kräftig angekurbelt wurde. Sachsens Lieblingsimporteur mit weitem Abstand: Italien.
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Ralf Julke | 09.06.2011
Dass nicht gerade atomarer Abfall aus Fukushima oder Asse in den Restbrennstoffen der Deponie Cröbern auftauchen würde, war eigentlich schon klar, als die Papierfabrik Eisenhüttenstadt radioaktive Belastung bei gelieferten Ersatzbrennstoffen aus Westsachsen meldete. "Strahlenbelastung bei Ersatzbrennstoffen ungefährlich", meldete denn auch das sächsische Umweltministerium am Abend des 18. April.
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Ralf Julke | 20.04.2011
Die sächsischen Behörden sind darüber informiert worden, dass am Dienstag, 12. April, an eine Papierfabrik in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) radioaktiv belasteter Ersatzbrennstoff aus Sachsen geliefert wurde. Und die Quelle der Stoffe kommt Kennern der sächsischen Müll-Skandale irgendwie bekannt vor.
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Redaktion | 15.04.2011
Am Montag, 21. März, haben die demokratischen Oppositionsfraktionen auf Antrag der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag zwei Beweisanträge für den Müll-Untersuchungsausschuss eingereicht. Sie betreffen den nicht genehmigungskonformen Betrieb der Abfallbehandlungsanlage der S.D.R. Biotec in Pohritzsch (Landkreis Nordsachsen).
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Redaktion | 23.03.2011
2009 wies die Landesdirektion Leipzig die Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zur Abfallbehandlungsanlage Pohritzsch noch großspurig zurück. Doch die Zahlen, die der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Lichdi jetzt auf eine Kleine Anfrage hin bekam, lassen befürchten, dass mindestens 68.000 Tonnen Giftmüll auf sechs mitteldeutsche Deponien gelangt ist.
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Redaktion | 10.03.2011
Dass Müll mittlerweile eine Menge Geld wert ist und kriminelle Aktivitäten um seine Entsorgung oder Verschickung kein ungewöhnlicher Vorgang mehr sind - den Freistaat Sachsen hat diese Botschaft noch lange nicht erreicht. Jedenfalls machte die jüngste Vernehmung im Müll-Untersuchungsausschuss des Landtages auf einen diesen Eindruck.
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Redaktion | 10.02.2011
Am Dienstag, 18. Januar, berichtete die TV-Sendung MDR-exakt - wieder einmal - über die italienischen Mülltransporte auf die Deponie Cröbern bei Leipzig. Demnach sind 2008 Abfälle mit den hochgiftigen Beigaben Arsen, Selen, Chlorid, Furan und Dioxin auf die Deponie gelangt, ohne dass die Überwachungsbehörden informiert wurden.
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Redaktion | 21.01.2011
Am Montag, 17. Januar, wurden in der 6. Sitzung des 1. Untersuchungsausschusses (Abfall) des Sächsischen Landtages die ersten Zeugen vernommen. Und das erste Fazit ist schon kein ermutigendes: Die Zahl der Brände in Sachsens Abfalllagern hat seit den ersten Alarmmeldungen 2007 nicht abgenommen.
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Ralf Julke | 20.01.2011
"Italienischer Giftmüll in Sachsen" heißt der Bericht des MDR-Magazins Exakt, der am Dienstag, 3. August, ausgestrahlt wurde. Wieder ein Bericht über Müllimporte nach Sachsen. Diesmal zu Grenzwertüberschreitungen bei Giftmüllimporten aus Italien auf die Zentraldeponie Cröbern (ZDC).
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Ralf Julke | 05.08.2010
Müll aus Italien taucht tatsächlich in sächsischen Statistiken auf. In dieser Woche veröffentlichte das Landesamt für Statistik in Kamenz die Zahlen für Müll-Erzeugung und Müll-Entsorgung für das Jahr 2008. Sachsen ist demnach ein beliebtes Entsorgungsgebiet für gefährliche Abfälle.
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Ralf Julke | 17.07.2010
"Dabei stellen wir nicht in Abrede, dass Gesetzesverstöße und Verfehlungen rechtlich verfolgt und geahndet werden müssen", erklärte Tino Günther, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Donnerstag, 1. Juli. Da hatte sich der sogenannte "Müll-Untersuchungsausschuss" konstituiert.
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Ralf Julke | 03.07.2010
Am heutigen Donnerstag, 1. Juli, trifft sich im Dresdener Landtag der zweite Untersuchungsausschuss zu seiner konstituierenden Sitzung. Während der erste zum Thema "Aktenaffäre" (oder "Sachsen-Sumpf") seine Arbeit aufgenommen hat, beschäftigt sich dieser mit dem sächsischen Müll.
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Ralf Julke | 01.07.2010
Nach dem Brand in einem Lager der Kreiswerke Delitzsch Anfang April und der Einschaltung der sächsischen Staatsanwaltschaft erreicht das Thema nun auch die EU: Die EU-Kommission hat sich eingeschaltet. Sie moniert die Auftragsvergabe für die Abfallbeseitigung in Delitzsch.
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Redaktion | 07.05.2010
Dass die Kreiswerke Delitzsch mit der weiteren Entsorgung der heizwertreichen Fraktionen aus der MBA Cröbern so ihre Probleme haben, darüber hat die L-IZ in der Vergangenheit mehrfach berichtet. Ein Brand am 7. April sorgt jetzt dafür, dass sich die Staatsanwaltschaft mit dem Thema beschäftigt.
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Redaktion | 02.05.2010
Am Donnerstag war wieder einmal Großeinsatz: da schwärmten Polizei und Staatsanwalt in der Region Halle und in Westsachsen aus. Ihr Tagesthema wieder einmal: Müll. Genauer: der so genannte "Italo-Müll", der nach Sachsen und Sachsen-Anhalt importiert wurde.
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Redaktion | 28.11.2009
1 Euro teurer als 2007, genauso teuer wie 2006 – so steht's um den Preis des sächsischen Mülls, hat das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft ausgerechnet. 51 Euro zahlte der durchschnittliche Sachse 2008 für seine Abfallentsorgung. Der konkrete Sache mal mehr, mal weniger.
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Ralf Julke | 24.11.2009
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