Alles Stopfen hilft nichts: Müllpreise in Leipzig steigen 2010
Ralf Julke
14.10.2009

Mülltonne.
Nach den Wasserkosten steigen im nächsten Jahr auch die Müllkosten in Leipzig. Das teilten heute Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal und der Leiter des Eigenbetriebs Stadtreinigung, Dr. Frank Richter mit. Zwischen 40 Cent und 3,44 Euro muss der einzelne Leipziger mehr zahlen.
Die Preise steigen wieder gestaffelt nach Behältergrößen. Und zwar in diesem Jahr bei allen Behältern. Die Ursachen liegen in Preissteigerungen, den Anschaffungskosten für neue Fahrzeuge, sogar im Verfall von Schrott- und Papierpreisen. Aber wieder einmal sind es auch die Abnahmekosten in der Deponie Cröbern, die die Entsorgungskosten der Leipziger in die Höhe treiben.
Es erhöhen sich dabei nicht nur die Bereitstellungskosten in allen Tonnenkategorien, sondern auch die Entleerungsgebühren. Am heftigsten bei der kleinsten, der 80-Liter-Tonne - von 4,56 Euro pro Entleerung auf 5,05 Euro ab 1. Januar 2010.
Während die Leerung einer 120-Liter-Tonne von 5,71 Eiro auf 5,85 Euro preislich ansteigt, die einer 240-Liter-Tonne von 7,68 Euro auf 8,26 Euro und die der größten Tonne, dem 1.100-Liter-Behälter, von 31,38 Euro auf 33,44 Euro.
Die unterschiedlichen Steigerungsraten haben mit dem "Stopfverhalten" der Leipziger zu tun. Was 2006 bei den 1.100-Liter-Tonnen begann, ist mittlerweile auch bei kleineren Tonnen üblich geworden: Um Leerungsgebühren zu sparen, verdichten - vor allem Hausmeisterdienste - den Inhalt der Tonnen zuweilen mit erheblichem Druck. Was nicht nur dazu führt, dass Tonnen immer häufiger ausbeulen und unbrauchbar werden, sondern auch zu dem Effekt, dass die Müllmenge der Leipziger zwar relativ konstant bleibt, die Tonnen aber seltener zur Leerung bereit gestellt werden.
"Gezahlt aber wird am Schluss", heißt ein bekanntes Stichwort: bei der Ablieferung des Mülls nämlich an der MBA Cröbern. Und dort wird pro Tonne Gewicht bezahlt. Auch das ist teurer geworden und könnte 2011 für die nächste Preissteigerung sorgen.
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