Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche



Kassensturz: Sachsen schmeißen immer weniger Müll in die Tonne

Ralf Julke
Kassensturz
Kassensturz
Foto: Ralf Julke
Die Welt ändert sich. Langsam. Manchmal nur ablesbar an Zahlen wie etwa dem sächsischen Müllaufkommen. Es sinkt. Stetig. Insgesamt 1,4 Millionen Tonnen Haushaltsabfälle wurden 2007 in Sachsen durch die öffentliche Müllabfuhr eingesammelt, teilt das Landesamt für Statistik mit.


Das entspricht einem Abfallaufkommen aus Haushalten von 333,4 Kilogramm je Einwohner. 2004 betrug dieses Aufkommen noch 349,4 Kilogramm je Einwohner. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, ging die eingesammelte Menge an Haushaltsabfällen damit im Vergleich zu den Vorjahren weiter kontinuierlich zurück.

Der größte Mengenanteil der eingesammelten Haushaltsabfälle entfiel mit 654.463 Tonnen auf Haus- und Sperrmüll. Weitere 531.928 Tonnen Haushaltabfälle waren bereits getrennt gesammelte Wertstoffe (Papier, Glas, Holz, Textilien, Kunststoffe, Metalle, gemischte Leichtverpackungen). 217.438 Tonnen Abfälle stammten aus der Biotonne oder waren biologisch abbaubare Abfälle (Grünabfälle). Darüber hinaus wurden 3.269 Tonnen sonstige gefährliche und nicht gefährliche Abfälle der öffentlich-rechtlichen Entsorgung angedient.

Kassensturz
Kassensturz
Foto: Ralf Julke

Die getrennt gesammelten Abfälle (Papier, Glas, Holz, Textilien, Kunststoffe, Metalle, gemischte Leichtverpackungen und Bio- und Grünabfälle) machten in der Summe rund 53 Prozent der Gesamtmenge an eingesammelten Haushaltsabfällen aus. Damit liegt Sachsen knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 55,6 Prozent. Von den 1,407 Millionen Tonnen Haushaltsabfällen konnten drei Viertel (1,062 Millionen Tonnen) der Verwertung zugeführt werden.

Zum Vergleich: Auch in Leipzig sinkt das eingesammelte Müllvolumen seit Jahren kontinuierlich. Möglicherweise direkter Effekt der drastisch gestiegenen Müllgebühren im Zusammenhang mit der völlig überdimensionierten Anlage Cröbern. Wurden im Jahr 2000 noch 103.250 Tonnen Restmüll und 76.400 Tonen Papier, Glas und Leichtverpackung eingesammelt, so waren es 2004 nur noch 86.088 Tonnen Restmüll und 58.400 Tonnen sortierter Wertstoffe.

2007 fielen nur noch 79.082 Tonnen Restmüll an und 57.000 Tonnen Papier, Glas und Leichtverpackung. Die Leipziger Zahlen für 2008 liegen auch schon vor: 76.672 Tonnen Restabfall und 57.000 Tonnen Papier, Glas, Leichtverpackung. Die Stadt wächst – das Müllaufkommen sinkt. Immerhin ein erstaunlicher Effekt, da es ja keine wirklich wahrnehmbaren Kampagnen zur Müllvermeidung gibt. Einzig die permanent steigenden Preise auch im Einzelhandel in enger Verzahnung mit gestiegenen Steuern und Sozialabgaben lassen darauf schließen, dass den Sachsen immer weniger Spielraum zur Konsumtion bleibt. Die Kaufkraft stagniert – oder sinkt sogar, wie in Leipzig wieder im Vorjahr zu sehen.

Weniger Konsum, weniger Müll. Der Umwelt tut es gut. Marktwirtschaftlich ist es ein Ausweis für fehlenden wirtschaftlichen Sachverstand auf einigen Entscheidungsebenen. Der Müll ist dann nur ein Zeichen für die ablaufenden Entwicklungen.


Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks



Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Wovon Leipziger träumen: Christina Groß - "Ich lebe von Begegnungen"

Model: Marlene Werner
"Alles ist miteinander verbunden, und hat einen Sinn. Obwohl dieser Sinn meist verborgen bleibt, wissen wir, daß wir unserer wahren Mission auf Erden nah sind, wenn unser Tun von der Energie der Begeisterung durchdrungen ist." (Paulo Coelho, "Der Zahir"). Mich begeistern die Begegnungen mit Menschen, mögen sie zufällig sein oder eben nicht. So kann mich jede große und noch so kleine Begegnung, jedes besondere oder alltägliche Erlebnis, jedes kurze oder tiefe Gespräch, jedes Lächeln, jedes nachdenkliche Gesicht, jede Emotion, jeder Austausch von Blicken bewegen. mehr…

Was Leipzig ausmacht: Der Bürger erwacht und das NSL macht Crowdfounding

Markus noch allein im Keller: Der Ausbau zur zweiten Spielstätte im Neuen Schauspiel soll via Crowdfounding finanziert werden
Das Jahr 2014 war von einem Prozess gekennzeichnet, der nicht so trommelnd, laut sondern leise und schleichend verlief. Dass im Rathaus der eigenen Stadt der kleine und in der Landesregierung Sachsens der große Rotstift regiert, ist bekannt, erkannt und mancher fragt schon lange nicht mehr nach einem Sonnenaufgang über dem Neuen Rathaus. Vor allem nicht, wenn es um Kultur und entsprechende Räume dafür geht. Alles was vielleicht soziokulturelle Rendite, aber kaum einem feuchten Bankertraum entspricht, wird durch die Bürger zunehmend selbst finanziert. Nun ein neues Keller-Domizil fürs „Neue Schauspiel“ wie Crowdfounding. Doch die Uhr tickt und noch fehlen wichtige Euros. mehr…

Wovon Leipziger träumen: Toleranz - mehr geben denn nehmen

Clash of Culture? Wirklich? "Mi casa es tu casa", "Mein Haus ist dein Haus", ist nicht nur eine gebräuchliche Redewendung, sondern ernstgemeinte Respektsbezeugung. (hier in Syrien)
Träume sind so verschieden wie die Menschen. Wieder haben wir viele gefragt, uns ihre Träume zu senden. Jens Fuge war einer davon. Schreibender Weltenbummler, vielreisender Motorradfreak, weltoffener Abenteurer - der Leipziger Autor lebt seine Träume wie kaum ein anderer. Was fehlt so einem noch, wovon träumt Jemand wie er? mehr…

Was 2014 liegenblieb: Ein Interview mit der IG Wiederitzsch zur Erstaufnahme im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus

Es ging hoch her in der ersten Bürgerversammlung zur möglichen Erstaufnahmeeinrichtung im Leipziger Norden am 17. November im Haus Auensee. Wiederitzscher und Gohliser waren neben weiteren Besuchern gekommen, um mehr über die Planungen zur eventuell entstehenden Erstaufnahmeeinrichtung im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus zu erfahren. Nach der Berichterstattung und weiterhin bis heute fehlenden Informationen seitens des sächsischen Innenministeriums zum weiteren Werdegang in Wiederitzsch entstand ein Interview mit der Interessengemeinschaft. mehr…

Parallel zu den neuen Mobilitätsstationen: Auch Fahrradausleihstationen werden 2015 in Leipzig umgesetzt

Auch die Fahrradausleihstationen kommen 2015.
Nicht nur nach den Mobilitätsstationen und den Plänen, sie in Leipzig einzurichten, hatte die SPD-Fraktion noch vor Weihnachten gefragt. Auch was aus den versprochenen Fahrradverleihstationen geworden ist, wollte sie wissen. Die ersten, so antwortete das Dezernat Stadtentwicklung und Bau, sollen 2015 nun kommen. mehr…

Sächsische Abschiebepraxis: Ein himmelschreiender Skandal

Der Leipziger Pfarrer (im Ruhestand) Christian Wolff
Offensichtlich entwickelt sich der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) immer mehr zum willfährigen Befehlsempfänger von Pegida-Parolen. Anders ist die unmenschliche Abschiebepraxis in Sachsen, die allen rechtsstaatlichen Grundsätzen widerspricht und an übelste Nacht- und Nebelaktionen in Diktaturen erinnert, nicht zu erklären. Was kurz vor Weihnachten in Leipzig geschah, dass eine 18-jährige Tschetschenin zwischen 03-04.00 Uhr per Polizeiaktion aus der Asylunterkunft in Plagwitz abgeführt und nach Polen verfrachtet wurde, ist leider kein Einzelfall. mehr…

2015 - was kommt: Die nächste 7-Seen-Wanderung vom 8. bis zum 10. Mai

Wandern im Neuseenland.
"Sächsische Herzlichkeit, nette Wanderbekanntschaften und eine wunderschöne sich in einem ständigen Wandel befindende Seenlandschaft, das sind die Markenzeichen der 7-Seen-Wanderung", werben die Sportfreunde Neuseenland e.V. für dieses Ereignis, das das Neuseenland nun jedes Frühjahr zu einem Wander-Parcour macht. Auch 2015 dürfen sich die Wanderer wieder auf Erlebnisse und Begegnungen im Leipziger Südraum freuen. mehr…

Wenn ein Klamottenladen Halbnackte zu Narren macht: Leo sieht Rot

Ein roter Hemdenbeutel, fünf rote Luftballons und eine Einladung zum Nackigmachen.
Erinnerungen kommen manchmal mit der Post. Da staunt der brave Besitzer von Schlips und Kragen. Dachte ich eben doch noch, der Wahnwitz wäre irgendwo in Dresden zu Ende. Ist er aber nicht. Er liegt bei uns als Päckchen im Büro, knallrot. Und erinnert mich daran, dass ich eigentlich schon vor Kürzerem was schreiben sollte über den Wahnsinn unserer Schönen Neuen Welt. Ich hatte auch schon überlegt, mir eine knallrote Feinrippunterhose zu besorgen. mehr…

10 Interviews mit Flüchtlingen, 10 Lebensgeschichten - Teil 8: "Ohne Angst ein Leben leben"

Broschüre des Bon Courage e.V. Borna: "Von außen sieht es nicht so schlimm aus ..."
Im Interview: eine 1982 in Mazedonien geborene Frau, die 2010 mit ihrer damals neunjährigen Tochter vor der gewalttätigen Familie flüchtet und im Landkreis Leipzig in einem Asylbewerberheim untergebracht wurde. Heute lebt sie mit ihrer Tochter in einer eigenen Wohnung im Landkreis Leipzig. - Genauso unterschiedlich, wie "wir Deutschen" sind, genauso unterschiedlich sind auch "die Flüchtlinge", die immer nur als eine Masse gesehen werden. Ein Blick in das Leben einzelner Asylsuchender, in ihre Erlebnisse, ihre Ängste, ihre Sorgen. mehr…

Neun Vorträge zur Gretchenfrage des 21. Jahrhunderts: Religion - Facetten eines umstrittenen Begriffs - Teil 2 der Besprechung

Alexander Grau, Gerson Raabe (Hrsg.): Religion. Facetten eines umstrittenen Begriffs.
Im dritten Kapitel der Vortragsreihe "Religion - Facetten eines umstrittenen Begriffs" beschäftigen sich Hans Koas, Constantin Klein und Alexander Grau mit den Außensichten auf Religion und betrachten so tatsächlich auch des Pudels Kern. Dass Faust und die Gretchenfrage hier auftauchen, ist zwangsläufig, obwohl Grau den Bogen der Religionskritik sogar bis in die Antike schlägt. mehr…

Topf & Quirl: Mit klarem Kopf ins neue Jahr – Jungfräulicher Mandarinenpunsch

Jungfräulicher Mandarinenpunsch.
Die Feiertage sind gerade so vorübergezogen, das festliche Essen wird noch immer verdaut und schon steht das nächste Event auf dem Programm - Silvester! Mal abgesehen von dem ganzen ohrenbetäubenden Geballer auf den Straßen, kann auch der letzte Tag im Jahr zu einer runden und schönen Sache werden. Vielleicht lädt man sich liebe Freunde ein, guckt „Dinner for One“ rauf und runter und bestaunt dann gemeinsam vom Balkon die hübschen Feuerwerke. Dazu passt natürlich ein leckeres Getränk, das gern auch ohne Alkohol auskommen darf. mehr…

Leipziger Galeria Neujahrslauf am 1. Januar: Sportlicher Jahresauftakt mit doppeltem Jubiläum

Leipziger Neujahrslauf 2014.
Am Donnerstag, 1. Januar, um 11:00 Uhr starten sportbegeisterte Leipziger beim Neujahrslauf ins nächste Sportjahr. Bei der 40. Auflage werden im Jubiläumsjahr der Leipziger Ersterwähnung 1.000 große und kleine Läufer, Walker oder Skater auf der traditionellen Innenstadtrunde erwartet. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung gibt am 1. Januar um 11 Uhr den Startschuss für den „Leipziger Galeria Neujahrslauf“. mehr…

Am 28. Dezember: 179. Bürgerkonzert im Gohliser Schlösschen

Sebastian Ude.
Am Sonntag, 28. Dezember, um 15 Uhr, lädt der Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V. im Rahmen der Gohliser Bürgerkonzerte zu einem Konzert mit Sebastian Ude und Ulrich Vogel in den Festsaal des Hauses herzlich ein. Die beiden großartigen Musiker nehmen Sie mit auf eine musikalische Reise von der Barockzeit bis zum Jazz – ein abwechslungsreiches Programm voller Ohrwürmer und Evergreens. Es erklingen auch kleine Kostbarkeiten der Weltliteratur, die sonst höchstens einmal als Zugabe in Erscheinung treten. mehr…

Neun Vorträge zur Gretchenfrage des 21. Jahrhunderts: Religion - Facetten eines umstrittenen Begriffs - Teil 1 der Besprechung

Alexander Grau, Gerson Raabe (Hrsg.): Religion. Facetten eines umstrittenen Begriffs.
Es schwirren ja allerlei Behauptungen durch die Welt. Solche vom Kaliber "Die Religion ist wieder auf dem Vormarsch" oder " Die Säkularisierung schreitet voran", wahlweise auch "Die Aufklärung ist gescheitert“. Allerlei Mumpitz, aus voller Brust behauptet von Leuten, die lieber nicht nachprüfen, was dran ist. Nur laut muss es sein. Zeit, mal öffentlich drüber nachzudenken, fand man 2013 an der Erlöserkirche in München-Schwabing. mehr…

Momente 2014 (Teil 2): Wenn sich Zwei streiten...

Wo will der Ball denn hin?
Wenn sich Zwei streiten, entfleucht der Dritte. Über die Disziplinlosigkeit von Bällen habe ich ja bereits gestern philosophiert. Ein Rugby-Ball mit seiner ei(!)genartigen Form bringt diesbezüglich noch mal eine ganz neue Dynamik ins Spiel. Die Richtung, die er nach einem Aufprall auf den Boden einschlägt, ist kaum vorhersehbar. Mit ungläubigen Blicken scheinen auch die Sportlerinnen auf dem heutigen Foto das Eigenleben des Spielgerätes zu bestaunen. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Die L-IZ-Suche.
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Anzeigen.
Reisebericht
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Die Stadthühner beim Online-Voting in der Kategorie "WWF Sonderpreis". Bis zum 11. Januar für das Leipziger Projekt abstimmen:
Nachspiel
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Weltnest
Tüpfelhausen
Hafenbar
Zuletzt auf L-IZ.de veröffentlicht.
Alle Artikel von heute in der Tagesansicht.
Anzeigen.
Gewinnspiele & Aktionen.
Bücher:
Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher aus Leipzig.
Unser Senf
Anzeigen.
Größter Indoor-Spielplatz in Mitteldeutschland
Link-Tipps.
Forum Café LE
Bildblog