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NABU Leipzig unterstützt Ökolöwen: Deponie Cröbern muss bis auf Weiteres geschlossen werden

Redaktion
Leonhard Kasek.
Leonhard Kasek.
Foto: privat
„Die Auseinandersetzung um Cröbern ähnelt fatal dem Müllskandal in Mügeln", ist sich Leonhard Kasek, Vorsitzender NABU Regionalverband Leipzig e. V., sicher. In Mügeln wurde illegal Giftmüll in einem Schießplatz verbaut. Als eine Bürgerinitiative das öffentlich gemacht hat, wurde diese der Lüge bezichtigt und bedroht.


Herbeigerufene Kontrolleure des damaligen Regierungspräsidiums fanden erstaunlicherweise nichts und auch das Dresdner Umweltministerium sah keinen Handlungsbedarf. Als Peter Escher im mdr das Thema aufgriff, begann ein bekanntes Spiel: Statt die Vorwürfe ernsthaft zu prüfen, wurden mit Verleumdungsklagen gedroht.

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"Erst als sich renommierte Fachleute aus anderen Bundesländern einschalteten, reagierte Dresden und fand dann sehr schnell den Giftmüll", kritisiert Leonhard Kasek. „Wir fordern daher, dass sofort Experten, die von sächsischen Behörden unabhängig sind, die Vorwürfe zu prüfen."

Das sei umso nötiger, als die Deponie Cröbern am Ufer des künftigen Störmtaler Sees auf unsicherem Boden stehe. Durch das ansteigende Wasser im nahen See steige auch das Grundwasser unter der Deponie. Das werde zu Setzungen und auch zu Hebungen des Erdbodens führen. Dabei könnten die Abdichtungen unter der Deponie zerstört werden, die verhindern sollen, dass giftiges Sickerwasser aus der Deponie ins Grundwasser gelangt.

„Sollte das geschehen, sind alle Seen im Südraum bedroht", sagt Kasek. Selbst wenn dann die Grenzwerte nicht überschritten werden sollten, wäre der Imageschaden so groß, dass das Tourismusgeschäft zusammenfallen würde. Die Deponie hätte nicht so nah an den entstehenden Bergbauseen errichtet werden dürfen. In Cröbern müssten gerade deshalb strengste Maßstäbe angelegt werden.

„Der Ökolöwe hat Recht", erklärt der NABU-Vorsitzende. „Die Deponie muss geschlossen werden, bis unabhängige Experten und die Staatsanwaltschaft alles geprüft haben. Schon viel zu oft haben Ganoven in Mitteldeutschland mit Giftmüll zum Schaden der Bevölkerung schmutzige Geschäfte gemacht."


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