Mitte Juli: Das Jahr in England neigte sich dem Ende zu. Nun hieß es nur noch vom Norden in den Süden, Formalitäten und Einkäufe erledigen. Von Fort William bis nach Dover sind es ellenlange 957 km. Von wegen Insel = klein. Wir schafften die Strecke gemütlich in zwei Tagen. mehr…
“Kleine weiße Friedenstaube, fliege über’s Land“ – so beginnt eines der populärsten Pionierlieder in der DDR, welches bekanntlich Kindergärtnerin Erika Schirmer zu verdanken ist. Was dies mit Schottland zu tun hat, will ich alsbald erklären. mehr…
Wehmütig packte ich am letzten Schultag meine Taschen ins Auto. Das Schuljahr war vorbei, mein Vertrag ausgelaufen und schon morgen sollte ein anderer Kollege in meine Wohnung ziehen. Es war kein Platz mehr hier für mich. mehr…
In eine Gemeinschaft aufgenommen zu werden, ist wunderschön. Eine Gemeinschaft zu verlassen, umso unschöner. Man hat sich an die Leute gewöhnt, man kennt die Abläufe in- und auswendig und weg will man meist sowieso nicht. Mehrmals wurde mir angeboten, noch ein Jahr länger am College zu bleiben. mehr…
An einem Internat treffen sich, wie bereits berichtet, Menschen aus allerlei Ländern – wir sind ja in England. Chinesen, Deutsche, Argentinier, Schotten und auch (ein) Kenianer. Cebo, so sein Name, war wohl von seinen Eltern nach England geschickt worden. So genau weiß das keiner. mehr…
Nachdem ich aus meinem nachmittäglichen Schlaf wieder erwacht war, ging es mir schlechter als zuvor. Der Druck in der Nasen- und Stirngegend war ungeheuerlich, unerklärlich und nicht zum aushalten. Das Fieberthermometer der Schulkrankenschwester brachte Gewissheit: 39,5°. mehr…
Tavistock ist nun wirklich nicht der Mittelpunkt der Welt. Auf Deutsch gesagt liegt es eher am Hinterteil. Das hat nicht immer Nachteile. Es hat auch Vorteile. mehr…
Die Engländer und ihr Sport. Ich hätte nicht gedacht, dass die ausgeübten Sportarten hier so verschieden sind von denen in Deutschland. Na klar, die Engländer spielen viel Fußball, vor allem auf Ebene der Nationalmannschaften weniger erfolgreich, wie kürzlich erst wieder bestätigt wurde. mehr…
Jungs sind immer für eine Überraschung gut. Je gelangweilter sie sind, desto schlimmer ist die Überraschung. An einem meiner Abenddienste musste ich dies erst letztens wieder feststellen … In der Schule war nicht mehr viel los, Hausaufgaben gab es wenige. mehr…
Woran denken Sie eigentlich, wenn Sie Cornwall hören? Landhäuser mit viel Wald? Schnulzen à la Rosamunde Pilcher? Endlose Küste? Surfer mit wenig Grips und viel Potenz? Enge Straßen? Ja? Dann liegen sie gar nicht so falsch. – Na gut, Surfer kenne ich nicht so viele. mehr…
Heute soll ich sie treffen! Die erste Olympiateilnehmerin, die mir überhaupt über den Weg läuft und dann noch eine Silbermedaillen-Gewinnerin aus Tavistock. Heather Fell (26). Bei den Olympischen Spielen im Modernen Fünfkampf nur von der deutschen Lena Schöneborn geschlagen. mehr…
Sport finden Louisa, Julia, Marcel & Sebastian, die deutschen Gastschüler im Kelly Colege in Tavistock toll, haben sie im ersten Teil des Interviews verraten. Das Tagespensum ist gewaltig, die Vorurteile der Mitschüler nerven ein bisschen. Aber wie sieht's mit den Macken aus? mehr…
Zum Glück bin ich nicht der einzige Deutsche hier. Jedes Jahr bekommt das Kelly auch ein paar Deutsche, die zumindest für ein Jahr bleiben. Sie erleben das Internat und vor allem die englische Jugend aus einer anderen Perspektive. mehr…
Ja, na gut. Andorra ist keine Fußballübermacht. Keine Mannschaft, die man in seinem Leben gesehen haben muss. Eben ein Bergvolk, welches sich auf internationalem Niveau gern ein paar einschenken lässt und sonst die Atmosphäre in den Stadien genießt. mehr…
Geister gibt es nicht. Also ich habe noch keine gesehen und verdammte deren Existenz rigoros ins Reich der Fantasie – bis ich nach England kam. Am Internat spukt es, nach Meinung mancher Kinder und – noch erschreckender – mancher Kollegen. Selbst der Schulpfarrer erzählt Geistergeschichten im Gottesdienst. mehr…
Was macht man also als Schüler in einem Internat, welches in einem langweiligen Städtchen liegt? Man darf ja nur drei Tage die Woche raus und die restliche Zeit ist man eigentlich streng kaserniert, denn Schüler sollen bekanntlich lernen und Sport treiben. mehr…
“Tavistock, Tavistock? Wo liegt das eigentlich?“. So oder so ähnlich habe ich mich selbst gefragt, als ich mich um den Job hier beworben hatte. Klar kannte ich Cornwall, nicht zuletzt von den Filmen mit der leichten Unterhaltung – von Rosamunde Pilcher. mehr…
Zum Glück hatte ich heute noch mal die Essensregeln laut Knigge durchgelesen und diese verrieten mir wichtige Dinge, die ich schon kannte, und wichtige Dinge, die ich glücklicherweise noch mal nachgelesen hatte. Dass das Besteck von Außen nach Innen benutzt wird, wusste ich noch. mehr…
Nicht nur ich bin neu am Kelly College. Auch der Direktor ist neu. Um alle Lehrer kennenzulernen, kamen er und seine Frau auf die Idee die Lehrer nach und nach in Gruppen zum Abendessen in ihr Haus einzuladen. Auch ich fand irgendwann eine Einladung in meinem Fach. mehr…
Wie jede Nation haben die Engländer auch ihre eigenen Feier- und Gedenktage. Einer davon prägte meine Zeit Anfang November. Der Tag des Waffenstillstands des 1. Weltkriegs, der 11. November. In England “armistice day“ genannt (armistice = Waffenstillstand). mehr…