Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche





Marko auf der Insel: Ein Tagebuch – direkt aus einem englischen Internat
In der L-IZ schrieb Marko Hofmann über den spannenden Neubeginn des 1. FC Lok Leipzig. Dann stürzte er sich ins Lehrerstudium und landete – ganz unverhofft – im Herbst 2008 zu einem Praxissemester mitten in England. Sein Tagebuch aus einem echten Jungs-Internat hier kann man's lesen.
Zur Startseite des Dossiers

Marko auf der Insel (31): Zum Abschied ein paar Tontauben schießen

Marko Hofmann
Tontaubenschießen.
Tontaubenschießen.
In eine Gemeinschaft aufgenommen zu werden, ist wunderschön. Eine Gemeinschaft zu verlassen, umso unschöner. Man hat sich an die Leute gewöhnt, man kennt die Abläufe in- und auswendig und weg will man meist sowieso nicht. Mehrmals wurde mir angeboten, noch ein Jahr länger am College zu bleiben.

Die L-IZ im Überblick

Aber die Umstellung der Studiengänge in Leipzig ist eine Reise ins Ungewisse und so ist es besser, man kommt rechtzeitig ans Ziel und vor allem: solange es noch die Seminare gibt, die man braucht.

Seit Anfang Juni zählte ich die Tage, bis die Zeit am Kelly vorbei sein würde. Wer aber bedingungslose Freude auf Deutschland erwartet, wird hier getäuscht. Ich konnte nie so richtig entscheiden, ob ich mich mehrheitlich auf Deutschland freuen oder lieber meinen Abschied vom Kelly bedauern sollte.

Natürlich war ich nicht der einzige, der die Kelly-Gemeinschaft verlassen würde, so gingen auch mehrere Lehrer in Rente und die Abiturienten sind sowieso froh, dass die Zeit an der “Penne“ nun endlich vorbei ist.

Marko fällt der Abschied vom Kelly schwer.
Marko fällt der Abschied vom Kelly schwer.
Die Zeit rannte wie immer schneller, als man leben kann und viel zu zeitig waren die letzten Wochen des Schuljahres ran. Immer schön daran zu erkennen, dass sich im Schulkalender die ersten Abschiedsveranstaltungen für Schüler und Lehrer wiederfanden.

Unser Haus, also Lehrer und Abiturienten, ging zum Abschied Tontauben schießen. Jawoll. Das war natürlich etwas für mich, der noch nie eine echte Schusswaffe in der Hand gehalten und das eigentlich auch nie geplant hatte. Aber in einem Haus eines ehemaligen Armeeoffiziers ist das eben möglich. In Deutschland würden die Eltern wohl Sturm laufen, wenn die Abiturienten zum Abschluss noch mal die Büchse schwingen dürften.

Ein Kleinbus der Schule brachte uns in einer nervenaufreibenden Fahrt – ja man ist aufgeregt – über die Grenze nach Cornwall. Ich dachte ja, wir fahren auf einen Schießübungsplatz und stellte mir mehrere Kabinen und eine klar erkennbare Tontauben-Anlage vor. Schöne Träume …

Zum Abschluss noch ein echtes Tontaubenschießen.
Zum Abschluss noch ein echtes Tontaubenschießen.
Fotos: Marko Hofmann
An einem verwilderten Parkplatz hielt unser Fahrer an. Hier stand nur ein einziges Auto, Hinweisschilder gab es nicht. Hier sollte es wohl sein. Das Gras wurde seit Ewigkeiten nicht mehr gemäht. Zu zwölft schlichen wir uns den Feldweg entlang, zwischen Büschen hindurch und ich hatte das Gefühl, wir über eigentlich ein Manöver in einem Guerillahinterhalt. Noch skurriler wurde es, als auf einer Lichtung ein hagerer Mann in khaki Klamotten lungerte und lässig ein Bein auf einer Bank abstützte. Zwei schwarze Koffer lagen auf dem Tisch. In Filmen verkaufen die entweder Drogen oder erteilen Aufträge; dieser hier war unser Einweiser, unser Lehrmeister. Er erklärte uns in aller Seelenruhe, dass wir uns beim Schuss nach vorn lehnen müssten und wo das Gewehr sitzen muss. Ein Schüler war bestens vorbereitet und hatte seine eigene Waffe mitgebracht. Diese gehöre ihm und seinem Vater. Ich musste kurz an Deutschland denken.

Wir bogen um eine Ecke und hinter einem hohen Busch war ein 3 Quadratmeter großes Rechteck eingezäunt. Das war unser Standpunkt. Nach einem Kommandowort kamen die Tontauben von oben geflogen – von irgendwo – und los ging es.


Mehr zum Thema:



Dossier Marko auf der Insel:
Ein Tagebuch – direkt aus einem englischen Internat
In der L-IZ schrieb Marko Hofmann über den spannenden Neubeginn des 1. FC Lok Leipzig. Dann stürzte er sich ins Lehrerstudium und landete – ganz unverhofft – im Herbst 2008 zu einem Praxissemester mitten in England. Sein Tagebuch aus einem echten Jungs-Internat hier kann man's lesen.
Jeder musste Mütze und Ohrenschützer aufsetzen und hatte fünf Schuss, ich wurde immer aufgeregter und war schließlich dran. Der Einweiser hielt mit mir zusammen das Gewehr, belud es fünf Mal für mich und bei jedem Schuss führte er auch meine Hand. Der Erste saß – Anfängerglück. Der Zweite saß auch – Talent? Aber die restlichen acht gingen mehr oder weniger ins Nirvana. Mir war es egal. Tontauben schießen ist doof. Außerdem: wenn man mit dem Gewehr 20 Mal (zwei Durchgänge) schießt, dann kann es schon am Schultergelenk wehtun. Andere wussten zu überzeugen und zu beeindrucken.

Mein Sport ist das nicht und ich war auch irgendwie froh, als die Waffen wieder in die Koffer wanderten. Übrigens hatten drei von sieben Schülern schon mal geschossen und brauchten keine weitere Einführung. Zum Glück hat der Lehrmeister auch für sie immer die Gewehre nachgeladen.

Die Jungs hatten immerhin Spaß und wussten sich auch beim anschließenden Pub-Besuch zu benehmen, war doch “moderates Trinken“ erlaubt.

Die letzten Tage am Kelly waren somit eingeläutet und ich wusste, dass Tränen irgendwie vorprogrammiert sein würden…


Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks




Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Neuer Versuch, Leipzigs Blindenleitstreifen sichtbar zu machen: Piktogramme für die Grimmaische Straße

Piktogramm neben dem Blindenleitstreifen in der Grimmaischen Straße.
Es passte natürlich. Am einen Ende der Straße erklärte Baubürgermeister Martin zur Nedden den wissbegierigen Journalisten, warum die Stadt jetzt auffällige Piktogramme neben die Blindenleitstreifen in der Grimmaischen Straße malen lässt - und 100 Meter weiter stand ein Blumentransporter drauf und ein DHL-Auto parkte mal kurz. Es geht wohl nicht wirklich um die Leitstreifen im Pflaster. Es geht wohl mehr um die tägliche Gedankenlosigkeit der Eiligen. mehr…

Am 26. Mai: Internationales Kinderfest auf dem Sportcampus Jahnallee

Am Samstag, den 26. Mai 2011 findet auf dem Sportcampus Jahnallee das alljährliche Internationale Kinderfest der Studentischen Eltern Leipzig e.V. statt. Das Fest für Leipziger Familien wird von Engagierten vieler internationaler Vereinigungen wie dem Zentrum für europäische und orientalische Kultur (ZEOK) und der Capoeira-Gruppe mit verschiedensten Aktionen getragen. mehr…

Ausstellungseröffnung am 24. Mai: Es ‚messet’ wieder. Reclams Messestände von 1945 – 1990

Die Fotoausstellung "Es ‚messet’ wieder." ist Teil des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ im Rahmen der Forschungsförderung „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen. Die Studenten und Wissenschaftler des Fachbereichs Buchwissenschaft an der Universität Leipzig erforschen seit dem Wintersemester 2009/10 die vom Stuttgarter Stammverlag zur wissenschaftlichen Erschließung zurückgeführten Archivdokumente des Leipziger Parallelverlagsteils. mehr…

Grüne Hochschulgruppe und Grüne Jugend laden ein: Diskussion über die Preiserhöhung der LVB

Die LVB planen für August 2012 eine weitere Erhöhung der Fahrpreise. Ein Einzelfahrschein wird zum Beispiel 20 Cent mehr kosten. Insgesamt werden die Tarife um rund 10 Prozent erhöht. Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert diese Entwicklung scharf. Sie sieht die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gefährdet und findet, Busse und Bahnen sollten für alle bezahlbar bleiben. mehr…

Eine Wagner-Doppel-CD aus den ETERNA-Archiven: Richard ist Leipziger ...

Doppel-CD zum 200. Geburtstag: Richard ist Leipziger ...
Wagner ist Leipziger. Irgendwie schon. Am 22. Mai 1813 hier geboren. 1834 fortgegangen Richtung Würzburg. "Als fertig ausgebildeter Komponist", betont Thomas Krakow, Wagner-Beauftragter der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender des Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V. Wagner-Beauftragter ist er, weil Leipzig 2013 im Mittelpunkt steht, wenn der 200. Geburtstag des kleinen Wilhelm Richard Wagner gefeiert wird. mehr…

Am 23. Mai: Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln ist zu Gast in Leipzig

Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
Im Rahmen einer Tournee zu ihren Schwesternhochschulen in Aachen, Mainz und Hannover macht die Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln auch Station in Leipzig. Sie tritt am Mittwochabend, 23. Mai, in der Hochschule für Musik und Theater, Grassistraße 8 auf. Gespielt werden zwei Kompositionen des Big-Band-Leiters Joachim Ullrich: „No Better Blues Suite“ und „Second Crime Suite“, die die Band in der letzten Phase erarbeitet und aufgenommen sowie in zwei Konzerten in Köln präsentiert hat. mehr…

Am 23. Mai in Markkleeberg: Grüner-Ring-Veranstaltung zur agra-Brücke

"agra - Brücke B2. Und wie weiter?" Unter dieser Überschrift lädt die Arbeitsgruppe Landschaftspflege des Grünen Ringes Leipzig am Mittwoch, 23. Mai, in den Kleinen Lindensaal des Rathauses Markkleeberg ein. Verschiedene Planungen für den Bereich der agra sollen näher vorgestellt, näher beleuchtet und mit allen Beteiligten diskutiert werden. mehr…

Doppelstadt mit Berggeschrei: Annaberg an einem Tag

Ein Doppelstadtrundgang: Annaberg an einem Tag.
Annaberg ist eigentlich nur die halbe Stadt. Annaberg-Buchholz heißt die Doppelstadt an der Sehma seit 1945. Die Sehma war 1497 noch Landesgrenze zwischen dem ernestinischen und dem albertinischen Sachsen, als die Neustadt am Schreckenberg gegründet wurde, die ab 1501 Annaberg hieß. Der Grund für die Gründung mitten im wilden Erzgebirge: das Erz natürlich, das große Berggeschrei, das genau von hier aus losging 1491. mehr…

American Football: Rostocker greifen bei den Leipzig Lions die Punkte ab

In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins (hellblau) glatt mit 0:41 geschlagen geben.
In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins glatt mit 0:41 geschlagen geben. Gegen die Greife von der mecklenburgischen Küste fanden die heimischen Löwen am Sonnabend einfach keine Mittel. Für Running Back Daniel Teubert war es zugleich das letzte Spiel im Lion-Dress. mehr…

50.000 begeisterte Zuschauer bei Neuseen Classics: Lokalmatador André Schulze gewinnt Profirennen im Zielsprint

Es ist eine Mischung aus Volksfest und hochklassigem Sportevent. Die 9. Auflage der „Sparkassen Neuseen Classics – Rund um die Braunkohle“ war auch am Sonntag, den 20. Mai, eine Erfolgsstory. Über 50.000 begeisterte Zuschauer jubelten bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen Profis wie Amateuren auf ihren Rennrädern entlang der Strecke und im Gewerbepark Zwenkau zu. mehr…

Leipziger Stalking-Mord: Chemie-Student gesteht tödliche Hammerschläge

Im Prozess um den Tod einer Leipziger Arabistik-Studentin gibt es ein Geständnis. Verteidiger Ralf Juhnke verlas zu Beginn des zweiten Verhandlungstags eine Erklärung. Sein Mandant Sebastian T. (28) habe Franziska S. (25) im Streit mit einem Hammer erschlagen. Im Studentenwohnheim in der Johannes-R.-Becher-Straße lauerte der Berliner seiner Ex-Freundin auf, um sie zur Rede zu stellen. mehr…

500 Jahre Nikolaischule: Die Veranstaltungen zum 500-jährigen kündigen sich an

Alte Nikolaischule.
Am Dienstag, 29. Mai, beginnt die große Festwoche am Neuen Nikolaigymnasium, mit der das 500-jährige Bestehen der Schule gefeiert wird. Im Gegensatz zur Thomasschule wissen die Nikolaitaner sogar recht sicher, dass ihre Schule ihre Wurzeln im Jahr 1512 hat. Und selbst das Schulgebäude existiert noch am Nikolaikirchhof. Hier könnte man in diesem Jahr auch feiern. Das tut man auch. Am 29. Mai eröffnet dort die Ausstellung "Bürgerstolz und Bildung". mehr…

Leipziger Wissenschaftler setzen Meilenstein in Glia-Zellforschung: Bald Behandlung von schweren Netzhauterkrankungen möglich?

Prof. Andreas Reichenbach.
Wissenschaftler der Universität Leipzig haben einen Meilenstein auf dem Gebiet der Erforschung von Gliazellen gesetzt. Sie konnten in einer internationalen Zusammenarbeit den Nachweis führen, dass Nervenzellen und Gliazellen ähnliche Wirkmechanismen haben. Beide setzen zur Kommunikation Botenstoffe frei. Bislang wurde den Gliazellen diese Fähigkeit abgesprochen, sie galten nur als "Stützgerüst" für die Nervenzellen. mehr…

Lok-Präsident Notzon zum Kronhardt-Rücktritt: „Wir gleiten nicht ins Chaos ab“

Michael Notzon.
Nach dem überraschenden Rücktritt von Lok-Trainer Willi Kronhardt hat beim 1. FC Lok Ernüchterung Einzug gehalten. Präsident Michael Notzon rekapituliert noch einmal für L-IZ.de die Ereignisse am Sonntagvormittag und bezieht Stellung zur Finanzsituation des Vereins. mehr…

Am 22. Mai Film und Diskussion in der naTo: „Wir weigern uns Feinde zu sein“

Wir weigern uns Feinde zu sein
Ein Film über eine einzigartige Begegnungsreise durch die Krisenregion Nahost ist am Dienstag, dem 22. Mai, um 19:30 Uhr der naTo, Karl-Liebknecht-Str. 8, zu sehen. Für den Film „Wir weigern uns Feinde zu sein“ begleiteten Stefanie Landgraf und Johannes Gulde zwölf deutsche Jugendliche. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Anzeigen.
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Aktuelle Dossiers.
Anzeigen.
Leipziger Leselust Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher Leipziger Autoren und Verlage.
Link-Tipps.
Bildblog