Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche





Marko auf der Insel: Ein Tagebuch – direkt aus einem englischen Internat
In der L-IZ schrieb Marko Hofmann über den spannenden Neubeginn des 1. FC Lok Leipzig. Dann stürzte er sich ins Lehrerstudium und landete – ganz unverhofft – im Herbst 2008 zu einem Praxissemester mitten in England. Sein Tagebuch aus einem echten Jungs-Internat hier kann man's lesen.
Zur Startseite des Dossiers

Marko auf der Insel (33): Die kleine weiße Friedenstaube auf der Insel Iona

Marko Hofmann
Marko am Loch Shiel.
Marko am Loch Shiel.
Fotos: Marko Hofmann
“Kleine weiße Friedenstaube, fliege über’s Land“ – so beginnt eines der populärsten Pionierlieder in der DDR, welches bekanntlich Kindergärtnerin Erika Schirmer zu verdanken ist. Was dies mit Schottland zu tun hat, will ich alsbald erklären.

Die L-IZ im Überblick

In der Geschichte Schottlands findet sich eine ganz besondere Friedenstaube: der Heilige Kolumban. Ein Missionar. Ach was: DER Missionar Schottlands. Er nahm sich eher die dritte Strophe des Pionierlieds zu Herzen (“Fliege übers große Wasser“) und reiste um das Jahr 563 mit zwölf anderen Gefährten von Irland auf Iona.

Iona ist eine winzige Insel vor der Insel Mull. Hier gründeten die 13 ein Kloster und setzten den Startpunkt der Christianisierung Schottlands. Eine Friedenstaube ist Kolumban nicht nur, weil er übers Wasser kam und friedliche Gedanken verbreitete, sein Name heißt auch übersetzt: Kirchentaube. Was auch immer eine Kirchentaube ist.

Blick auf die Abtei des Heiligen Kolumban und Mull.
Blick auf die Abtei des Heiligen Kolumban und Mull.
Foto: Marko Hofmann

Was vom heiligen Kolumban übrig war, wollten wir auf unserer Reise durch Schottland besuchen – auch wenn das zunächst gar nicht so einfach war. Um nach Iona zu kommen, muss man nämlich erstmal auf Mull. Das war einfach. Das Navigationsgerät prophezeite eine gute Stunde Fahrtzeit. Das Navi lag dummerweise falsch. Die Straßen waren nicht für Raser ausgelegt, sondern mehrheitlich so genannte “single track roads“, einspurige Straßen mit “passing places“ aller 250 Meter zum Ranfahren und einander vorbeilassen. Man muss eben auch mal vorbeilassen können. Nervenaufreibend für den Fahrer. Also waren wir erst nach zwei Stunden an der ersten Fähre. Danach muss man noch fast ganz Mull überqueren und natürlich besteht die 80 km lange Strecke aus einer einzigen einspurigen Straße. Mit dem Vorbeilassen klappte es auch ganz gut.

Auf Iona gab es immerhin wenige Straßen und eh nur eine Fußgängerfähre, die uns rüberbrachte. Von dieser hatten wir einen wunderbaren Blick auf die rötlichen Felsen Mulls und die alte Abtei des Kolumban – so dachten wir. Das Einzige was an dieser Kirche noch aus fast-kolumbanischen Zeiten war, war ein Steinkreuz aus dem 8. Jahrhundert. Der Rest war entweder mittelalterlich oder aus dem 20. Jahrhundert in welchem die alte Abtei wieder aufgebaut wurde. Eine Abtei, die erst im 12. Jahrhundert gebaut wurde, nachdem die kolumbanische zusammengefallen war. Was für eine Enttäuschung. Nichts erinnerte mehr an die Kirchentaube.

Ein Highlight gab es dann aber doch: In der Kirche fanden sich Bibeln in 32 verschiedenen Sprachen. Ich nahm mir einmal Zeit, um die Bibel sowohl in Rumänisch, Polnisch, Griechisch und Kiswahili, als auch in Kornisch, Telugu, Urdu, Chichewa und Bengali zu studieren, wobei ich Finnisch, Russisch, Afrikaans und Türkisch schon weggelassen habe. Zu einfach! Offensichtlich zieht Iona Touristen aus aller Welt an. Wenn diese schon nichts originales mehr zu sehen bekommen, dann haben sie wenigstens eine Bibel in der Landessprache und bekommen noch etwas Kurioses zu sehen: Hinter der Kirche hing nämlich die gewaschene Wäsche des Abts und seiner Familie. Freier Blick auf die Buxen für alle Touris.

Auf Harry Potters Spuren: Auf Reisen mit dem "Jacobite".
Auf Harry Potters Spuren: Auf Reisen mit dem "Jacobite".
Foto: Marko Hofmann

Ganz anders stellte sich da unser Ausflug auf den Spuren Harry Potters da. Das englische Magazin mit dem Titel “Wanderlust“ (das heißt wirklich so und das Wort existiert im englischen Sprachgebrauch genauso wie Angst, Schadenfreude etc.) kürte die Fahrt mit dem Dampfzug von Fort William nach Mallaig als eine der besten der Welt. Kein Wunder, dass wir mitfahren mussten. Auf quietschenden, mit hervorstechenden Sitzfedern ausgestatteten Bänken saßen wir dann auch und durchfuhren die westlichen Highlands. Preis pro Person schlappe 30 Pfund.

Aber diese Reise ist nicht nur vollkommen zu Recht als sehr schön beschrieben worden, sie zieht seit diesem Jahrtausend auch viele Fans von Harry Potter an. Es geht nämlich über genau das Viadukt, über das auch immer der Hogwarts Express fährt inklusive dahinter liegendem Loch namens Loch Shiel. Selbstverständlich standen die Leute in Scharen an den Fenstern, als der Dampfzug über das Viadukt fuhr.

Mehr zum Thema:



Dossier Marko auf der Insel:
Ein Tagebuch – direkt aus einem englischen Internat
In der L-IZ schrieb Marko Hofmann über den spannenden Neubeginn des 1. FC Lok Leipzig. Dann stürzte er sich ins Lehrerstudium und landete – ganz unverhofft – im Herbst 2008 zu einem Praxissemester mitten in England. Sein Tagebuch aus einem echten Jungs-Internat hier kann man's lesen.
Die antiken, den Hintern malträtierenden Sitzbänke gehören zur Eisenbahnromantik dazu. Etwas unfreundlich waren nur ein paar Holländer, die sich am geöffneten Fenster störten. Und das nur, weil es in einem Tunnel bergauf ging und der Rauch in Form von kleinen Kohleblättchen durchs Fenster wieder herein flog. Manche geben sich aber echt dünnhäutig.

Traumhafte Sicht gewährt der Zug ebenfalls auf die vorgelagerten Inseln und die Strände (jawohl!) an der Küste. Da überhört man gern, dass rein zufällig am einzigen Bahnhof an dem zwischendurch Pause gemacht wird, ein Dudelsackspieler immer wieder ein und dasselbe Lied spielt. Dudelsackspieler, die sich von Touristen Monetäres erhoffen, trifft man in Schottland natürlich häufig. Egal ob in Edinburgh, auf dieser Zugtour oder in anderen Städten. Sie sind da und vor allem hört man sie schon von Weitem.

Kulinarisch, und das ist garantiert kein Highlight, hat Schottland auch etwas ganz Spezielles zu bieten, was man fast überall bekommen kann: Haggis. Ein nationalgerichtliches Gemenge aus Zwiebeln, Hafermehl und Herz, Leber sowie Lunge vom Schaf, zubereitet im Schafsmagen. Es versteht sich von selbst, dass sich unser Magen wie von allein umdrehte, als wir uns diese braune Pampe einflößten. Dazu wird zwar häufig Kartoffelpüree und Sellerie gereicht, allerdings machte dies die Sache nicht besser. Den entsetzten Blick des Kellners, der mehr als die Hälfte des Essens wieder mitnehmen musste, nahmen wir gern in Kauf.

Nächste Woche: Leben in einer 5-Sterne-Bruchbude und: Es geht zurück!


Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks




Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Neuer Versuch, Leipzigs Blindenleitstreifen sichtbar zu machen: Piktogramme für die Grimmaische Straße

Piktogramm neben dem Blindenleitstreifen in der Grimmaischen Straße.
Es passte natürlich. Am einen Ende der Straße erklärte Baubürgermeister Martin zur Nedden den wissbegierigen Journalisten, warum die Stadt jetzt auffällige Piktogramme neben die Blindenleitstreifen in der Grimmaischen Straße malen lässt - und 100 Meter weiter stand ein Blumentransporter drauf und ein DHL-Auto parkte mal kurz. Es geht wohl nicht wirklich um die Leitstreifen im Pflaster. Es geht wohl mehr um die tägliche Gedankenlosigkeit der Eiligen. mehr…

Am 26. Mai: Internationales Kinderfest auf dem Sportcampus Jahnallee

Am Samstag, den 26. Mai 2011 findet auf dem Sportcampus Jahnallee das alljährliche Internationale Kinderfest der Studentischen Eltern Leipzig e.V. statt. Das Fest für Leipziger Familien wird von Engagierten vieler internationaler Vereinigungen wie dem Zentrum für europäische und orientalische Kultur (ZEOK) und der Capoeira-Gruppe mit verschiedensten Aktionen getragen. mehr…

Ausstellungseröffnung am 24. Mai: Es ‚messet’ wieder. Reclams Messestände von 1945 – 1990

Die Fotoausstellung "Es ‚messet’ wieder." ist Teil des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ im Rahmen der Forschungsförderung „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen. Die Studenten und Wissenschaftler des Fachbereichs Buchwissenschaft an der Universität Leipzig erforschen seit dem Wintersemester 2009/10 die vom Stuttgarter Stammverlag zur wissenschaftlichen Erschließung zurückgeführten Archivdokumente des Leipziger Parallelverlagsteils. mehr…

Grüne Hochschulgruppe und Grüne Jugend laden ein: Diskussion über die Preiserhöhung der LVB

Die LVB planen für August 2012 eine weitere Erhöhung der Fahrpreise. Ein Einzelfahrschein wird zum Beispiel 20 Cent mehr kosten. Insgesamt werden die Tarife um rund 10 Prozent erhöht. Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert diese Entwicklung scharf. Sie sieht die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gefährdet und findet, Busse und Bahnen sollten für alle bezahlbar bleiben. mehr…

Eine Wagner-Doppel-CD aus den ETERNA-Archiven: Richard ist Leipziger ...

Doppel-CD zum 200. Geburtstag: Richard ist Leipziger ...
Wagner ist Leipziger. Irgendwie schon. Am 22. Mai 1813 hier geboren. 1834 fortgegangen Richtung Würzburg. "Als fertig ausgebildeter Komponist", betont Thomas Krakow, Wagner-Beauftragter der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender des Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V. Wagner-Beauftragter ist er, weil Leipzig 2013 im Mittelpunkt steht, wenn der 200. Geburtstag des kleinen Wilhelm Richard Wagner gefeiert wird. mehr…

Am 23. Mai: Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln ist zu Gast in Leipzig

Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
Im Rahmen einer Tournee zu ihren Schwesternhochschulen in Aachen, Mainz und Hannover macht die Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln auch Station in Leipzig. Sie tritt am Mittwochabend, 23. Mai, in der Hochschule für Musik und Theater, Grassistraße 8 auf. Gespielt werden zwei Kompositionen des Big-Band-Leiters Joachim Ullrich: „No Better Blues Suite“ und „Second Crime Suite“, die die Band in der letzten Phase erarbeitet und aufgenommen sowie in zwei Konzerten in Köln präsentiert hat. mehr…

Am 23. Mai in Markkleeberg: Grüner-Ring-Veranstaltung zur agra-Brücke

"agra - Brücke B2. Und wie weiter?" Unter dieser Überschrift lädt die Arbeitsgruppe Landschaftspflege des Grünen Ringes Leipzig am Mittwoch, 23. Mai, in den Kleinen Lindensaal des Rathauses Markkleeberg ein. Verschiedene Planungen für den Bereich der agra sollen näher vorgestellt, näher beleuchtet und mit allen Beteiligten diskutiert werden. mehr…

Doppelstadt mit Berggeschrei: Annaberg an einem Tag

Ein Doppelstadtrundgang: Annaberg an einem Tag.
Annaberg ist eigentlich nur die halbe Stadt. Annaberg-Buchholz heißt die Doppelstadt an der Sehma seit 1945. Die Sehma war 1497 noch Landesgrenze zwischen dem ernestinischen und dem albertinischen Sachsen, als die Neustadt am Schreckenberg gegründet wurde, die ab 1501 Annaberg hieß. Der Grund für die Gründung mitten im wilden Erzgebirge: das Erz natürlich, das große Berggeschrei, das genau von hier aus losging 1491. mehr…

American Football: Rostocker greifen bei den Leipzig Lions die Punkte ab

In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins (hellblau) glatt mit 0:41 geschlagen geben.
In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins glatt mit 0:41 geschlagen geben. Gegen die Greife von der mecklenburgischen Küste fanden die heimischen Löwen am Sonnabend einfach keine Mittel. Für Running Back Daniel Teubert war es zugleich das letzte Spiel im Lion-Dress. mehr…

50.000 begeisterte Zuschauer bei Neuseen Classics: Lokalmatador André Schulze gewinnt Profirennen im Zielsprint

Es ist eine Mischung aus Volksfest und hochklassigem Sportevent. Die 9. Auflage der „Sparkassen Neuseen Classics – Rund um die Braunkohle“ war auch am Sonntag, den 20. Mai, eine Erfolgsstory. Über 50.000 begeisterte Zuschauer jubelten bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen Profis wie Amateuren auf ihren Rennrädern entlang der Strecke und im Gewerbepark Zwenkau zu. mehr…

Leipziger Stalking-Mord: Chemie-Student gesteht tödliche Hammerschläge

Im Prozess um den Tod einer Leipziger Arabistik-Studentin gibt es ein Geständnis. Verteidiger Ralf Juhnke verlas zu Beginn des zweiten Verhandlungstags eine Erklärung. Sein Mandant Sebastian T. (28) habe Franziska S. (25) im Streit mit einem Hammer erschlagen. Im Studentenwohnheim in der Johannes-R.-Becher-Straße lauerte der Berliner seiner Ex-Freundin auf, um sie zur Rede zu stellen. mehr…

500 Jahre Nikolaischule: Die Veranstaltungen zum 500-jährigen kündigen sich an

Alte Nikolaischule.
Am Dienstag, 29. Mai, beginnt die große Festwoche am Neuen Nikolaigymnasium, mit der das 500-jährige Bestehen der Schule gefeiert wird. Im Gegensatz zur Thomasschule wissen die Nikolaitaner sogar recht sicher, dass ihre Schule ihre Wurzeln im Jahr 1512 hat. Und selbst das Schulgebäude existiert noch am Nikolaikirchhof. Hier könnte man in diesem Jahr auch feiern. Das tut man auch. Am 29. Mai eröffnet dort die Ausstellung "Bürgerstolz und Bildung". mehr…

Leipziger Wissenschaftler setzen Meilenstein in Glia-Zellforschung: Bald Behandlung von schweren Netzhauterkrankungen möglich?

Prof. Andreas Reichenbach.
Wissenschaftler der Universität Leipzig haben einen Meilenstein auf dem Gebiet der Erforschung von Gliazellen gesetzt. Sie konnten in einer internationalen Zusammenarbeit den Nachweis führen, dass Nervenzellen und Gliazellen ähnliche Wirkmechanismen haben. Beide setzen zur Kommunikation Botenstoffe frei. Bislang wurde den Gliazellen diese Fähigkeit abgesprochen, sie galten nur als "Stützgerüst" für die Nervenzellen. mehr…

Lok-Präsident Notzon zum Kronhardt-Rücktritt: „Wir gleiten nicht ins Chaos ab“

Michael Notzon.
Nach dem überraschenden Rücktritt von Lok-Trainer Willi Kronhardt hat beim 1. FC Lok Ernüchterung Einzug gehalten. Präsident Michael Notzon rekapituliert noch einmal für L-IZ.de die Ereignisse am Sonntagvormittag und bezieht Stellung zur Finanzsituation des Vereins. mehr…

Am 22. Mai Film und Diskussion in der naTo: „Wir weigern uns Feinde zu sein“

Wir weigern uns Feinde zu sein
Ein Film über eine einzigartige Begegnungsreise durch die Krisenregion Nahost ist am Dienstag, dem 22. Mai, um 19:30 Uhr der naTo, Karl-Liebknecht-Str. 8, zu sehen. Für den Film „Wir weigern uns Feinde zu sein“ begleiteten Stefanie Landgraf und Johannes Gulde zwölf deutsche Jugendliche. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Anzeigen.
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Aktuelle Dossiers.
Anzeigen.
Leipziger Leselust Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher Leipziger Autoren und Verlage.
Link-Tipps.
Bildblog