PPP vom Tisch: Stadt baut Erich-Kästner- und Pablo-Neruda-Grundschule in eigener Regie
Redaktion
13.08.2009
Erich-Kaestner-Schule.
Die Erich-Kästner- und die Pablo-Neruda-Grundschule sollen neu gebaut werden. Die dafür notwendigen Planungsbeschlüsse, die von Bürgermeister Thomas Fabian eingereicht wurden, fanden am gestrigen die Zustimmung von Oberbürgermeister Burkhard Jung.
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Die Neubauten waren ursprünglich im Rahmen von PPP-Projekten (Public Private Partnership) geplant.
„Nachdem der Stadtrat die Realisierung über PPP nicht befürwortet hat, ist es dank der Unterstützung der Finanzbürgermeisterin gelungen, einen Weg zu finden, diese Vorhaben im Rahmen des bisher üblichen Verfahrens umzusetzen“, freut sich Bürgermeister Thomas Fabian. „Es entstehen zwei anspruchsvolle Schulneubauten mit neuen Möglichkeiten für die pädagogische Arbeit. Die Entwürfe wurden im Rahmen von Architekturwettbewerben ausgewählt.“
Für die Pablo-Neruda-Schule in der Straße des 18. Oktober 8 b wird mit einer Bauzeit von April 2011 bis Februar 2013 gerechnet. Der Finanzierungsplan sieht Kosten in Höhe von rund 14,2 Millionen Euro vor, in denen etwa 6,7 Millionen Fördermittel des Freistaates Sachsen enthalten sind. Die Stadt Leipzig trägt rund 7,5 Millionen Euro.
Wird ersetzt: Der alte Bau der Erich-Kästner-Schule.
Foto: Ralf Julke
Das Projektkonzept sieht zwei versetzt übereinander geschichtete Baukörper vor. Die Anordnung von Hort- und Klassenräumen in Ringform bietet kurze Wege zwischen den Klassenzimmern, dem Lehrerbereich und den Aufenthaltsräumen. Mehrzweck- und Speiseraum lassen sich mit dem Foyer verbinden und verfügen über eine Außenterrasse ins Grüne. Der Hortbereich bekommt einen begrünten Innenhof. Die Einfeld-Sporthalle wird über die Haupttreppe und einen Aufzug erschlossen.
Die separate abgesenkte Dreifeldersporthalle vermittelt zum benachbarten Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium, das diese Halle vor allem nutzen soll. Ihre Dachfläche kann als zusätzliche Außenspiel- und Pausenfläche genutzt werden.
Der Neubau der Erich-Kästner-Grundschule in der Erfurter Straße 14 ist von Anfang 2011 bis Ende 2012 geplant. Die bisherige Kostenschätzung sieht eine Summe von rund 14,9 Millionen Euro vor. Davon trägt etwa 7,8 Millionen Euro die Stadt Leipzig, 7,1 Millionen Euro sind Fördermittel des Freistaates Sachsen. Die Planungen sehen vor, dass Schule und Hort in einem Gebäude untergebracht werden und die Sporthalle durch einen Verbindungsbau erreichbar ist. Die Gebäude sollen möglichst als Passivhäuser geplant werden.
Beide Schulen werden barrierefrei gestaltet. Eine Zwischennutzung ist jeweils nicht erforderlich, da auf Grund der Größe der Schulgelände die Neubauten entstehen, bevor die Altgebäude abgerissen werden.
Die entsprechenden Verwaltungsvorlagen sollen voraussichtlich noch in der August-Ratsversammlung votiert werden.
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