Reclam-Gymnasium, Neruda-Grundschule und Dreifelder-Sporthalle: Baubeschluss soll im Juni in den Stadtrat
Redaktion
03.05.2010
Modell für Neruda- und Reclam-Schule.
Foto: Architekturbüro Kühnl + Schmidt
Im März 2011 soll es losgehen. Dann soll das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium umfassend saniert und die benachbarte Pablo-Neruda-Grundschule neu errichtet werden. Die dafür notwendigen Baubeschlüsse gingen in dieser Woche durch die Dienstberatung des Oberbürgermeisters.
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Für das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium in der Tarostraße 4-6 wird konkret mit einer Bauzeit von März 2011 bis Juni 2013 gerechnet. Der Finanzierungsplan sieht Kosten in Höhe von rund 10,3 Millionen Euro vor, in denen etwa acht Millionen Fördermittel des Freistaates Sachsen enthalten sind. Die Stadt Leipzig übernimmt rund 2,3 Millionen Euro.
Der zur Realisierung vorgesehene Entwurf des Büros Kühnl + Schmidt ist Sieger eines Architekturwettbewerbes. In einem südlichen Erweiterungsbau, der die beiden bestehenden Häuser im Sockel-, Erd- und ersten Obergeschoss miteinander verbindet, sollen die nach Raumprogramm fehlenden Räume untergebracht werden. Diese Erweiterung bildet den Hauptzugang und das neue Zentrum des Gymnasiums. Aula, Speiseraum, Bibliothek und Lehrerbereich finden hier Platz. Eine Brücke im Nordteil im dritten Obergeschoss verbindet die Klassentrakte der Häuser 1 und 2 zu einem ringförmigen Gebäude. Haus 1 wurde bereits saniert. Dort notwendige Maßnahmen beschränken sich auf die nötigen Umbauten zur Verbindung der beiden Gebäude und einige Funktionsänderungen. Haus 2 muss noch umfassend saniert werden.
Der Entwurf für die neue Neruda-Schule (links) und die sanierte Reclam-Schule.
Foto: Architekturbüro Kühnl + Schmidt
Die benachbarte Pablo-Neruda-Grundschule in der Straße des 18. Oktober 8b wird abgerissen und auf dem gleichen Grundstück neu gebaut. Das Gebäude wird im Passivhausstandard errichtet. Hier wird mit einer Bauzeit von März 2011 bis August 2013 gerechnet. Der Finanzierungsplan sieht Kosten in Höhe von rund 14,5 Millionen Euro für die Errichtung der Neruda-Schule und der Dreifelder-Sporthalle vor, in denen etwa 6,8 Millionen Euro Fördermittel des Freistaates Sachsen enthalten sind. Die Stadt Leipzig trägt rund 7,6 Millionen Euro.
Das Projektkonzept für die Grundschule sieht zwei versetzt übereinander geschichtete Baukörper vor. Die Anordnung von Hort- und Klassenräumen in Ringform bietet kurze Wege zwischen den Klassenzimmern, dem Lehrerbereich und den Aufenthaltsräumen. Mehrzweck- und Speiseraum lassen sich mit dem Foyer verbinden und verfügen über eine Außenterrasse ins Grüne. Der Hortbereich bekommt einen begrünten Innenhof. Die Einfeld-Sporthalle wird über die Haupttreppe und einen Aufzug erschlossen.
Blöick über das modernisierte Reclam-Gymnasium (vorn) zur Neruda-Schule (rechts) und der neuen Sporthalle (links).
Foto: Architekturbüro Kühnl + Schmidt
Die Sanierungen waren ursprünglich im Rahmen von PPP-Projekten (Public Private Partnership) geplant. Die bereits zugesagten Fördermittel werden nun im Rahmen des normalen Verwaltungsverfahrens für die Sanierungen genutzt.
„Mit diesen Baumaßnahmen werden die Bedingungen für die pädagogische Arbeit, insbesondere für die Zusammenarbeit der Schulen im Rahmen des Französisch-Campus, verbessert“, betont Sozialbürgermeister Thomas Fabian, der die Vorlagen gemeinsam mit Planungsbürgermeister zur Nedden einbrachte.
Dritter Baustein des Projektes ist eine separate abgesenkte Dreifeld-Sporthalle, die den Campus hin zum benachbarten Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium vermittelt, das diese Halle vor allem nutzen soll. Ihre Dachfläche kann als zusätzliche Außenspiel- und Pausenfläche genutzt werden. Beide Schulen und die Dreifelder-Sporthalle werden barrierefrei gestaltet.
Die entsprechenden Verwaltungsvorlagen sollen voraussichtlich in der Juni-Ratsversammlung votiert werden.
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