Erster Schritt in Heiterblick: Teslabrücke soll 2012 für 8 Millionen Euro neu gebaut werden
Ralf Julke
25.04.2011
Teslabrücke in Heiterblick.
Foto: Ralf Julke
Mühsam nährt sich nicht nur das Eichhörnchen in Zeiten knapper Finanzen. Kommunen und ihren Dienstleistern geht es genauso. Das Geld reicht auch nach 20 Jahren deutscher Einheit nicht vorn und nicht hinten, um die Sanierungsrückstände der letzten 40 Jahre aufzuholen. Und für ein echtes Zukunftsprojekt geht's auch nur kleckerweise voran. Immerhin.
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Im Herbst 2010 kochten die Gemüter hoch bei Mitarbeitern der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), im Aufsichtsrat und in den Stadtratsfraktionen. Die Finanzierung für den notwendigen Ausbau des Technischen Zentrums in Heiterblick waren kurzerhand im Rahmen der sächsischen Sparrunde gestrichen worden. Immerhin ein Projekt, um das die LVB seit über zehn Jahren mit den sächsischen Verkehrsministern rangen und das zuletzt noch einmal abgespeckt und in Module aufgesplittet worden war, nachdem klar war, dass es kurzfristig nicht in Privat Public Partnership (PPP) zu realisieren wäre. Dieser Traum war mit der Finanzkrise 2008 ausgeträumt.
Wichtige Verbindung zum Technischen Zentrum der LVB: Teslabrücke.
Foto: Ralf Julke
Doch im Rathaus zu Leipzig weiß man sehr wohl, wie dringend diese Investition in Heiterblick ist, wenn man den zunehmend modernisierten Straßenbahnpark der LVB warten und reparieren will. Dazu sind die alten, zumeist über 100 Jahre alten Straßenbahnhöfe im Stadtgebiet in der Regel zu klein, zu eng, nicht ausbaufähig.
Auch die Stadt ist seit Jahren eingebunden in die Zukunftspläne der LVB in Heiterblick. Sie hat sich auch frühzeitig verpflichtet, ihrerseits die Zufahrt zum Gelände zu modernisieren. Was auch bedeutet: Die rund 100 Jahre alte Teslabrücke, die die Teslastraße im Ortsteil Heiterblick über die Bahngleise der Strecke Leipzig-Eilenburg führt, muss durch einen Neubau ersetzt werden.
Lastenbeschränkung, Fahrbahneinengung: Nach 100 Jahren ist die Teslabrücke reif für die Erneuerung.
Foto: Ralf Julke
Die Brücke bindet die Teslastraße an die Torgauer Straße und die LVB-Hauptwerkstatt an das Gleisnetz der Straßenbahn an. Aufgrund ihres Bauzustandes ist sie seit längerem nur noch eingeschränkt nutzbar. Für den motorisierten Individualverkehr gilt eine Lasteinschränkung auf 2,8 Tonnen, die Fahrbahn ist auf jeweils eine Spur eingeengt und die Geschwindigkeit auf maximal 10 km/h reduziert.
Wegen der Verkehrsbedeutung der Brücke ist ein baldiger Ersatzneubau dringend erforderlich. Ursprünglich war geplant, diesen Neubau mit dem Ausbau der Hauptwerkstatt zum Technischen Zentrum der LVB zu realisieren. Da der Freistaat Sachsen sich in den nächsten Jahren an diesem Vorhaben nicht in der erwarteten Größe beteiligen kann, die Brücke aber möglichst bald gebaut werden muss, wurde jetzt ein neues Finanzierungsmodell für die Brücke entwickelt.
In der vergangenen Woche stellte es Baubürgermeister Martin zur Nedden in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters vor. Die Vorlage zum Bau- und Finanzierungsbeschluss soll im Mai in die Ratsversammlung eingebracht werden.
Die Kosten werden insgesamt mit knapp 8,3 Millionen Euro veranschlagt. Dazu wird eine Kreuzungsvereinbarung mit der DB AG angestrebt, nach der diese 2,6 Millionen Euro der Kosten übernimmt. Stadt und LVB schließen eine Kostenteilungs- und Geschäftsbesorgungsvereinbarung ab. Beim Freistaat werden Fördermittel in Höhe von 2,3 Millionen Euro beantragt.
Gebaut werden soll von Anfang Januar 2012 bis Ende November 2013.
Der Gerichtssaal ist übervoll. Alle 30 Besucherstühle, die sich gegenüber der Richterbank aufreihen, sind belegt. Als ein paar Minuten nach Eröffnung ein weiterer Mann den Saal betritt, schiebt die Rechtspflegerin den letzten freien Stuhl hinter der Richterbank vor. Es geht um zwei kleine Wohnungen an diesem Morgen im Amtsgericht Leipzig. Die eine ist 37 Quadratmeter groß, die andere 54. Das Verkehrswertgutachten setzt 10.000 Euro für die kleine - im Hausplan als Wohnung Nummer drei erfasst - an, für die größere - Nummer vier – setzt es 34.000 Euro an. mehr…
Mit ihm hatte wohl kaum einer gerechnet. Als die Kandidaten für den Posten des Sozialbürgermeisters heute im Leipziger Stadtrat benannt wurden, tritt NPD-Mann Klaus Ufer vor: „Ich nominiere Winfried oder Wilfried Meißner.“ Oberbürgermeister Burkhard Jung fragte nach: „Ja, wie denn nun?“ Er heißt Wilfried Meißner. „Entschuldigung, ich war mir nicht sicher“, so Ufer. mehr…
Eine Boulevardzeitung mit großen Buchstaben hat gestänkert: Der Leiter der Branddirektion Leipzig, Karl-Heinz Schneider, war während des Hochwassers im Urlaub. Angeblich habe er am Balaton Badeferien gemacht. So ein Skandal, oder? mehr…
Die Edouard-Manet-Schule wird stärker als bisher als die Grundschule der Stadt Leipzig für die Ausbildung der Thomaner-Anwärter positioniert. Dies beschloss der Stadtrat auf seiner heutigen Sitzung. „Wir sind nicht gegen eine private Grundschule auf dem Campus des Forum Thomanum, stellte Stadtrat Stefan Billig (CDU) fest. „Wir sind für beides, nämlich auch für eine Grundschule in kommunaler Trägerschaft.“ Beide sollten nicht in Konkurrenz stehen sondern in Symbiose. Die Elternvertreter wüssten dies. mehr…
Ein tragischer Todesfall eines Kleinkindes kostete Jugendamtsleiter Siegfried Haller im vergangenen Jahr das Amt. In dessen Folge wurde das Amt für Jugend, Familie und Bildung neu gebildet. Nun muss Oberbürgermeister Burkhard Jung extern prüfen lassen, ob dies seine Sach- und Strukturziele erfüllt. mehr…
Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) geht offenbar schlampig mit seinen Aktenbeständen um. Der Sächsische Datenschutzbeauftragte und die vom Sächsischen Staatsminister des Innern eingesetzte Expertenkommission haben bei der Prüfung des Ablagesystems erhebliche Mängel festgestellt.Dass im Archiv der Schlapphüte wie aus dem Nichts neue Unterlagen zur Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) aufgetaucht sind, überrascht angesichts der Pannenhäufung bei der Verfolgung der Rechtsterroristen nicht wirklich. mehr…
2017 läuft der Nutzungsvertrag der Stadt mit der ZSL Betreibergesellschaft aus. Schon jetzt möchte die CDU die Stadtverwaltung verpflichten, in einem Folgevertrag sicherzustellen, dass die ursprünglich geplante Nutzung von 70 % zu Zwecken des Sports auch umgesetzt wird. Derzeit sind es viele Konzerte und Unterhaltungsveranstaltungen, die die Halle auslasten. mehr…
Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat heute den Antrag der SPD-Fraktion angenommen, sich zur Unterstützung der Ziele des EBI zu bekennen. Dieser steht für die Europäische Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht“ und setzte sich zum Ziel, die Privatisierung der Wasserwirtschaft zu verhindern, sowie den Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen zu verbessern. mehr…
Gefahr in Verzug in Plagwitz? - Das befürchten jedenfalls die Mitstreiter der Schaubühne in der Karl-Heine-Straße. Es geht um den legendären Felsenkeller – das eigentliche Wahrzeichen von Plagwitz. Am historischen Ballhaus und der traditionsreichen Kulturstätte Felsenkeller geschieht seit Jahren nur wenig. Jetzt aber scheinen die Eigentümer zu planen, im Felsenkeller einen Supermarkt zu errichten. mehr…
Seit zwei Jahren schon beantragt die Fraktion Die Linke die Errichtung eines Hauses für die Leipziger Szene. „Wir haben der Stadtverwaltung vertraut, dass es hier Fortschritte geben würde, nun beantragen wir, dass im dritten Quartal eine Vorlage in die Ratsversammlung eingebracht wird, die den Investitionsbedarf und mögliche Investoren nennt“, sagte Skadi Jennicke. mehr…
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Neben dem amtierenden Bürgermeister Uwe Albrecht kandidierte Marcus Tolle für die FDP. Der Volljurist mit kaufmännischem Abschluss sorgte für eine knappe Abstimmung im ersten Wahlgang. 29 Stimmen errang der Amtsinhaber, Herausforderer Tolle kam auf 27 Stimmen bei 8 Enthaltungen und 6 ungültigen Stimmen. Damit verfehlten beide die absolute Mehrheit, worauf Wolfgang Leuze von der Fraktion Bündnis 90/die Grünen beantragte, die Wahl bis zur nächsten Ratsversammlung auszusetzen. mehr…
Fast neun Monate hat es gedauert von der Bürgermeisterwahl in Markanstädt bis zur Entscheidung des Verwaltungsgerichts Leipzig am Mittwoch, 19. Juni: Die Klage gegen die Wahl von Jens Spiske zum Bürgermeister von Markanstädt wird abgewiesen. Wahlanfechtungen verhinderten schon gleich nach der Wahl am 30. September den Amtsantritt des Wahlsiegers. mehr…
Thomas Fabian bleibt Leipzigs Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule. Der Stadtrat bestätigte ihn heute um 15:18 Uhr im Amt. Fabian bewarb sich um seine zweite Amtszeit mit einer Rede, die sowohl das Erreichte als auch das Geplante erläuterte. „In meiner Amtszeit wurden 200 Millionen in Schulen und Kitas investiert, wir haben allein 55 neue Kitas gebaut, sowie die Schulsozialarbeit sowie die offene Seniorenarbeit ausgebaut“, sagte er. mehr…
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