Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche



Forum Leipziger Osten: Das Fördergebiet fordert das Versprechen auf ein Gymnasium ein

Ralf Julke
Freizeitpark Rabet im Leipziger Osten.
Freizeitpark Rabet im Leipziger Osten.
Foto: Ralf Julke
Am Mittwoch, 30. Mai, traf sich das Forum Leipziger Osten - das älteste funktionsfähige Bürgerforum in Leipzig - wieder einmal im Offenen Freizeittreff Rabet. Diesmal ging es auch um den Schulstandort. Die Wellen schlugen hoch. Denn seit hier vor über zehn Jahren die Schließungswelle der sächsischen Staatsregierung durchfegte, fehlt eine höhere Schule. Dafür gibt's jetzt ein deftige Resolution.


Entstanden ist sie am 30. Mai auf Initiative der im Bildungsnetzwerk Leipziger Osten zusammenarbeitenden Bürgervereine und der Stadträte Lange (Die Linke), Krefft (Bündnis 90/Grüne), Gasse und Frank (beide CDU). Der Beschluss fordert die Stadtverwaltung Leipzigs auf, Stadtratsbeschlüsse und Ergebnisse der Arbeit am Stadtteilentwicklungskonzept hinsichtlich der Errichtung eines Gymnasiums im Leipziger Osten zu beachten und das Forum Leipziger Osten gemäß Stadtratsbeschluss in die ergebnisoffene Suche nach einem geeigneten Standort einzubeziehen.

Die Initiatoren sahen sich zu diesem außergewöhnlichen Schritt veranlasst, da die Verwaltungsspitze einseitig Vorbereitungen trifft, im Nordosten, in Schönefeld, statt im Leipziger Osten ein Gymnasium zu errichten und dazu den Dialog mit den Bürgern der betroffenen Stadtteile verweigert. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollen sogar angewiesen worden sein, jegliche offene Diskussion zu dieser Thematik zu verhindern.

Das mögen nur Gerüchte sein. Doch die Stadt Leipzig ist unter Zugzwang. Spätestens ab 2014 fehlen ihr zwei komplette Gymnasialgebäude. Sie muss also binnen kurzer Zeit Gebäude, die noch nicht so lange leer stehen, wieder reaktivieren. Die Schulgebäude in Schönefeld bieten sich an.

Doch mehrfach in den vergangenen Jahren betonten die Akteure im Fördergebiet Leipziger Osten auch, wie wichtig die Wiedereinrichtung einer höheren Schule für die soziale Stabilisierung des Stadtteils ist. Kinder, die hier den Schritt aufs Gymnasium schaffen, müssen in andere Ortsteile fahren, um dort zur Schule zu gehen.

Freizeitpark Rabet im Leipziger Osten.
Freizeitpark Rabet im Leipziger Osten.
Foto: Ralf Julke

Nachdem die Stadt Leipzig 2011 ihre Suche nach neuen Schulstandorten forcierte und entsprechende Standortplanungen formulierte, fand auch im Leipziger Osten dazu am 8. Mai 2012 ein Sonder-Forum statt, bei dem die lokalen Akteure ihre Vorschläge für mögliche Standorte im Fördergebiet formulierten.

Die überwiegende Mehrzahl der Anwesenden konnte am Mittwoch der Meinung des Baubürgermeisters Martin zur Nedden, die Verwaltung sei über den Beschlussvorschlag nicht informiert worden, nicht folgen. Dieser Vorschlag war eben auf der vorbereitenden öffentlichen Veranstaltung am 8. Mai, zu der die Verwaltung eingeladen war, aber demonstrativ, von wenigen Ausnahmen abgesehen, fern blieb, erarbeitet worden. Und was im Leipziger Osten passiert, bleibt dem Planungsdezernat keineswegs verborgen. Über das Amt für Wohnungsbau und Stadtsanierung steuert es alle Aktivitäten in den Leipziger Fördergebieten.

"Die Standortauswahl widerspricht nicht nur den Intentionen der Stadtratsbeschlüsse und Arbeitsgruppenergebnisse, sondern auch der Argumentation der Verwaltungsspitze selbst zu der Zeit, als eine Vielzahl Gymnasien im Leipziger Osten geschlossen wurden", kritisiert Henry Hufenreuter, Vorsitzender des Bürgervereins Neustädter Markt e.V. "Der Umgang der Verwaltungsspitze mit diesem Problem widerspricht nach Ansicht der Initiatoren jeglicher guter demokratischer Umgangsweise und allen oft beschworenen Grundsätzen der Bürgerbeteiligung."


Es sieht ganz so aus, als würde die Stadtverwaltung in ihrer Not, jetzt schnelle Entscheidungen und Lösungen finden zu müssen, in Handlungszwänge zu geraten, bei denen kluge strategische Abwägungen und die bewährten Kooperationen mit einer aktiven Bürgerschaft eher zu stören scheinen. Was schlicht auch daran liegt, dass man in der strategischen Schulplanung zwei wertvolle Jahre vertrödelt hat. Nachdem sich mit dem zunehmenden Geburtenwachstum ab 2000 erst die Kindergarten-Problematik in den Fokus der Verantwortlichen schob und zum Dauer-Problemthema wurde, hat der Druck seit zwei Jahren auch den Schulbereich in Griff und nun auch die Gymnasialstufe.

Dass die Stadt bei dieser Problematik in den letzten sechs Jahren viel zu wenig Unterstützung durch den Freistaat erhielt - keine Frage. Doch nun sorgt der Handlungsdruck auch noch dafür, dass man wichtige Partner auf lokaler Ebene verärgert.

Dem Beschluss, im Leipziger Osten wieder ein Gymnasium zu platzieren, wurde am Mittwoch bei 113 ausgegebenen Stimmkarten mit 77 Ja-Stimmen, 4 Enthaltungen und keinen Gegenstimmen zugestimmt. Zu den Initiatoren des Beschlusses gehören neben den Stadträtinnen Carola Lange (Die Linke) und Katharina Krefft (Bündnis 90 / Die Grünen) und den Stadträten Holger Gasse und Bernd Frank (beide CDU) der Bürgerverein Ostvorstadt e.V., der Integrative Bürgerverein Volkmarsdorf e.V., der Bürgerverein Volkmarsdorf e.V., der Bürgerverein Paunsdorf e.V., der Bürgerverein Sellerhausen-Stünz e.V. und der Bürgerverein Neustädter Markt e.V.

www.leipziger-osten.de

Der Beschluss als PDF zum download.


Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks



Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

MIBRAG-Pläne für Pödelwitz: Es besteht gar keine Rechtsgrundlage für die Abbaggerung des Dorfes

Vom Kohlebagger bedrogt: Pödelwitz.
In den letzten Wochen gingen Meldungen durch die Presse, der Ort Pödelwitz müsse nun dem Tagebau weichen. Die MIBRAG verkündete bereits den Start der Bauarbeiten für die neue Siedlung im nahen Groitzsch. Doch die rechtlichen Voraussetzungen für die Abbaggerung des Dorfes im Leipziger Südraum fehlen, ergaben ein paar Anfragen der Grünen im sächsischen Landtag. mehr…

Diskussionsrunde am 28. April: Am Beispiel von Amazon – neue Herausforderungen für die gewerkschaftliche und politische Arbeit, vor Ort und international

Am Montag, 28. April, um 16:00 Uhr gibt es im Volkshaus Leipzig (4. Etage, Sitzungsraum, Karl-Liebknecht-Str. 30/32) eine öffentliche Diskussionsrunde unter dem Thema "Am Beispiel von Amazon – neue Herausforderungen für die gewerkschaftliche und politische Arbeit, vor Ort und international". mehr…

Podiumsdiskussion am 28. April: Gehen Gut und Billig zusammen? Kann Corporate Social Responsibility mehr als Gewissensberuhigung sein?

Am Montag, 28. April, um 19:30 Uhr wird der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Tiefensee (SPD) im BüroCafé Tiefensee (Gottschedstraße/Ecke Zentralstraße) mit Prof. Dr. Andreas Suchanek, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Handelshochschule Leipzig und Vorstandsmitglied des „Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik“, und Malte Reupert, geschäftsführender Gesellschafter der „Bio-Mare“-Märkte und Stadtrat für die Grünen in Leipzig, über die Vereinbarkeit von Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit diskutieren. mehr…

Martin zur Nedden wird Honorarprofessor an der HTWK Leipzig

Martin zur Nedden.
Am Mittwoch, 30. April, wird Dipl.-Ing. Martin zur Nedden zum Honorarprofessor für Stadtentwicklung und Regionalplanung an der Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig bestellt, nachdem er sich bereits als Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig seit mehreren Jahre in die Architekturlehre eingebracht hat, teilt die Hochschule mit. mehr…

Am 28. April an der MuKo: Spendenauftakt mit dem Rad für das Leipziger Notenrad

Vor der MuKo startet der Spendensammelauftakt.
Am Montag, 28. April, fällt der offizielle Startschuss für die nächste Etappe bei der Umsetzung des Leipziger Notenrades, dessen Eröffnung 2016 stattfinden soll. Wie auch schon bei der Umsetzung der Leipziger Notenspur, die seit 2012 für jedermann sichtbar durch die Leipziger Innenstadt führt, will sich der Notenspur-Förderverein auch diesmal an der Eigenmittel-Akquise beteiligen. mehr…

Metamorphosen: Ausstellungseröffnung am 25. April in der Gnadenkirche Wahren

Gnadenkirche Wahren.
Zur Eröffnung seiner diesjährigen Frühjahrs-/Sommerausstellung lädt der Förderverein Gemeindeaufbau der Ev.-Luth. Gnadenkirchgemeinde Leipzig-Wahren e. V. am Freitag, 25. April, um 19:30 Uhr herzlich ein. Gezeigt werden bis zum 7. September unter dem Titel "Metamorphosen" Werke bildender Künstler aus drei Ländern: Mona Ragy Enayat (Ägypten), Elitsa Filcheva (Bulgarien) und Solomon Wija (Äthiopien). mehr…

Wo Johann Wolfgang für Lottchen schwärmte: Ein Tag in Wetzlar an der Lahn

Pia Thauwald: Wetzlar an einem Tag.
Warum fährt man eigentlich nach Wetzlar? Lohnt sich das überhaupt noch 240 Jahre nach Goethe? Und auch der Bursche fuhr ja eigentlich nur zum Praktikum hin. Eigentlich. So, wie er eigentlich nach Leipzig gekommen war, um Jura zu studieren. Bei Goethe ist immer alles ein bisschen anders. Und auf der Suche nach der großen Liebe war er auch immer. Auch in Wetzlar. Daraus wurde ja dann der erste deutsche Bestseller. mehr…

RB Leipzig: Rasenballer müssen DFL-Auflagen erfüllen

RB-Choreo
Sportlich klopft RB Leipzig an die Tür zur 2. Bundesliga. Auch die Lizenz können die Rasenballer bekommen. Vorausgesetzt, der Club öffnet sich für neue Mitglieder. "Wir freuen uns, dass wir wie erwartet die Lizenz erhalten haben", kommuniziert die RB-Medienabteilung. "Wir werden nun die Bedingungen und Auflagen prüfen, und uns in den nächsten Tagen damit auseinandersetzen." mehr…

Die Wanne ist voll: Störmthaler See wird am 27. April offiziell freigegeben

Die schwimmende Kirche "Vineta".
Das Leipziger Neuseenland begrüßt einen neuen See – den Störmthaler See. Die offizielle Freigabe des Sees findet am Sonntag, 27. April, um 10 Uhr am Strand des neuen Ferienresorts Lagovida auf der Magdeborner Halbinsel statt. Alle Bürgerinnen und Bürger, Gäste und Interessierte sind eingeladen, die Eröffnung mit zu feiern. mehr…

Polizeibericht: Wohnhausbrand in Connewitz, versuchter Raubüberfall, Diebstähle

Der Brand brach wahrscheinlich im Bereich des Daches aus.
In der Arno-Nitzsche-Straße brannte in der Nacht ein Mehrfamilienhaus +++ Einrecher steigen vermehrt über das Dach ein +++ In Grünau wurde eine 82-Jährige überfallen +++ Das Polizeirevier Delitzsch sucht im Zusammenhang mit einem Diebstahl Zeugen. mehr…

Die Polizei bittet um Mithilfe: 39-Jähriger vermisst

Seit dem 17. April wird der am 10.06.1974 in Ungarn geborene Krisztian Laszlo vermisst. Er ist ledig und besitzt keine weiteren Angehörigen hier in Deutschland. Herr Laszlo befindet sich derzeit in psychiatrischer Behandlung im Fachkrankenhaus in Wermsdorf. Aufgrund einer durch Ärzte diagnostizierten Psychose benötigt er eine ständige Medikation. Durch den Ausfall seiner Medikamente kann angenommen werden, dass er innerhalb einer Woche psychisch auffällig wird. mehr…

Grüne zur Leipziger Verkehrspolitik: Cospudener See soll kein Drive-In werden und der Clara-Park keine Rennstrecke

Radfahrer auf dem Lauerschen Weg am Nordstrand des Cospudener Sees.
Eben hört man noch das Versprechen der Stadtverwaltung, man wolle mehr für die umweltfreundlichen Verkehrsarten tun, schon gibt es die Signale, dass eigentlich doch das Auto weiterhin der Favorit bei einigen Parteien ist. Dem Vorstoß der CDU-Fraktion, Autos am Nordstrand des Cospudener Sees parken zu lassen, folgte die Umleitung des Autoverkehrs beim Stadtwerke-Marathon am 13. April. Nicht mit uns, fassen jetzt die Grünen ihren Protest zusammen. mehr…

Am 23. April um 17 Uhr: Student_innen protestieren mit Fahrrad und Hut gegen Kürzungen in der Hochschulpolitik

Ausschnitt aus dem Demo-Flyer.
Am heutigen Mittwoch, 17 Uhr, erfolgt bereits die dritte Fahrraddemonstration des Student_innenRats (StuRa) der Uni Leipzig gegen die aktuellen hochschulpolitischen Kürzungen in Leipzig, Sachsen und überall. Die Demo startet um 17 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Augustusplatz. mehr…

Leserbrief + Antwort d. Redaktion zu Kundgebung für Frieden und Dialog mit Russland und der Ukraine

Von Mathias Reimann: Sehr geehrte Redaktion, in Ermangelung eines direkt benannten Autors wende ich mich an Sie. Ich kann nur den Kopf darüber schütteln, dass Sie hier unkommentiert und im Gewand eines redaktionellen Beitrags einen Aufruf zu einer Demonstration veröffentlichen, deren Anliegen kritisch zu beleuchten Ihre eigentliche Aufgabe wäre. Mir war bisher nicht bekannt, dass die von mir eigentlich geschätzte L-IZ sich als Forum zur Verbreitung und Förderung von Kreml-Propaganda betätigt. mehr…

Leser stehen zu Voland & Quist: Crowdfunding-Kampagne erfolgreich, Berufung im „Wanderhurenstreit“ eingelegt

Julius Fischer: Die schönsten Wanderwege der Wanderhure.
Richter können Dinge völlig unterschiedlich sehen, erst recht, wenn es um so komplizierte Dinge wie Satirefreiheit und litearische Rechte geht. Das erfuhren in diesem Frühjahr auch der Verlag Voland & Quist und ihr Autor Julius Fischer, dessen Kurzgeschichtenband "Die schönsten Wanderwege der Wanderhure" nach einem Urteil des Landgerichtes Düsseldorf nicht mehr vertrieben werden darf. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Die L-IZ-Suche.
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Tagesansicht: heute | gestern | vorgestern
Anzeigen.
Veranstaltungshinweise der IHK Leipzig

Veranstaltungshinweise:

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
Zur Website der IHK Leipzig
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Quick Reifendiscount
Monatsmagazin 3VIERTEL
Zuletzt auf L-IZ.de veröffentlicht.
Alle Artikel von heute in der Tagesansicht.
Anzeigen.
Größter Indoor-Spielplatz in Mitteldeutschland
Gewinnspiele & Aktionen.
Bücher:
Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher aus Leipzig.
Unser Senf
Aktuelle Dossiers.
Anzeigen.
Link-Tipps.
Forum Café LE
Bildblog