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Leipziger Osten soll „neues“ vierzügiges Gymnasium bekommen

Marko Hofmann
Gorkistraße 25.
Gorkistraße 25.
Foto: Marko Hofmann
In der Schönefelder Gorkistraße soll frischer Bildungswind einziehen. Die leerstehenden Gebäude Nummer 15 und 25 sollen saniert werden und ab dem Schuljahr 2016/2017 als Gymnasium ans Netz gehen. Das beschloss am Dienstag die Dienstberatung des Oberbürgermeisters. Das letzte Wort hat allerdings der Stadtrat.


Seit 2001 beziehungsweise 2006 hat sich an und in ihnen nichts mehr getan. Seitdem stehen die Schulgebäude Gorkistraße 15 und 25 leer. Der Zahn der Zeit nagte schon vorher an ihnen, aber als die Schülerzahlen weiter sanken, musste 2001 erst die 122. Grundschule schließen, 2006 zog dann auch das Berufliches Schulzentrum 2 für Wirtschaft und Verwaltung aus der Nummer 25 aus. Nun soll in beide Gebäude, die durch einen zweistöckigen Bau miteinander verbunden sind, wieder frischer Bildungswind einziehen.


Blick über den Schulhof auf Gorkistraße 15.
Blick über den Schulhof auf Gorkistraße 15.
Foto: Marko Hofmann
Die Dienstberatung des Oberbürgermeisters beschloss am Dienstag auf Vorschlag von Schul-Bürgermeister Prof. Fabian, dass beide Gebäude saniert und ab 2016/2017 als neues vierzügiges Gymnasium im Leipziger Osten wieder eröffnet werden sollen. „Zur Planungsvorbereitung und Fördermittelbeantragung sind außerplanmäßige Investitionen von rund 550.000 Euro vorgesehen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Das letzte Wort wird allerdings der Stadtrat haben, der wahrscheinlich im September über diesen Vorschlag aus der Dienstberatung debattieren soll. Laut ersten Planungen könnte die Sanierung dann im Jahr 2014 beginnen. Es bestehe in beiden denkmalgeschützten Objekten „umfangreicher Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf. Insbesondere Belange des baulichen und technischen Brandschutzes sind zu berücksichtigen“, heißt es in einer Mitteilung weiter.


Die Stadtratsfraktion der Grünen und das Forum Leipziger Osten hatten allerdings bereits in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, dass ein Gymnasium im Leipziger Osten nicht ausreichen würde. „Mit der Realisierung des Standortes Gorkistraße wird für uns eine sinnvolle Entscheidung getroffen um Kapazität für die erheblich ansteigenden Schülerzahlen zu schaffen, aber: Das ist nicht das bereits 3x beschlossene Gymnasium im Osten", erklärte unlängst Katharina Krefft, schulpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Christin Melcher vom Vorstand der Grünen in Leipzig wies darauf hin, dass "im Leipziger Osten vormals 6 Gymnasialstandorte waren, wovon 3 aufgelöst wurden. Aus unserer Sicht wird das Gymnasium im Leipziger Osten weiterhin benötigt: aus Schulentwicklungssicht, aus stadtplanerischer Sicht, aber ganz klar auch als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit.“

Der 2011 veröffentlichte Schulentwicklungsplan der Stadt Leipzig sieht allerdings nur ein neu zu eröffnendes Gymnasium im Leipziger Osten vor. Im Februar war allerdings noch von einem Neubau die Rede, da eine Gebäude-Reaktivierung zu hohe Kosten verursachen würde, und: Das neue Gymnasium sollte bereits 2014 bezugsfertig sein.


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