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Schulentwicklungsplan: Förderverein der 24. Schule wehrt sich gegen Schließungsvorschlag

Marko Hofmann
Der 24. Schule in Alt-Paunsdorf droht die Schließung.
Der 24. Schule in Alt-Paunsdorf droht die Schließung.
Foto: Marko Hofmann
In Alt-Paunsdorf geht die Angst um. Die Angst, dass die 24. Schule geschlossen wird und die ansässigen Schulkinder deutlich weitere und teils gefährlichere Wege bis zur Schule zurücklegen müssen. Die Schließung hatten die Verfasser des Schulentwicklungsplans vorschlagen, weil die Schülerzahlen ihrer Meinung nach nicht ausreichend sind und die dringend notwendige Sanierung Gelder für Neubauten blockiert. Der Förderverein der Schule widerspricht nun dem Planentwurf und seinen Verfassern.

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Der Entwurf des neuen Schulentwicklungsplans ist den Leipziger Schulen in den Sommerferien zugegangen. Ihre Stellungnahme wird bis zum 30. September erwartet. Der Förderverein der 24. Schule in Alt-Paunsdorf will nicht solange warten. Zu verwundert und angesäuert war man über die im Schulentwicklungsplan vorgeschlagene Schließung der Grundschule. „Überhaupt nicht nachvollziehbar erscheint in diesem Zusammenhang, dass in der Diskussion das Gebäude als marode und die Schule als kaum ausgelastet dargestellt werden, was eine Schließung geradezu unausweichlich erscheinen lässt“, heißt es in einer Presseerklärung des Vereins.

Der Förderverein der Schule widerspricht nun dem Planentwurf und seinen Verfassern.
Der Förderverein der Schule widerspricht nun dem Planentwurf und seinen Verfassern.
Foto: Marko Hofmann

Im Entwurf des Schulentwicklungsplans gehen die Verfasser, also Vertreter der Stadtratsfraktionen, Vertreter des Schulverwaltungsamt und die Sächsische Bildungsagentur auf Grundlage von Zahlenmaterial des Amts für Wahlen und Statistik davon aus, dass die Nachfrage nach Grundschulplätzen in Alt-Paunsdorf zukünftig zurückgehen wird. Statt derzeit sieben Klassen, würden zwischen 2014 und 2020 nur noch vier Klassen in der 24. Schule unterrichtet. Erst 2021 soll der Bedarf wieder steigen und 2025 so hoch sein wie derzeit. Soweit die Prognose. Der Förderverein sieht das anders, geht von einer steigenden Nachfrage aus. „Deshalb muss der Standort bestätigt und erhalten werden.“ Eine Quelle für seine Prognose gibt der Förderverein allerdings nicht an.

Der Förderverein der Schule wehrt sich gegen den Vorwurf, die Schule sei marode.
Der Förderverein der Schule wehrt sich gegen den Vorwurf, die Schule sei marode.
Foto: Marko Hofmann
Da sich die 24. zusammen mit der Brüder-Grimm-Schule und der Theodor-Körner-Schule in Paunsdorf Nord und der Hans-Christian-Andersen-Schule in Sellerhausen aufgrund der teils geringen Nachfrage in diesen Gebieten bereits einen Schulbezirk teilt und das Gebäude laut Entwurf sanierungsbedürftig sei, damit Gelder für andere Schulprojekte blockiert, wird eine Schließung vorgeschlagen. Potenzielle Grundschüler aus Alt-Paunsdorf sollen dann eine andere Schule aus dem Schulbezirk besuchen. Ein weiter und teils gefährlicher Schulweg wäre inklusive. Entweder sie überqueren die stark befahre Permoserstraße Richtung Paunsdorf-Nord oder sie steigen in die Straßenbahn oder den Bus, fahren mindestens drei Haltestellen gen Stadt und laufen dann noch mindestens 600 Meter bis zur Hans-Christian-Andersen-Schule in Sellerhausen. Ein Szenario, was der Förderverein kritisiert. So heißt es: „Auch die öffentliche Darstellung, die im Gebiet des gemeinsamen Schulbezirks Ost vorhandenen ,,Nachbarschulen“ seien problemlos erreichbar, entspricht nicht der Realität.“

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Um die Schließung zu verhindern, für die im SEP kein Zeitpunkt genannt wird, bleibt dem Förderverein nur die Hoffnung, dass der Stadtrat dagegen votiert, denn dort wird über jede einzelne Maßnahme des Plans wahrscheinlich ab Dezember dieses Jahres beraten. „Wir sind froh, dass ein großer Teil der letztlich entscheidenden Stadtratspolitiker sich nicht automatisch von den Vorschlägen des Schulverwaltungsamtes leiten lassen möchte“, heißt es schon einmal in der Pressemitteilung. Die Linke hatte bereits Widerstand angekündigt. Für den 12. September hat der Förderverein zu einer Info-Veranstaltung in die Aula der Schule geladen.

Interessant dürfte in dieser Diskussion werden, welche Kosten die Stadt tatsächlich für eine Sanierung veranschlagt, warum der Förderverein im Gegensatz zum Schulentwicklungsplan von einer Steigerung der Schülerzahlen ausgeht und wie die Verfasser des SEP die Schulwege gutheißen werden.

Info:
www.24gs.de

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