Schulentwicklungsplan: Teils längere Schulwege im Süden
Marko Hofmann
18.08.2011
Foto: Marko Hofmann
Schon jetzt herrscht viel Betrieb an den Grundschulen in der Leipziger Südvorstadt und in Connewitz. Die 3. Grundschule ist bereits ausgelastet. In den kommenden zehn Jahren sollen die Schülerzahlen in diesen zwei Stadtteilen noch einmal stark ansteigen. Mindestens eine neue Grundschule muss deshalb gebaut werden. In Dölitz-Dösen, Lößnig und Marienbrunn ist die Lage dagegen entspannt.
Anzeige
Es war im Jahr 1970 als die heutige 3. Grundschule in der Bernhard-Göring-Straße 107 eröffnet wurde. Für vier Züge hatte sie Platz und dieser Platz ist seit dem Jahr 2010 ausgeschöpft. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen in ihrem Schulbezirk musste die Schule fünf Eingangsschulklassen aufnehmen. Weil es vier Jahre zuvor nur drei Eingangsklassen waren, war noch genug Platz. In den kommenden 10 Jahren wird sich die Schule nicht mehr so helfen können, denn dann soll die Gesamtklassenzahl von 16 im letzten Schuljahr auf 36 im Jahr 2020/2021 gestiegen sein. Die Schule müsste mehr als doppelt so viele Klassen aufnehmen, wie sie könnte. Schon für das am nächsten Montag beginnende Schuljahr werden sechs 1. Klassen prognostiziert.
Die Südvorstadt in der die Schule liegt, ist extrem kinderreich, 7,7 Prozent der Bewohner sind unter sechs Jahren, und extrem grundschularm. Die 3. Grundschule ist die einzige. Die nächste Grundschule Richtung Süden ist die Schule Connewitz in der Zwenkauer Straße weit hinter dem Connewitzer Kreuz. Die hat zumindest zurzeit noch Restkapazitäten. Zur Lösung des Problems wird in geringem Maße der Neubau der 3. Grundschule beitragen, der allerdings erst nächstes Jahr beginnt. Wenn das Haus bezugsfertig ist, können dort immerhin 20 Klassen lernen.
Die 3. Grundschule ist laut Prognose schon im kommenden Schuljahr zu klein.
Foto: Marko Hofmann
Leider werden für das Schuljahr 2012/2013 schon 22 Klassen vorausgesagt, also noch mal drei Klassen mehr und damit sechs Klassen über der Richtkapazität. Der Neubau soll aber erst 2014/2015 fertig sein. Deshalb wird im Entwurf des Schulentwicklungsplans 2011 vorgeschlagen, für das Schuljahr 2012/2013 die Schulbezirksgrenze so zu verändern, dass mehr Schüler nach Connewitz gehen, um beide Schulen optimal auszulasten. Die jetzt in der Schule Connewitz lernenden LRS-Klassen (Lese-Rechtschreib-Schwäche) sollen dafür in die 9. Schule in der Gersterstraße verlagert werden. Im Plan wird darauf hingewiesen, dass durch diese Grenzverschiebung nicht jeder in seine Wunschschule kommen kann und „auch längere Schulwege für einzelne Schüler entstehen können“.
Bis zur Fertigstellung des Neubaus soll die Überkapazität außerdem durch zusätzliche Kapazitäten in Leichtbauweise aufgefangen werden. Es kommt also eine Containerburg auf den Schulhof der 3. Grundschule.
„Unabhängig der Notwendigkeit einer Schulbezirksveränderung sollte ab dem Schuljahr 2014/2015 eine extensive Kapazitätserweiterung von circa 4 Zügen pro Schuljahr für die Ortsteilbereiche Südvorstadt und Connewitz erfolgen“, heißt es im SEP weiter. Vorgeschlagen wird eine Weiternutzung des alten Schulgebäudes der 3. Grundschule, obwohl von dessen Sanierung überhaupt nichts zu lesen ist, und ein zusätzlicher Neubau in der Südvorstadt. Von einem Neubau in Connewitz ist zwar im Allgemeinen die Rede – siehe oben – im Konkreten allerdings nicht. Vielleicht wird dies ja konkret, wenn die Bevölkerungsvorausberechung 2011 vorliegt, denn dann soll noch einmal über weitere „extensive Kapazitätserweiterungen sowie deren Stellen im Stadtbezirk“ diskutiert werden.
Die Lage an den restlichen drei Schulen im Stadtbezirk Süd, also an der 8., der 9. und an der Marienbrunner Schule ist stabil. Hier sind derzeit keine Veränderungen notwendig. Eltern balgen sich wie schon im Osten in den stadtnahen Gebieten um einen Grundschulplatz für ihre Kinder. Am Ende des Prognose-Zeitraums, so sieht es die Prognose vor, wird der Bedarf übrigens nur geringfügig zurückgegangen sein.
Es passte natürlich. Am einen Ende der Straße erklärte Baubürgermeister Martin zur Nedden den wissbegierigen Journalisten, warum die Stadt jetzt auffällige Piktogramme neben die Blindenleitstreifen in der Grimmaischen Straße malen lässt - und 100 Meter weiter stand ein Blumentransporter drauf und ein DHL-Auto parkte mal kurz. Es geht wohl nicht wirklich um die Leitstreifen im Pflaster. Es geht wohl mehr um die tägliche Gedankenlosigkeit der Eiligen. mehr…
Am Samstag, den 26. Mai 2011 findet auf dem Sportcampus Jahnallee das alljährliche Internationale Kinderfest der Studentischen Eltern Leipzig e.V. statt. Das Fest für Leipziger Familien wird von Engagierten vieler internationaler Vereinigungen wie dem Zentrum für europäische und orientalische Kultur (ZEOK) und der Capoeira-Gruppe mit verschiedensten Aktionen getragen. mehr…
Die Fotoausstellung "Es ‚messet’ wieder." ist Teil des Pilotprojekts „Leipziger Verlagsarchive: Reclam als Erinnerungsspeicher und Labor“ im Rahmen der Forschungsförderung „Geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung“ des Freistaates Sachsen. Die Studenten und Wissenschaftler des Fachbereichs Buchwissenschaft an der Universität Leipzig erforschen seit dem Wintersemester 2009/10 die vom Stuttgarter Stammverlag zur wissenschaftlichen Erschließung zurückgeführten Archivdokumente des Leipziger Parallelverlagsteils. mehr…
Die LVB planen für August 2012 eine weitere Erhöhung der Fahrpreise. Ein Einzelfahrschein wird zum Beispiel 20 Cent mehr kosten. Insgesamt werden die Tarife um rund 10 Prozent erhöht. Die Grüne Hochschulgruppe kritisiert diese Entwicklung scharf. Sie sieht die Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gefährdet und findet, Busse und Bahnen sollten für alle bezahlbar bleiben. mehr…
Wagner ist Leipziger. Irgendwie schon. Am 22. Mai 1813 hier geboren. 1834 fortgegangen Richtung Würzburg. "Als fertig ausgebildeter Komponist", betont Thomas Krakow, Wagner-Beauftragter der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender des Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V. Wagner-Beauftragter ist er, weil Leipzig 2013 im Mittelpunkt steht, wenn der 200. Geburtstag des kleinen Wilhelm Richard Wagner gefeiert wird. mehr…
Im Rahmen einer Tournee zu ihren Schwesternhochschulen in Aachen, Mainz und Hannover macht die Big Band der Hochschule für Musik und Tanz Köln auch Station in Leipzig. Sie tritt am Mittwochabend, 23. Mai, in der Hochschule für Musik und Theater, Grassistraße 8 auf. Gespielt werden zwei Kompositionen des Big-Band-Leiters Joachim Ullrich: „No Better Blues Suite“ und „Second Crime Suite“, die die Band in der letzten Phase erarbeitet und aufgenommen sowie in zwei Konzerten in Köln präsentiert hat. mehr…
"agra - Brücke B2. Und wie weiter?" Unter dieser Überschrift lädt die Arbeitsgruppe Landschaftspflege des Grünen Ringes Leipzig am Mittwoch, 23. Mai, in den Kleinen Lindensaal des Rathauses Markkleeberg ein. Verschiedene Planungen für den Bereich der agra sollen näher vorgestellt, näher beleuchtet und mit allen Beteiligten diskutiert werden. mehr…
Annaberg ist eigentlich nur die halbe Stadt. Annaberg-Buchholz heißt die Doppelstadt an der Sehma seit 1945. Die Sehma war 1497 noch Landesgrenze zwischen dem ernestinischen und dem albertinischen Sachsen, als die Neustadt am Schreckenberg gegründet wurde, die ab 1501 Annaberg hieß. Der Grund für die Gründung mitten im wilden Erzgebirge: das Erz natürlich, das große Berggeschrei, das genau von hier aus losging 1491. mehr…
In ihrem ersten Heimspiel der neuen Football-Regionalliga-Saison mussten sich die Leipzig Lions den Rostock Griffins glatt mit 0:41 geschlagen geben. Gegen die Greife von der mecklenburgischen Küste fanden die heimischen Löwen am Sonnabend einfach keine Mittel. Für Running Back Daniel Teubert war es zugleich das letzte Spiel im Lion-Dress. mehr…
Es ist eine Mischung aus Volksfest und hochklassigem Sportevent. Die 9. Auflage der „Sparkassen Neuseen Classics – Rund um die Braunkohle“ war auch am Sonntag, den 20. Mai, eine Erfolgsstory. Über 50.000 begeisterte Zuschauer jubelten bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen Profis wie Amateuren auf ihren Rennrädern entlang der Strecke und im Gewerbepark Zwenkau zu. mehr…
Im Prozess um den Tod einer Leipziger Arabistik-Studentin gibt es ein Geständnis. Verteidiger Ralf Juhnke verlas zu Beginn des zweiten Verhandlungstags eine Erklärung. Sein Mandant Sebastian T. (28) habe Franziska S. (25) im Streit mit einem Hammer erschlagen. Im Studentenwohnheim in der Johannes-R.-Becher-Straße lauerte der Berliner seiner Ex-Freundin auf, um sie zur Rede zu stellen. mehr…
Am Dienstag, 29. Mai, beginnt die große Festwoche am Neuen Nikolaigymnasium, mit der das 500-jährige Bestehen der Schule gefeiert wird. Im Gegensatz zur Thomasschule wissen die Nikolaitaner sogar recht sicher, dass ihre Schule ihre Wurzeln im Jahr 1512 hat. Und selbst das Schulgebäude existiert noch am Nikolaikirchhof. Hier könnte man in diesem Jahr auch feiern. Das tut man auch. Am 29. Mai eröffnet dort die Ausstellung "Bürgerstolz und Bildung". mehr…
Wissenschaftler der Universität Leipzig haben einen Meilenstein auf dem Gebiet der Erforschung von Gliazellen gesetzt. Sie konnten in einer internationalen Zusammenarbeit den Nachweis führen, dass Nervenzellen und Gliazellen ähnliche Wirkmechanismen haben. Beide setzen zur Kommunikation Botenstoffe frei. Bislang wurde den Gliazellen diese Fähigkeit abgesprochen, sie galten nur als "Stützgerüst" für die Nervenzellen. mehr…
Nach dem überraschenden Rücktritt von Lok-Trainer Willi Kronhardt hat beim 1. FC Lok Ernüchterung Einzug gehalten. Präsident Michael Notzon rekapituliert noch einmal für L-IZ.de die Ereignisse am Sonntagvormittag und bezieht Stellung zur Finanzsituation des Vereins. mehr…
Ein Film über eine einzigartige Begegnungsreise durch die Krisenregion Nahost ist am Dienstag, dem 22. Mai, um 19:30 Uhr der naTo, Karl-Liebknecht-Str. 8, zu sehen. Für den Film „Wir weigern uns Feinde zu sein“ begleiteten Stefanie Landgraf und Johannes Gulde zwölf deutsche Jugendliche. mehr…