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Sabine Heymann zur Umweltzone: Man kann nicht alles von zwei Messstationen abhängig machen

Matthias Weidemann
Stadträtin Dr. Sabine Heymann (CDU).
Stadträtin Dr. Sabine Heymann (CDU).
Foto: Dörthe Gromes
Die hitzige Debatte um die Umweltzone entwickelt langsam aber sicher die Hartnäckigkeit einer Inversionswetterlage. Sprich, sie hat sich wie ein Deckel über die Stadt gelegt und sorgt hier und da für dicke Luft. So mischt sich auch die Stadträtin Dr. Sabine Heymann (CDU) jetzt noch einmal in die aktuelle Diskussion ein, fordert eine höhere Messdichte, um mehr und verlässlichere Daten zu erhalten.

Frau Dr. Heymann, Sie hatten gefordert, nicht erst ein oder zwei Jahre zu warten, bis man Messergebnisse hat. Warum?

Ich habe das damit verbunden, dass man in Leipzig schon jetzt genug Expertenverstand hat, um alle Einflussfaktoren erkennen und bewerten zu können. Ich bestreite damit nicht, dass man rund zwei Jahre braucht, um verlässliche Daten zu bekommen.

Sondern?

Ich wollte damit sagen, dass die momentan zur Verfügung stehenden Messpunkte nicht ausreichen, um ein verlässliches, übersichtliches Datenergebnis zu erzielen, aus dem man dann auch die richtigen Schlussfolgerungen ziehen kann. Die wenigen Messstationen, die man gegenwärtig in Leipzig hat, reichen bei weitem dazu nicht aus.

Haben Sie sich mit Fachleuten auseinandergesetzt?

Natürlich. Als sichtbar wurde, dass die Verwaltung Leipzig die Umweltzone einführen muss, weil die EU dies gegenwärtig als einziges probates Mittel anerkennt, wenn die Grenzwerte nicht eingehalten werden, hatte ich zahlreiche Experten des Wissenschaftsparkes Leipzig und der Uni Leipzig sowie ein Unternehmen, welches über genauere Messtechnik verfügt, zu einem internen Strategiegespräch mit Kammervertretern eingeladen.

Stadträtin Dr. Sabine Heymann (CDU).
Stadträtin Dr. Sabine Heymann (CDU).
Foto: Dörthe Gromes

Mit welchem Ergebnis?

Dabei wurde eine Projektidee entwickelt, die eine sogenannte dynamische Umweltzone beinhaltete, welche mehr als nur den Verkehr als Einflussgröße betrachtete. Wir gingen sogar so weit, dass diese Idee der zuständigen EU-Kommission als Alternative vorgestellt werden sollte.

Wie war die Reaktion?

Wir mussten leider die Früchte der Verweigerungshaltung der Verwaltung kosten. Das jahrelange "mit uns keine Umweltzone" war ja leider nicht von strategischen Gesprächen und Untersuchungen zu tragfähigen Alternativen flankiert. Mit netten Vorschlägen - wie mehr Stadtgrün und Bäume pflanzen - ist es ja leider nicht getan. Die EU sagte uns dann, dass es so nicht gehe. Nette Sache, aber jetzt wird das gemacht, was vorgeschrieben wurde. Wir bekamen dabei aber auch deutliche Signale, dass wir bei einer frühzeitigeren Vorstellung einer solchen Idee durchaus als Modellprojekt förderfähig gewesen wären. Aber das war alles zu spät.

Was schlagen Sie jetzt vor?

Dossier Umweltzone:



Meinungen, Debatten, Umsetzung
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Dass in die Auswertung der Wirksamkeit der Umweltzone nicht nur der Verkehr, sondern auch weitere Einflussfaktoren analysiert werden. Wenn wir bei so vielen Einflussfaktoren nicht mehr Messwerte haben, bekommen wir auch keine verlässlichen Daten. Es ist mir einfach zu flach, zu sagen „so, jetzt warten wir mal, was die Ergebnisse in zwei Jahren sagen“. Dazu berücksichtigen wir einfach viel zu wenige beeinflussende Umstände. Klar kostet uns das wieder mehr Geld. Aber auf der anderen Seite, was haben wir von Messwerten, die uns an sich nicht wirklich weiterhelfen? Also brauchen wir mehr Messparameter, so dass in ein bis zwei Jahren auch dazu Daten vorliegen, mit deren Hilfe wir wirklich entscheiden können, was weiter zu tun ist. Man kann das nicht alleine von diesen zwei Messstationen abhängig machen.


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